10 Kriterien für mehr Transparenz in der Wahl Ihres Übersetzungspartners

Klar, wir loben uns selbst: auf der Website, auf Facebook, auf Twitter, im Blog, im persönlichen Gespräch mit Interessenten. Immer wieder bezeichnen wir uns selbst als „gute Übersetzungsagentur“. Doch was bedeutet das überhaupt? Verbirgt sich dahinter mehr als eine floskelhafte Behauptung aus reinen Gründen des Marketings?

Wann eine Übersetzungsagentur eine gute Übersetzungsagentur ist, und woran Sie als Auftraggeber den Unterschied erkennen können, erklären wir in diesem Artikel.

1. Eine gute Übersetzungsagentur hört zu

Nicht nur Texte und Themenbereiche unterscheiden sich: Jeder Übersetzungskunde ist anders, d.h. er hat andere Bedürfnisse.
Die Bearbeitung Ihres Projekts darf sich nicht darauf beschränken, Ihren Ausgangstext stumm entgegenzunehmen und an einen Übersetzer weiterzuleiten. Denn nur Sie kennen die Situation, aus der heraus Sie Ihren Auftrag erteilen. Jede Information und jeder Wunsch, die Sie einbringen möchten, sind wichtig. Ob Sie beschließen, eine lange Arbeitsanweisung zu schreiben, in der für Sie wichtige Angaben wie Zielgruppe, Verwendung, Kontext, besondere Empfindlichkeiten des Lesers, beabsichtigte Textwirkung oder zu berücksichtigende Formate minutiös aufgezählt werden, oder nur in aller Kürze am Telefon zusammenfassen, was unbedingt in die Umsetzung einfließen muss, spielt keine Rolle: In jedem Fall darf nichts von diesen Informationen verloren gehen, und sie müssen einbezogen werden.

An diesem Punkt übrigens unterscheiden sich virtuelle und menschengeführte Übersetzungsbüros erheblich. Auch wenn Künstliche Intelligenz eines Tages möglicherweise weitere Fähigkeiten entwickeln wird, sind digitale Agenturen ohne die Möglichkeit eines persönlichen Kontakts kaum etwas anderes als ein toter Briefkasten oder eine zeitgenössische Version eines Rohrpostsystems, und wirklicher Dialog ist hier nicht möglich.

Dass Ihnen zugehört wird, zeigt nicht nur, dass Ihr Anliegen ernstgenommen wird, sondern sichert auch die individuelle, maßgeschneiderte Bearbeitung Ihres Übersetzungsauftrags.

2. Eine gute Übersetzungsagentur interessiert sich wirklich für Ihren Erfolg

Ein Übersetzungsauftrag kann auf vielfältige Weise bearbeitet werden.

Für eine gute Übersetzungsagentur geht es nicht darum, Textzeilen in der Fremdsprache nach dem „Dienst nach Vorschrift“-Prinzip gegen einen Geldbetrag zu tauschen. Vielmehr ist das Ziel eines jeden Projekts, dass der Kunde sich nicht nur oberflächlich betrachtet gut bedient fühlt, sondern messbar und spürbar von der Übersetzungsarbeit profitiert, einen eindeutigen Mehrwert für sein Geschäft registriert.

Konkret bedeutet das, dass ein Übersetzungsprojekt mehr als die Übertragung des Textes selbst impliziert. Eine gute Übersetzungsagentur macht Sie gegebenenfalls aktiv auf Probleme aufmerksam, die sich aufgrund von kulturellen Unterschieden ergeben könnten, unterstützt Sie bei der Umsetzung von Claims, Wortspielen und Corporate Identity, berät Sie und ist lebender Teil Ihrer internationalen Strategie.

3. Eine gute Übersetzungsagentur lebt Dienstleistung

Arbeit erfordert heute in allen Branchen die größte Flexibilität, und Sie können es sich nicht leisten, dem Tempo nicht zu folgen. Ein gute Übersetzungsagentur weiß das und ist immer erreichbar, wenn Sie sie brauchen. Aufträge am Wochenende oder Express-Übersetzungen über Nacht müssen selbstverständlicher Teil des Angebots sein. Ganz unmerklich das Unmögliche möglich zu machen gehört dazu. Als Partner Ihres Berufsalltags sieht eine gute Übersetzungsagentur auch eine ihrer essentiellen Aufgaben darin, Sie durch eine ganzheitliche Leistung zu entlasten, damit Sie sich auf den Kern Ihres Geschäfts konzentrieren und Ihre Internationalisierungsaufgaben vertrauensvoll delegieren können.

4. Eine gute Übersetzungsagentur ist mit Leidenschaft, Energie und Einsatz dabei

Qualität entsteht nicht von allein. Ständige Fortbildung ist nicht nur ein Schlagwort unserer Zeit, sie ist Bedingung und Ausdruck eines wahrhaftig professionellen Verhaltens.

Eine gute Übersetzungsagentur begnügt sich nicht damit, auf Ihre Aufträge zu warten und sie nach dem immer gleichen Ablauf zu bearbeiten. Die Ausrüstung in Soft- und Hardware muss zwingend dem neuesten Stand der Technik entsprechen, damit Sie als Kunde von allen Entwicklungen nahtlos profitieren können und Ihre Internationalisierung mit der Schnelllebigkeit unserer Welt Schritt halten kann.

Auch die Kartei einer Übersetzungsagentur muss permanent um die besten Übersetzer erweitert werden, denn es entstehen immer neue Themenbereiche, die Fachkompetenzen auf höchstem Niveau erfordern. Klimaschutz ist nur eines von zahlreichen Beispielen dieser neueren Wirtschaftsfaktoren, die noch vor einigen Jahren keine zentrale Rolle gespielt haben, doch zunehmend an quantitativer Relevanz gewinnen. Eine Agentur, die nicht in der Lage ist, schnell auf solche Entwicklungen zu reagieren, kann Ihnen nicht die Unterstützung zukommen lassen, die Sie in Ihrer ganz speziellen Branche benötigen. Sich täglich fortzubilden, diese Informationen unmittelbar und aktiv aufzugreifen, um hinter den Kulissen die besten Voraussetzungen für Ihren nächsten Auftrag zu schaffen, ist nur möglich, wenn die Agentur mit Herz und Überzeugung den Beruf lebt.

5. Eine gute Übersetzungsagentur versteht etwas von Sprachen

Was wie ein Gemeinplatz klingt, ist alles andere als selbstverständlich. Viele Agenturen werden von Personen geleitet, deren Ausbildung fremdsprachenfern ist: Sie haben einen betriebswirtschaftlichen oder juristischen Hintergrund und können nicht wirklich nachvollziehen, was das Besondere am Umgang mit Sprachen, Kulturen und Geschäftspraktiken auf internationaler Ebene ausmacht. Bei den größeren Agenturen auf dem Markt sind auch die sogenannten Projektmanager oft eher kaufmännisch ausgebildet als textkulturell kundig oder gar interessiert.

Eine gute Übersetzungsagentur wird von Menschen geführt, die wissen, was Internationalisierung bedeutet und welche Stolpersteine sich für ihre Kunden daraus ergeben können. Nur so können sie Sie effektiv beraten und den für Ihr Projekt geeigneten Übersetzer auswählen.

6. Eine gute Übersetzungsagentur schont Ihr Budget

Jedes Unternehmen möchte „verkaufen“. Doch einem Kunden nutzlose Produkte ohne Rücksicht und Verstand aufzudrängen, ist wenig seriös.

Eine gute Übersetzungsagentur wird niemals versuchen, Sie zu Aufträgen zu überreden, die Sie im Grunde gar nicht brauchen. Sie wird Sie im Gegenteil immer sehr konkret beraten und Ihnen helfen, herauszufinden, welche Texte Sie dringend benötigen, und welche später übersetzt werden können, bzw. ob ein Text komplett übersetzt werden muss oder eine andere, finanziell schonendere Lösung gefunden werden kann, wie viele Sprachen Ihre Website braucht… Eine gute Übersetzungsagentur wird Ihnen aufzeigen, wie Sie Ihr Übersetzungsbudget richtig planen, und worauf Sie beim Kostenvoranschlag für Ihren Übersetzungsauftrag achten sollten.

7. Eine gute Übersetzungsagentur hat für jeden Auftrag den passenden Übersetzer

Die Kartei einer guten Übersetzungsagentur ist fundiert zusammengestellt, vielseitig, differenziert und immer aktuell gehalten. Zu wissen, wer für ein Übersetzungsprojekt am besten geeignet ist, wer welche Skills umsetzen kann, erfordert die Berücksichtigung vieler Faktoren und ist nicht immer eine einfache Aufgabe. Langjährige Erfahrung, Menschenkenntnis und eine eigene sprachliche Ausbildung sind dabei von zentraler Bedeutung. Die Qualitäten, die Übersetzer mitbringen müssen, sind vielfältig, und doch ist auch zu entscheiden, wann Teamarbeit notwendig sein könnte oder demografische Kriterien eine Rolle spielen müssen: Dass ein Übersetzer kurz vor dem Rentenalter sich aktiv und gern mit den neuesten Phänomenen der Jugendsprache beschäftigt, ist zwar nicht unmöglich, jedoch nicht sehr wahrscheinlich.

8. Eine gute Übersetzungsagentur zahlt ihren Übersetzern faire Preise

Neben der Fähigkeit, die Qualifikation, die Kompetenz und das Können eines Übersetzers richtig einzuordnen, muss eine gute Agentur auch dafür sorgen, dass die besten der Branche den Wunsch haben, dauerhaft für sie zu arbeiten. Angemessene Honorare und pünktliche Bezahlung sind wichtig, um talentierte und engagierte Mitarbeiter zu binden, die sich ganz und gar, d. h. gern, leidenschaftlich und flexibel in den Dienst Ihrer Projekte stellen, die – wir haben es in unserem vorherigen Artikel erwähnt – bereit sind, die sogenannte Extrameile zu gehen und sich Ihrem Erfolg verpflichtet fühlen.

9. Eine gute Übersetzungsagentur arbeitet konsequent und systematisch

Eine einheitlich gute Übersetzungsqualität ist die Summe vieler kleiner Mosaiksteine. Zwei von ihnen allerdings nehmen eine besondere Bedeutung ein.

Dazu gehört, dass Ihre Projekte immer von derselben Person verwaltet und bearbeitet werden. Dies verkürzt nicht nur zeitlich die auftragsbedingte Kommunikation, sondern erhöht auch die Qualität der Zusammenarbeit insgesamt. Ihr persönlicher Ansprechpartner muss jeden Tag für Sie erreichbar sein. Ständig wechselnde Projektmanager, die bestenfalls halbtags, auf Minijob-Basis oder schlimmstenfalls nur bis zum Ende ihres Praktikums für Sie da sind, sind nicht zielführend. Sie sollten zudem darauf achten, dass nicht während eines Projekts mehrere oder wechselnde Freelancer mit der Betreuung Ihrer Übersetzung betraut werden. So kann nur ein Kommunikationschaos entstehen, das qualitativ und terminlich Ihr Geschäft gefährdet.

Eine zentrale und effiziente inhaltliche Projektverwaltung, die über die bloße Auftragsannahme hinaus geht, ist ebenfalls unerlässlich.

10. Eine gute Übersetzungsagentur führt ein informatives Blog

Möglicherweise betrachten Sie diesen Punkt als nebensächlich. Es gehört, nun ja, einfach zum heutigen Marketing dazu, ein Blog zu führen. Ob dies für den Kunden relevant ist, steht vielleicht an zweiter Stelle.

Wenn Sie eine gute Übersetzungsagentur aussuchen möchten, ist dies aber nicht ganz so zweitrangig, wie Sie es glauben.
Achten Sie bei der Beauftragung einer Übersetzungsagentur nicht nur darauf, ob ein Blog betrieben wird, sondern auch wie. Das Blog sollte regelmäßig gepflegt werden und einen erkennbaren Mehrwert bieten, d.h. für die Verwaltung Ihrer Übersetzungsprojekte sinnvolle, aktuelle sowie langfristig hilfreiche Informationen bereitstellen. Dies zeugt von Dialogbereitschaft, Engagement und Interesse jenseits der Minimalanforderungen des Geschäfts und von dem Willen, den Kunden aktiv und in allen zur Verfügung stehenden Formen zu unterstützen.

Wir hoffen, Ihnen mit diesem Überblick ein handliches und praktisches Werkzeug für die Wahl Ihres künftigen Übersetzungspartners gegeben zu haben. Vielleicht erkennen Sie in diesem stichpunktartigen Porträt bereits die Agentur Ihres Vertrauens. Vielleicht fühlen Sie sich nun in Ihrer Überlegung bestärkt, sich neu zu orientieren. Wenn wir Ihnen heute den Weg ein wenig ebnen konnten, freuen wir uns sehr.

Foto: @canva

Sprache im Allgemeinen und speziell die Interaktion zwischen Fremdsprachen waren von Beginn an einer der Bereiche, auf die das, was damals schlicht als „Informatik“ bezeichnet wurde, ein besonderes Augenmerk hatte. Die Vorstellung, eine Maschine könnte einmal das menschliche Denken perfekt imitieren und sich autonom verständigen, faszinierte vom ersten Tag an und war Utopie und Ansporn zugleich. Heute ist der Traum weitgehend Wirklichkeit geworden, der Begriff „Künstliche Intelligenz“ ist fester Bestandteil unseres Vokabulars. Was dies für das internationale Geschäft bedeutet, ist zuweilen schwer zu überblicken. Mit diesem kleinen Abriss möchten wir unseren Kunden helfen, Tatsachen von Vermutungen und Gerüchten (Pardon: Fake News natürlich!) zu unterscheiden.

Künstliche Intelligenz und Übersetzung – von gestern bis heute

Sprachen als Spiel- und Übungsplatz der 60er und 70er Jahre

Als in Japan das erste sprechende „Elektronengehirn“, das brav grüßen und auf ein paar Grundfragen scheinbar selbständig antworten konnte, enthüllt wurde, keimte in der Presse bereits die Überlegung auf, ob in absehbarer Zeit Roboter als Dolmetscher fungieren könnten, und die Antwort der Ingenieure war ein klares optimistisches „Ja“. Gerade Übersetzer vermochten dies nicht zu glauben, zu komplex seien Sprachstrukturen und -nuancen, zu wichtig die interkulturelle Kompetenz, als dass eine Maschine sie beherrschen könne. Auch das Versprechen, mit immer größeren Computern immer mehr Daten und somit Wortschatz und Grammatik implementieren zu können, wusste die Skepsis nicht ganz zu vertreiben. Zumindest herrschte in unserer Branche darüber Konsens, dass es, wenn überhaupt jemals, nicht ganz so bald sein könne.

Von den netten Spielzeugen der 80er Jahre zu den Übersetzungshilfen der 90er

Angesichts der freundlichen kleinen weißen zweibeinigen Blechfreunde mit den lustigen blauen Augen, die auf Industriemessen mit hölzernen Sätzen und erheblicher Sprechverzögerung eher durch ihre Niedlichkeit punkteten, schien das Thema jedoch nicht im engen Sinne vorrangig.
Mitte der 90er Jahre allerdings kamen erste Programme auf, die für die Übersetzer zunächst eine große Arbeitserleichterung darstellen sollten. „CAT-Tools“ in Form von Translation Memory-Software schienen das Gebot der Stunde.

Wie das Übersetzungswerkzeug im neuen Jahrtausend zum double-edged tool wurde

Ein zweischneidiges Schwert spaltete von nun an nach und nach die Übersetzergemeinde – demographisch und kaufmännisch. Während die Mehrheit der Übersetzer darüber erfreut war, sich nicht mehr nur auf das eigene Gedächtnis verlassen zu müssen und dadurch Zeit zu gewinnen, die sie bisher für die Suche in ihrem Archiv nach bestimmten Textabschnitten, internen Firmenfachterminologien oder Formulierungen aufgewendet hatten, blickten einige mit Zurückhaltung und Misstrauen auf die neuen Arbeitshelfer. Tatsächlich sind die Pflege der Datenbanken oder die Vorbereitung von Dateiformaten auf den zweiten Blick nicht viel weniger zeitraubend als die bisherigen Prozesse; bereits übertragene Sätze können je nach Kontext nicht blind übernommen werden, wie die Werbung es versprach, sondern müssen ohnehin per Hand angepasst und redigiert werden; die benötigten materiellen und finanziellen Ressourcen sind erheblich. Erfahrene Übersetzer vor allem monierten, dass dadurch die Qualität von Übersetzungen zu sinken drohe, wenn nicht eine sehr beachtliche Mehrarbeit investiert würde, für die kein geldwerter Ausgleich angeboten würde.

Licht und Schatten: CAT-Tools im Dienste der Internationalisierung und Globalisierung

Wie immer im Leben haben Medaillen und Werkzeuge zwei Seiten.

CAT-Tools sind ein Segen für den Übersetzungskunden im B2B

Für Geschäftskunden sind CAT-Tools ein Segen: Sie bekommen ihre Übersetzungen schneller; sie können sicher sein, dass ihre Fachterminologie in allen Texten beachtet und systematisch verwendet wurde; sie sparen Geld, denn zu einem früheren Zeitpunkt bereits bearbeitete Textteile werden rechnungsmindernd berücksichtigt; sie können ihre Übersetzungsbudgets besser steuern, da die Berechnung oft nach der Wortzahl des Ausgangstextes erfolgt und Kostenvoranschläge in vielen Fällen überflüssig macht. Es ist Dienstleistung in Vollendung.

Es ist nicht alles Gold …

Vereinfacht ausgedrückt: Die Vorstellung auf der Bühne der Übersetzung wirkt müheloser und ist sehr viel kundenorientierter, effizienter und perfekter geworden. Dies ist nicht zu bestreiten, und Künstliche Intelligenz hat daran einen großen Anteil.
Wie im Theater oder im Ballett auch steckt hinter dieser Leichtigkeit allerdings eine große Menge sehr harter Arbeit … die hinter den Kulissen geschieht, nicht gesehen, und somit auch nicht (mehr) entlohnt wird. Es ist kein Geheimnis, dass sich die Übersetzungshonorare im deutschen Sprachraum in den letzten zehn Jahren halbiert haben. Die Übersetzer müssen also, um ihre Existenz zu sichern, mehr Kunden finden und Aufträge annehmen, während ihre Leistung immer kleiner geredet wird.
Diese brancheninterne Situation bedeutet im Umkehrschluss aber auch, dass der Kunde mehr denn je wirklich sicher sein muss, dass er es mit einem zuverlässigen, kompromisslos seriösen Übersetzungspartner zu tun hat, der bereit ist, trotz nicht mehr uneingeschränkt blühender Arbeitslandschaft höchste Qualität zu liefern und nicht die Meinung vertritt, er müsse nur das tun, wofür er tatsächlich bezahlt würde, sondern von sich aus willens ist, zusammen mit dem Kunden die sogenannte Extrameile zu gehen, der sich dem Erfolg des Kunden verpflichtet fühlt.

In unserem nächsten Blogartikel im Februar werden wir Ihnen daher genau erklären, woran Sie eine gute Übersetzungsagentur und ein seriöses Geschäftsgebaren in der Übersetzungsbranche erkennen können.

Bei allen Vor- und Nachteilen: Natürlich tragen CAT-Tools auf sehr wirksame Weise zur Internationalisierung und zur Globalisierung bei, denn sie unterstützen einen in Corporate Language und Corporate Wording einheitlichen internationalen Auftritt. Damit sind sie allerdings nicht mehr allein.

Internationalisierung auf Knopfdruck – ein Traum der 2010er Jahre?

Automatische Übersetzung und neuronale automatische Übersetzung sind die neuen Stichwörter der letzten Jahre und lassen das Thema CAT-Tools beinahe obsolet erscheinen: Ist es möglich, ganz ohne Übersetzer auszukommen? Auf allgemein (sogar mitunter kostenfrei) verfügbare Software zurückzugreifen und Texte ganz ohne den Menschen zu übersetzen? Kann KI Sprachstrukturen mittlerweile so gut erkennen und in eine andere Sprache übertragen, dass MI entbehrlich ist?
Eine Antwort auf diese Frage kann nur seriös sein, wenn sie absolut objektiv ist – und wir haben sie an anderer Stelle in diesem Blog gegeben.

Grenzen der KI im internationalen Geschäft: Suchmaschinen verweigern die Globalisierung

Alle Kontinente sind einen Tastenklick entfernt

Das Internet als Netzwerk verbindet uns mit der ganzen Welt. Die Grenzen unserer Mikrokosmen und Universen scheinen verschwunden. Europa feiert nicht nur Thanksgiving und Halloween, sondern auch Black Friday und Cyberweek. Unsere Geschäftspartner müssen sich nicht mehr zu uns bemühen, Videokonferenzen ermöglichen die simultane Unterzeichnung von Verträgen über Tausende von Kilometern hinweg. Ob dies eher kritisch oder als beispielloser Fortschritt zu betrachten ist, spielt keine Rolle: Es ist die Realität, in der wir leben.
Doch wie international ist diese Realität wirklich? Wie nah sind unsere Geschäftspartner wirklich?

Ernüchternde Erkenntnis: KI versteht die Globalisierung nicht

Im internationalen Geschäft – und dies betrifft gleichermaßen das B2B und das B2C – zeigt sich, dass wir nicht annähernd so weit gekommen sind, wie wir es glauben möchten. Einige Fakten machen deutlich, dass KI Internationalisierung und Globalisierung weniger fördert als behindert.

Regionale Werkzeuge täuschen die große weite Welt vor

Suchmaschinen etwa sind entgegen der geläufigen Meinung keineswegs global ausgerichtet. Die in Europa bekannteste von ihnen ist in Asien oder Russland kein Wirtschaftsfaktor, was die Automatisierung von SEO-Arbeit zunichtemachen kann.

Des Weiteren zeigen die sogenannten „Filterblasen“, wie regelrecht provinziell Künstliche Intelligenz sein kann: Grundsätzlich werden bei der organischen Suche nur Ergebnisse aus der eigenen geografischen Zone angezeigt, auch wenn die Frage in einer Fremdsprache formuliert und in Anführungsstriche gesetzt wird. Um dies zu umgehen, müssen sowohl die Zielsprache als auch das Zielland unter „Einstellungen“ speziell angekreuzt werden.
Bei diesem Schritt wiederum sind die Optionen begrenzt. Es ist nicht möglich, nach Zulieferern in allen französischsprachigen Ländern oder im gesamten hispanischen Bereich zu suchen oder mehrere Länder gleichzeitig auszuwählen. Diese Parameter müssen außerdem nach einem Sitzungsabbruch (also Schließen der Suchmaschine) neu eingegeben werden. Suchmaschinen gehen davon aus, dass der Nutzer etwas in seiner Nähe finden möchte. Die Welt da draußen bleibt für sie offenbar fern und fremd.

Social Media – liken und versinken

Gleiches ist beispielsweise auf Twitter zu beobachten. Wurde zwei oder drei Konten etwa von englischen Kulturinstitutionen gefolgt, schlägt Twitter in der Spalte „Wem folgen?“ konsequent ausschließlich Nutzer aus Großbritannien vor. Auf die Idee, dass das Interesse vielleicht dem Thema in aller Welt und nicht dem geographischen Bereich gilt, kommt das System keine Sekunde – Internationalisierung und Globalisierung … Fehlanzeige.

Andere Denkmuster sind nicht vorgesehen, und hier enthüllt KI genau die Unflexibilität und den Gespürmangel, die sie zum heutigen Stand der Technik je nach Textkategorie und Anspruch noch immer zum Übersetzer dritter, vierter und fünfter Klasse degradiert.

Künstliche Intelligenz spielt in der Globalisierung dahingehend eine Rolle, dass sie den Business-Akteuren mitunter eine schnellere, effizientere und stimmigere Umsetzung der Internationalisierungsstrategie eröffnen kann. Sie bleibt allerdings ein Werkzeug, das die Menschenhand noch braucht, und ist noch sehr weit davon entfernt, uns die Welt objektiv und kulturell angemessen zu Füßen zu legen oder Internationalität selbst und autonom zu gestalten.
Ob Chancen oder Grenzen überwiegen, könnte Gegenstand langer Diskussionen sein.

Gerne laden wir Sie dazu ein, uns Ihre Meinung zu diesem Artikel und zu den zwei Seiten der KI im internationalen Geschäft zukommen zu lassen, die wir gern unter Einhaltung eines strengen und nach Ihren Vorstellungen steuerbaren Datenschutzes in diesem Blog veröffentlichen, wenn Sie es wünschen.

Foto: @canva

 

Das Jahr 2018 bereits hatte bei eurolanguage viele Veränderungen mit sich gebracht, und unsere Strategie für 2019 war nicht minder anspruchsvoll. Die gute Nachricht: Wir haben unsere Ziele erreicht.

Unser Blog wird zum Maßstab

Mit Genugtuung und Stolz konnten wir feststellen, dass keine andere Übersetzungsagentur vergleichbarer Größe so systematisch und konsequent publiziert, wie wir es tun. In diesem Jahr wurde unser Blog immer mehr zu einem nutzvollen Informationsportal, das Ihnen neben unseren eigentlichen Übersetzungsleistungen das internationale Geschäft noch ein wenig mehr erleichtern soll. Unsere Artikel kommen gut bei Ihnen an, wie wir aus vielen Stimmen wissen – und das ist für uns sicher das Schönste überhaupt. Wir verstehen uns als Partner Ihrer internationalen Kommunikation, und Ihre Worte haben uns gezeigt, dass Sie uns eben als solche wahrnehmen. Es freut uns, und wir nehmen dies voller Dankbarkeit zur Kenntnis.

Eine aufregende Reise über zwölf Monate

Im Januar haben wir die Ferien-Messe in Wien besucht und hatten die Möglichkeit, vor Ort, inmitten des Alltags unserer Kunden der Touristikbranche, zu spüren und zu sehen, wie unsere Übersetzungen zum Leben erweckt werden, wie sie aus unseren Händen in die Welt hinausgleiten, wie sie eine ganze Industrie bereichern und prägen – ein erhebendes Gefühl!

Wir haben spannende und erfolgreiche Gespräche geführt und konnten manchem potenziellem Partner aufzeigen, welchen Beitrag wir zu seiner Arbeit leisten können.

Vielleicht ist es eben so, wenn die Arbeit Spaß macht: Der Gedanke an den Urlaub schien uns wie ein roter Faden wahrhaftig durch das ganze Jahr zu begleiten.

Im Juli etwa startete unsere große Sommer-Challenge, die uns virtuell durch viele Länder führte. Das war unsere Art, unseren Bloglesern ein wenig von der guten Laune und Leichtigkeit wieder- und zurückzugeben, die wir aus der Zusammenarbeit mit Kunden und Übersetzern ziehen.

Unterwegs waren wir auch im Herbst – in Wien allerdings, wo wir die Business Maniacs, Österreichs größtes Gründer-Event (veranstaltet von der WKO), besucht haben. Es waren anregende Stunden mit vielen Begegnungen mit Gründern verschiedenster Ausrichtungen, deren Visionen, Idealismus und Motivation regelrecht ansteckend waren. Wir konnten Kontakte knüpfen und dürfen hoffen, bald vielen Start-ups bei ihren ersten Schritten auf dem internationalen Parkett helfen zu können.

Die Reise ging auch online in den Social Media zügig voran – auf Twitter vor allem, wo wir unsere Präsenz ausgebaut und verfeinert haben. Zur Zeit kehren wir also gern nach Hause zurück … unser Adventskalender auf Twitter und Facebook ist vollgepackt mit kleinen Geschenken und lustigen Weihnachtsanekdoten aller Art.

Der künftige Kurs: die ganze Welt … von morgen

Zeichnete einer unserer ersten Blogartikel im Jahre 2017 neue Wege des Übersetzens nach, so haben wir, gemeinsam mit unseren Kunden und unseren Übersetzern, seither eine bemerkenswerte Strecke zurückgelegt, haben uns in diesem Jahr intensiv mit den Bedürfnissen auseinandergesetzt, die Digitalisierung und Wirtschaft 4.0 für die Internationalisierung und die Welt der Übersetzung von morgen bedeuten. Als Dienstleistungspartner sind wir gut aufgestellt, um die neuen Entwicklungen zu begleiten.

Unsere Reiseroute für 2020 steht bereits fest. Unser Blogkalender sieht insbesondere viele Ratgeberartikel vor: Wir werden Ihnen die Zusammenhänge zwischen Künstlicher Intelligenz und Internationalisierung erklären, Ihnen verraten, was der Begriff „gute Übersetzungsagentur“ überhaupt bedeutet, warum falsch und schlecht in der Übersetzungsarbeit nicht immer gleichbedeutend sind, wie Sie bei Ihren Übersetzungsaufträgen Zeit und Geld sparen können, Probleme von Übersetzungen in der Presse aufdecken, und vieles mehr.

Der Höhepunkt unseres Jahres 2020 wird aber auf jeden Fall unser Silberjubiläum sein:

25 Jahre eurolanguage …

25 Jahre Übersetzungsbüro eurolanguage

Das muss natürlich gefeiert werden! Um unseren treuen, langjährigen Kunden zu danken, werden wir das ganze Jahr über besondere „Extrameilen“ als Gratisleistung zu Ihren Aufträgen dazugeben. Auch Neukunden können von vielen Jubiläumsrabatten profitieren. Mehr wird vorerst nicht verraten.

Doch bevor wir uns in eine spannende und agile Zukunft stürzen, möchten wir allen, die hier lesen, eine schöne Adventzeit und leuchtende und stimmungsvolle Feiertage wünschen – ganz gleich, welcher Sprachkultur, welcher Religion, welcher kleinen oder großen Ecke der Welt Sie angehören. Unseren Übersetzern danken wir für die immer begeisternde Zusammenarbeit in diesem Jahr, unseren Kunden für ihr Vertrauen und für die unvergleichlichen Möglichkeiten, Teil ihres internationales Erfolgs zu sein.

Ihnen allen eine schöne Zeit und ein glückliches, erfolgreiches Jahr 2020

wünscht Martina Schmid

Klischees über den Beruf des Übersetzers* gibt es viele: Sie sitzen im stillen Kämmerlein hinter einem Berg von Nachschlagewerken, sie haben wenig Kontakt mit der Außenwelt und sie konzentrieren sich in ihrem Elfenbeinturm ausschließlich auf ihre eigenen Wortgefüge und Formulierungen. Dass sie heute nicht mehr stimmen, ist nicht nur auf das durch den Computer ermöglichte papierlose Arbeiten zurückzuführen. Die Einsamkeit des Gelehrten ist aus unzähligen Gründen ein überholtes Konstrukt.

Heutzutage sind Übersetzer immer auch Teamplayer.

Wie die Übersetzungsagentur den Dialog mit dem Kunden moderiert

Übersetzungsaufträge bestehen aus vielen Elementen: sprachliche, stilistische, aber auch kaufmännische. Auch wenn der Übersetzer nicht in persönlichem Kontakt mit dem Kunden steht, entwickelt sich dennoch zu allen Aspekten des Projekts ein ausführlicher Austausch, der von der Projektleitung des Übersetzungsbüros organisiert, geführt und festgehalten wird. Fragen und Anmerkungen von beiden Seiten werden hier gebündelt, so ausformuliert, dass sie zum schnellstmöglichen Ergebnis und zur bestmöglichen Verständigung führen.

Dies entlastet den Kunden, für den die Übersetzungsagentur sozusagen „mitdenkt“, eventuelle Probleme im Vorfeld abklären kann und darauf vertrauen kann, dass hinter den Kulissen genau die Übersetzung entsteht, die seinen Erwartungen uneingeschränkt gerecht wird. Dadurch werden auch die Übersetzer entlastet: Sie können sich ganz ohne Zeitverlust auf ihre eigentliche Aufgabe – das Übersetzen – konzentrieren.

Doch auch jenseits dieser perfekt eingespielten „Dreierbeziehung“ nimmt die Teamarbeit weitere Formen an.

Teamarbeit dank CAT-Tools

In den letzten Jahren haben viele Hilfsmittel dazu beigetragen, dass die Übersetzungsarbeit im Sinne und zum Wohle des Kunden deutlich effizienter und konsistenter wurde. CAT-Tools zum Beispiel ermöglichen nicht nur die systematische Einhaltung von Firmenterminologie und Corporate Language, sondern auch wesentlich kurzfristigere Termine, denn der Übersetzer nicht mehr mühsam altes Material nach Textvergleichen durchsuchen.

Dies hat auch zur Folge, dass der Auftraggeber und seine Projekte an Unabhängigkeit gewinnen: Ist ein Übersetzer im Urlaub oder krank, kann ein Kollege ohne Einarbeitungszeit seine Aufgaben übernehmen. So ist jeder Übersetzer, der Texte für einen bestimmten Kunden bearbeitet, Teil eines Teams, das durch Software und die Übersetzungsagentur zusammengeführt und geleitet wird.

Wenn es schnell gehen muss: Arbeitsteilung im Team

Teambesprechung bei eurolanguage Fachübersetzungen

Trotz der Fortschritte in Kategorien von Wirtschaftlichkeit und Flexibilität, die CAT-Tools in die Welt des Übersetzens gebracht haben, bleiben einige Projekte eine zeitliche Herausforderung. Wenn ein Text von etlichen Seiten innerhalb von ein paar Stunden oder über Nacht bearbeitet werden soll, sind die Grenzen des Realistischen auch bei bester Ausstattung erreicht – erst recht, wenn das Thema komplex oder ungewöhnlich speziell ist und auch ein erfahrener Übersetzer eingehend recherchieren muss.
In diesem Fall muss der Ausgangstext manchmal unter mehreren Übersetzern aufgeteilt werden.
Dank der Moderation durch die Übersetzungsagentur und der von den vielen heutigen Softwares eröffneten Möglichkeiten ist dies durchaus möglich und qualitativ absolut unbedenklich. Die verschiedenen Teile werden zusammengeführt, die Einheitlichkeit von Stil und Duktus geprüft, gegebenenfalls überarbeitet und fristgerecht geliefert.

Auch für die Dauer des Auftrags müssen die Übersetzer über den Projektmanager des Übersetzungsbüros permanent miteinander in Kontakt stehen: etwa wenn Begriffe aus Gründen der Konsistenz eine Abstimmung erfordern, oder wenn ein Teil der Übersetzung für einen anderen am Projekt beteiligten Kollegen besondere Relevanz haben könnte.

Ein Übersetzungsauftrag, aber viele Themen?

Neben dem quantitativen und zeitlichen Aspekt kann auch ein anderer Umstand Teamarbeit erfordern.
Nicht jeder Übersetzungsauftrag bildet eine thematische und stilistische Einheit. Bei einer Website-Übersetzung zum  Beispiel geht es in erster Linie um Marketing. Der Text muss ansprechend und fließend, einwandfrei und idiomatisch für die vorgestellten Produkte oder Leistungen werben. In diesem Fall sind Übersetzer gefragt, die mit sprachlichem Image, Branding und interkulturellen Marktlandschaften vertraut sind. Allerdings ist dies eine etwas unvollständige Sicht der Dinge. Mitunter kann das Thema so spezifisch sein, dass ein weiterer Fachübersetzer miteinbezogen werden muss. Die Übersetzungsarbeit erfolgt redaktionell im Team: Hier verschmilzt technisches Fachwissen mit den Leseerwartungen der Zielgruppe und der Vermittlungsabsicht des Kunden.

Zudem besteht auch eine einfache Website heutzutage nicht nur aus Marketingtexten: AGB, DSGVO-gerechte Datenschutzerklärung, Impressum sind Seiten, für die eine auch im Zielland rechtssichere Übersetzung unerlässlich ist.

Ebenso verlangt eine Imagebroschüre nach einem bestimmten Schreibstil, aber wenn es sich um Investment oder Medizin handelt, ist es für einen Marketingübersetzer bei aller gebotenen Vielseitigkeit unter Umständen nicht ohne Weiteres möglich, sich die notwendige fachspezifische Wissenstiefe anzueignen. Eine enge Zusammenarbeit mit einem Kollegen ist dann nicht nur wünschenswert, sondern unumgänglich und für den Kunden eine zusätzliche Qualitätsgarantie.

Ob aus quantitativer, inhaltlicher oder organisatorischer Sicht also: Übersetzungsarbeit ist kein einsames Werk im Elfenbeinturm, sondern immer in irgendeiner Form Teamwork. Die Übersetzungsagentur ist hierbei zugleich Moderatorin, Projektleiterin und Vermittlerin zwischen den Übersetzern einerseits, interpretierendes Scharnier zwischen Kunden und Übersetzern andererseits, und als Ansprechpartnerin aller Beteiligten das lebendige Bindeglied, das – wie könnte es passender sein? – an der Schnittstelle zwischen interner Kommunikation und externer Verständigung ein Übersetzungsprojekt zu einem stimmigen und schlüssigen, einwandfreien Ganzen formt und qualitativ überwacht.

*Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde in diesem Artikel die männliche Form gewählt, sie bezieht sich selbstverständlich auf alle Geschlechter.

Foto: @unsplash / Annie Spratt und @canva

In diesem Blog reden wir oft darüber, was Know-how in der Übersetzungsarbeit bedeutet. Wir sprechen von Qualifikation, Fortbildung, stilistischen Fähigkeiten und interkultureller Kompetenz … Alles leere Worte und graue Theorie? Mitnichten!

Anlässlich der Anuga und des bevorstehenden Salon du Chocolat haben unsere Übersetzer den Beweis erbracht, dass sie in der Lage sind, auch schöngeistig anspruchsvolle Texte zu meistern.

Denn Beispiele unserer Arbeit sagen mehr als 1000 Werbeslogans.

Ausgangspunkt dieser Herausforderung war der kurze Artikel „Zeit der Sinne“, der hier im Original zu finden ist.  Mit freundlicher Genehmigung der Freien Textkünstlerin Martine Paulauskas.

Die einzelnen Zutaten ergeben eine harmonische Gesamt-Komposition. Lesen Sie selbst:

Sprache 1: Italienisch

Quando fa il suo ingresso la limpida aria invernale, le immagini e i ricordi si fanno più nitidi. Nella memoria i pupazzi di neve diventano più perfetti di quanto mai furono, i momenti passati più importanti e pieni di vita: il Natale è il tempo dei sensi.

La lucentezza del cioccolato fondente si orna della calda luce delle candele delle ghirlande dell’Avvento, gioca con le forme arrotondate e morbide dei biscotti di panpepato e la moderna bellezza grafica dei cremini, mentre spiritose praline si concedono civettuole e deliziose.
Il familiare profumo della carne al forno e delle caldarroste si mescola con le legnose note della cannella, i fruttati aromi di vini, caffè e tè speziati, e i tannini erbacei e spigolosi di noci e miele. Il fumoso tepore della resinacea cera d’api è ovunque.
Ceppi crepitanti trasmettono protezione e giovialità, la vampata dei fiammiferi diventa musica ritualizzata.
Fondenti strutture di gianduia e cacao, generosi whisky e corpose acquaviti deliziano il palato e aprono le porte a un mondo in cui setose glasse al cioccolato, morbide coperte di lana e sensuale marzapane regalano voluttuosa quiete.

Il freddo e il buio ci rendono sensibili – e aperti all’infinita varietà delle sensazioni che scorrono verso di noi. Il periodo del Natale è il tempo dell’intimità e della vicinanza, un tempo pieno di contrasti e di aspra dolcezza. È il tempo di tutti i sensi.

Sprache 2: Französisch

Lorsque se font ressentir les premiers frimas, ressurgissent les souvenirs et les images du passé. Les bonhommes de neige de notre enfance, gravés dans nos mémoires, deviennent soudain beaucoup plus beaux qu’ils ne l’étaient autrefois. Les instants passés reprennent vie et sont plus précieux que jamais. Noël, c’est le temps où les sens sont en éveil.

Le glaçage des chocolats noirs se pare de la lumière chaleureuse des bougies qui ornent les couronnes de l’Avent, il joue avec les formes rondes et généreuses des pains d’épices et le graphisme moderne des pralinés bicolores, tandis que les délicates créations fantaisie des maîtres chocolatiers se la jouent coquettes et précieuses.
Le fumet familier de la viande rôtie et des marrons grillés se marie aux notes boisées de cannelle, aux arômes de fruits rouges des vins corsés, au café, au thé, aux tanins à la fois âpres et herbeux des noix et du miel. Partout, la cire d’abeille résineuse fume et réchauffe.
Le crépitement des bûches apporte réconfort et convivialité, le craquement des allumettes se fait douce ritournelle.
Les structures fondantes en gianduja et cacao, les whiskys généreux et les eaux-de-vie enivrantes régalent le palais et ouvrent un univers où les nappages brillants, les couvertures douillettes et le savoureux massepain offrent détente et volupté.

Le froid et l’obscurité nous rendent vulnérables – et réceptifs à l’infini diversité des sensations qui nous envahissent. Noël est le temps de la retraite et de la proximité, une période pleine de contrastes et d’âpre tendresse. C’est le temps où tous nos sens sont en éveil.

Sprache 3: Englisch

When the crisp winter air arrives, memories and images become sharper. Snowmen from childhood days become more perfect in your imagination than they ever were, moments from the past more vivid and significant: Christmas is a feast for all the senses.

Dark chocolate looks even more tempting in the warm candlelight of advent wreaths, its shine plays with the round, soft shapes of gingerbreadlebkuchenand the appealing modern, graphic look of layered nougat, while exquisite, fine praline creations coquettishly vie for attention.
The familiar smell of a joint sizzling in the oven and the aroma of roast chestnuts combines with woody cinnamon notes, the dark berry bouquet of mulled wine, coffee and tea and the grassy dry tannins of nuts and honey. The smoky warmth of resinous beeswax is everywhere.
Crackling logs create a cosy and sociable atmosphere, the striking of matches becomes a ritualised music.
Chocolate and hazelnut confectionary that melts in the mouth, generous whiskeys and full-bodied brandies delight the palate and open up a world where silky chocolate glazes, snuggly woollen blankets and fine marzipan offer sensual relaxation.

Cold and darkness make us sensitive – and receptive to the endless stream of different impressions. Christmas is a time for reflection and intimacy, a time full of contrasts and bittersweet moments. It is a time for all the senses.

Wir haben Sie überzeugt? Gern übersetzen wir auch Ihren ganz besonderen Text im Bereich Food & Genuss. Sprechen Sie uns an!

Das Übersetzungsbüro eurolanguage liefert tagtäglich Übersetzungen aus, die der Internationalisierung dienen, grenzüberschreitende Geschäftsbeziehungen anbahnen oder vertiefen, die Globalisierung vorantreiben und vieles mehr. Wir kreieren mit größter Sorgfalt und Hingabe Texte, deren Intention es ist, Produkte und Dienstleistungen auf den von unseren Kunden angepeilten Zielmärkten optimal zu positionieren. Stets haben wir das große Ganze im Blick, jonglieren mit professionellen Begriffen und beweisen routiniert in vielen Bereichen des Wirtschaftslebens und des Marketings unsere Sprach- und Fachkenntnis ebenso wie unsere interkulturelle Kompetenz.

Die Abwicklung unserer Aufträge erfolgt in der Regel per E-Mail, ab und an gibt es ein klärendes Telefonat, in den meisten Fällen jedoch lernen wir unsere geschätzten Auftraggeber nicht persönlich kennen.

Anders verhält es sich bei beglaubigten Übersetzungen für Privatkunden.

Privatkunden bei eurolanguage Fachübersetzungen

Besondere menschliche Augenblicke mit emotionaler Dimension

Die Anfragen für beglaubigte Übersetzungen sind naturgemäß sehr unterschiedlich: ein Maturazeugnis, ein Führerschein, ein Leumundszeugnis, eine Geburtsurkunde, ein Strafregisterauszug, ein Taufschein, ein Scheidungsvergleich…die Liste der Dokumente, die zur Vorlage bei Behörden beglaubigt übersetzt werden müssen, ist lang und immer von Zweck und Anlass abhängig.

Wir sehen die junge Maturantin, die für einen 1-jährigen Sprachaufenthalt nach Südamerika gehen möchte – und sie braucht noch die beglaubigte Übersetzung ihrer Zeugnisse und ihrer Personaldokumente für die Einreise nach Ecuador.

Wir sehen das verliebte Brautpaar aus den USA, das eine romantische Hochzeit in Wien geplant hat: es fehlen für die hiesigen Behörden aber noch die beglaubigten Übersetzungen ihrer ‚personal documents‘ und für den feierlichen Akt auf dem Standesamt auch noch ein beeideter Dolmetscher/in für die Trauung. (Ein Dolmetscher/in muss bei der Zeremonie anwesend sein, so ist es Vorschrift.) Beim reibungslosen Ablauf und einer perfekten Verdolmetschung wurden übrigens auch schon einige schöne Freundschaften geschlossen!

Wir sehen den Zahntechniker aus Italien, der sich in Wien verliebt hat und jetzt hier bleiben möchte und eine adäquate Anstellung sucht. Er benötigt die dringende, offizielle Übersetzung seiner bisherigen Arbeitszeugnisse, um möglichst schnell eine Stelle zu finden.

Wir sehen die Kanadierin, die bei der UNO in Wien ihre große Berufschance wahrnehmen möchte und deshalb all ihre Zeugnisse übersetzen lassen muss. Auch hier ist Eile geboten.

Wir sehen aber auch sehr traurige Anlässe: Polizeiberichte von Diebstählen, Testamente, Krankenakten, Sterbeurkunden und nicht zuletzt Scheidungsdokumente, Sorgerechts- und Unterhaltsstreitigkeiten.

Der persönliche Kontakt

In der Regel bringen unsere Privatkunden ihre Dokumente persönlich im Übersetzungsbüro eurolanguage vorbei. Und dabei erzählen sie ihre kleine oder große Geschichte. Ob es traurige, erwartungsvolle oder freudige Anlässe sind, die Privatkunden zu uns führen – die Leben und Schicksale, denen wir auf diese Weise begegnen, berühren uns.

Die emotionale Dimension, die aus dem Auftrag eines Privatkunden entsteht, aus der Begegnung mit seiner Geschichte, erinnert uns wieder einmal daran – fern der virtuellen Welt – nämlich von Angesicht zu Angesicht, dass Sprachmittler/innen eine ganz entscheidende und wunderbare Rolle im Miteinander ausüben.

Die Arbeiten eines Übersetzers/in lassen sich eben nicht nur in Mehrwert und Umsatz messen, sondern sie sind auch menschlich ungemein wichtig und wertvoll.

Und wir freuen uns darüber, immer wieder unseren Beitrag leisten zu können.

Fotos: www.unsplash.com

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