Urlauben als Übersetzer

Wie ÜbersetzerInnen Urlaub machen…

Es ist Sommer 2021 und Reisen ist endlich wieder möglich. Urlaub, das Zauberwort, den Kopf frei kriegen, für ein paar Tage oder Wochen an gar nichts denken, sich entspannen und erholen. Das ist in den Sommermonaten der legitime Traum von jedem von uns. Zur Zeit trudeln bei eurolanguage täglich die vorfreudigen Urlaubsmeldungen unserer ÜbersetzerInnen ein, auch sie machen Urlaub. Wir geben hier mit einem Augenzwinkern einen kleinen Einblick in die Urlaubsgewohnheiten unserer Freelancer, denn:

ÜbersetzerInnen urlauben einfach anders – Sie werden staunen!

1. Das Reiseziel – wohin?

Für die Auswahl des Reiseziels gibt es ein ganz entscheidendes, unumstößliches Kriterium: ÜbersetzerInnen fahren nur in Länder, deren Sprache sie sprechen oder zumindest großteils passiv verstehen. Kein professioneller Sprachmittler möchte irgendwo in fernen Ländern angesichts einer Speisekarte auf die Google-Translate-App angewiesen sein. Nein, das widerstrebt ganz gehörig. Und will der Partner oder die Partnerin partout in ein Land, in dem eine Sprache gesprochen wird, die bislang nicht beherrscht wird, hilft nur eines: Vorweg einen Online-Sprachkurs belegen, man will ja schließlich nicht mit Händen und Füßen kommunizieren müssen, das geht entschieden gegen die Ehre der Zunft, B1-Niveau ist doch das Mindestmaß! Und es gehört doch zum immer wieder erheiternden Urlaubs-Amüsement von ÜbersetzerInnen, die Schilder, Speisekarten, Hotelfolder, Plakate nach sprachlichen Fehlern zu durchleuchten, im Urlaub darf man auf die Pirsch gehen. Ein „We speak English“, „Wir sprechen Deutsch“, „Se habla español“ lässt ein jedes Übersetzerherz gleich höher schlagen und die Sprachdetektoren werden ausgefahren, ob das denn wirklich auch so ist.

2. Das Reise-Equipment – was muss dabei sein?

Ein Smartphone hat doch jeder in seinem Urlaub mit dabei (sollte man es vielleicht ab und zu auf Standby schalten?). Bei ÜbersetzerInnen kommt noch ein bisschen mehr an Equipment dazu: Der Laptop muss selbstverständlich mit, und weil wir der Technik nicht zu 100 % vertrauen zur Sicherheit auch noch eine externe Festplatte, auf dieser sind wichtige Nachschlagewerke gespeichert, falls das WLAN am Urlaubsort mal schlapp macht und die Cloud nicht erreichbar ist. Zudem die letzten größeren Übersetzungsaufträge, man weiß ja nie, der Kunde könnte noch Änderungswünsche haben und dann ist es immer besser, auf alle Dateien mit dem kleinen Plättchen Zugriff zu haben. Unsere beeideten ÜbersetzerInnen haben zusätzlich für die Übersetzungen mit Beglaubigung ein praktisches Advokatentäschchen im Gepäck: mit Stempel, Vignetten, einem Tacker, einem Locher (beides gibt es schon im urlaubstauglich handlichen Kleinformat), dem beeindruckenden Amtszwirn, der bei manchen Touren schon zweckentfremdet wurde, weil er wirklich reißfest ist und sehr viel aushält (zum Angeln kann man ihn auch verwenden!) Jetzt fehlt nur noch der Mini-Reise-Drucker, ein Behelf für alle Fälle, wenn kein Copyshop in der Nähe oder der Urlaub abseits von jeglicher Hotelinfrastruktur geplant ist. Und ganz wichtig: Vorweg auf Google Maps den Plan ausdrucken, wo sich das nächste Postamt befindet.

3. Die Reisezeit ­– wann kann es losgehen?

Erfahrene ÜbersetzerInnen kennen die Intervalle zwischen den verschiedenen Editionen von Firmenzeitungen, Handbüchern, Betriebsanleitungen, wenn bereits, was sich immer wieder als großes Plus für den Kunden herausstellt, eine mehrjährige Zusammenarbeit besteht. Der Sprachprofi plant nach Fertigstellung der Übersetzungen und seiner Abgabe noch eine gewisse Zeit für Änderungswünsche des Kunden und Korrekturschleifen mit ein, in der er für alle Nachfragen verfügbar sein sollte. Jetzt noch die letzte Druckfahne überprüfen und erst dann kann er die Segel hissen, für seinen wohlverdienten Urlaub.

4. Der Urlaubsbonus – Fortbildung gratis?

Eine Sprache im Land vor Ort anzuwenden bedeutet wertvolle Sprachpraxis, die Gepflogenheiten und den sprachlichen Wandel live zu erleben, anhand von Tageszeitungen und in Gesprächen: Das ist das Um und Auf für Sprachmittler. ÜbersetzerInnen sind Weltmeister darin, das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden. Der Laptop wird für kurze Zeit zum Büro vor einer malerischen Urlaubskulisse, die Kommunikation mit den Native Speakern wird zum Refreshing von allem Gelernten, das Wieder-Eintauchen in die Kultur des Landes zum Booster für zukünftige Übersetzungsaufträge. Gute ÜbersetzerInnen sind immer – auch im Urlaub – am Puls der Zeit.

Übersetzen ist, wie Sie sehen, kein Beruf, sondern eine Berufung. ÜbersetzerInnen fällt es nicht leicht, Berufliches und Privates, Arbeit und Urlaub zu trennen. Zu groß ist ihr Interesse, ihr Engagement, für das, was sie tun. ‚En passant‘ bilden sie sich in ihrer Urlaubszeit weiter, genießen es, in die Melodie ihrer Sprache(n) wieder einzutauchen, hören nicht auf, sich Neues anzueignen. Mag es für PartnerInnen und Familie manchmal etwas anstrengend sein? Schon möglich. Aber sind das nicht auch sehr liebenswerte Eigenschaften?

Und was machen ÜbersetzerInnen, die nicht in Urlaub fahren?

Sie träumen sich weg und übersetzen zum Thema Strand, Meer und Sonne – zum Beispiel für unseren brandneuen Kunden Simone & Georges, dem wir an dieser Stelle ganz herzliche Sommergrüße schicken und uns für die wundervolle Zusammenarbeit bedanken.

Und übrigens: Das Übersetzungsbüro eurolanguage ist auch in der Urlaubszeit durchgehend den ganzen Sommer über zu den üblichen Öffnungszeiten für Sie da – und das sehr gern! Denn die Agenturchefin weiß genau, wann welche ÜbersetzerInnen in Urlaub sind, unser Projektmanagement organisiert, koordiniert und sorgt für einen lückenlosen Ablauf der Übersetzungsaufträge für unsere Kunden. Ob für die Tourismus-und Hotellerie-Branche, beglaubigte Unterlagen, die Sie für Ihren Urlaub oder die Zeit danach benötigen, oder geschäftliche Unterlagen, damit Sie mit freiem Kopf die schönste Zeit des Jahres genießen können.

Sprechen Sie uns einfach an:   +43 (0) 676 5625257 oder senden Sie eine E-Mail an:  office@eurolanguage.net

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