++++Aktualisiert am 25.03.20: Aufgrund der Corona-Pandemie versenden wir zur Zeit alle beglaubigten Übersetzungen Ihrer Dokumente ausschließlich per Post – sie brauchen nicht in unser Büro zu kommen, um Ihre Dokumente abzuholen. Die Übersetzungen werden mit der Kopie Ihres Dokumentes, das Sie uns zuvor per E-mail zugeschickt haben, zusammengeheftet und sind ebenso gültig wie die Originale. Die Bezahlung für die beglaubigte Übersetzung Ihrer Dokumente können Sie sicher & save per Überweisung von zuhause aus tätigen.++++

#StayAtHome #Bleibzuhause #RestezAlaMaison #QuedateEnLaCasa #RimaneteACasa

Das Übersetzungsbüro eurolanguage liefert tagtäglich Übersetzungen in allen Sprachen aus, die der Internationalisierung dienen, grenzüberschreitende Geschäftsbeziehungen anbahnen oder vertiefen, die Globalisierung vorantreiben und vieles mehr. Wir kreieren mit größter Sorgfalt und Hingabe Texte, deren Intention es ist, Produkte und Dienstleistungen auf den von unseren Kunden angepeilten Zielmärkten optimal zu positionieren. Stets haben wir das große Ganze im Blick, jonglieren mit professionellen Fachbegriffen und beweisen routiniert in vielen Bereichen des Wirtschaftslebens und des Marketings unsere Sprach- und Fachkenntnis ebenso wie unsere interkulturelle Kompetenz.

Die Abwicklung unserer Aufträge erfolgt in der Regel per E-Mail, ab und an gibt es ein klärendes Telefonat, in den meisten Fällen jedoch lernen wir unsere geschätzten Auftraggeber nicht persönlich kennen.

Anders verhält es sich bei beglaubigten Übersetzungen für Privatkunden.

Privatkunden bei eurolanguage Fachübersetzungen

Besondere menschliche Augenblicke mit emotionaler Dimension

Die Anfragen an unsere Übersetzungsagentur für beglaubigte Übersetzungen sind naturgemäß sehr unterschiedlich: ein Maturazeugnis, ein Führerschein, ein Leumundszeugnis, eine Geburtsurkunde, ein Strafregisterauszug, ein Taufschein, ein Scheidungsvergleich… die Liste der Dokumente, die zur Vorlage bei Behörden beglaubigt übersetzt werden müssen, ist lang und immer von Zweck und Anlass abhängig.

Wir sehen die junge Maturantin, die für einen 1-jährigen Sprachaufenthalt nach Südamerika gehen möchte – und sie braucht noch die beglaubigte Übersetzung ihres Maturazeugnisses und ihrer Personaldokumente für die Einreise nach Ecuador.

Wir sehen das verliebte Brautpaar aus den USA, das eine romantische Hochzeit in Wien geplant hat: es fehlen für die hiesigen Behörden aber noch die beglaubigten Übersetzungen ihrer ‚personal documents‘ und für den feierlichen Akt auf dem Standesamt auch noch ein beeideter Dolmetscher/in für die Trauung. (Ein Dolmetscher/in muss bei der Zeremonie anwesend sein, so ist es Vorschrift.) Beim reibungslosen Ablauf einer standesamtlichen Hochzeit und der perfekten Dolmetschung durch unsere Sprachmittler wurden übrigens auch schon einige schöne Freundschaften geschlossen!

Sie hatten Ihren Hochzeitstermin auf dem Standesamt schon seit langem festgesetzt? Und jetzt? Auch in der Coronakrise kann geheiratet werden. Es gelten folgende Beschränkungen: Grundsätzlich dürfen zur Zeit neben dem Standesbeamten/in NUR die Brautleute an der Eheschließung teilnehmen: Trauzeugen, Familienangehörige und Freunde dürfen nicht mehr dabei sein. Ist für die Hochzeit ein Dolmetscher nötig, so ist das weiterhin, selbstverständlich mit dem erforderlichen Sicherheitsabstand, möglich. 

Wir sehen den Zahntechniker aus Italien, der sich in Wien verliebt hat und jetzt dauerhaft hier bleiben möchte und eine adäquate Anstellung sucht. Er benötigt die dringende, offizielle Übersetzung seiner bisherigen Arbeitszeugnisse, um möglichst schnell eine passende Stelle zu finden.

Wir sehen die Kanadierin, die bei der UNO in Wien ihre große Berufschance wahrnehmen möchte und deshalb all ihre Zeugnisse und Arbeitsbescheinigungen übersetzen lassen muss. Auch hier ist Eile geboten.

Wir sehen aber auch sehr traurige Anlässe: Polizeiberichte von Diebstählen, Testamente, Krankenakten, Sterbeurkunden und nicht zuletzt Scheidungsdokumente, Sorgerechts- und Unterhaltsstreitigkeiten.

Der persönliche Kontakt – zur Zeit von Corona leider nicht möglich!

In der Regel bringen unsere Privatkunden ihre Dokumente persönlich im Übersetzungsbüro eurolanguage vorbei. Und dabei erzählen sie ihre kleine oder große Geschichte. Ob es traurige, erwartungsvolle oder freudige Anlässe sind, die Privatkunden zu uns führen – die Leben und Schicksale, denen wir auf diese Weise begegnen, berühren uns.

Die emotionale Dimension, die aus dem Auftrag eines Privatkunden entsteht, aus der Begegnung mit seiner Geschichte, erinnert uns wieder einmal daran – fern der virtuellen Welt – nämlich von Angesicht zu Angesicht, dass Sprachmittler/innen eine ganz entscheidende und wunderbare Rolle im Miteinander ausüben.

Die Arbeiten eines Übersetzers/in lassen sich eben nicht nur in Mehrwert und Umsatz messen, sondern sie sind auch menschlich ungemein wichtig und wertvoll.

Und wir freuen uns darüber, immer wieder unseren Beitrag leisten zu können, auch in dieser für uns alle so schwierigen Zeit. Und irgendwann dann sieht es wieder so aus:

Fotos: www.unsplash.com

Merci, Danke, Gracias, Thank you.

 

Was hatte ich mir nur dabei gedacht?

Nach einem erfolgreich abgeschlossenen Sprachstudium war ich nicht nur aller elterlichen Sorge trotzend und mit der Zuversicht, die allein der Jugend eigen ist, ziemlich ohne Plan B nach Wien gezogen, sondern hielt nun, an jenem kalten verregneten 6. März 1995, nach einer langen Warterei im Vorzimmer des Magistrats, meinen Gewerbeschein in Händen. 700 Schilling in Stempelmarken, das entsprach ca. 100,- DM, hatte er gekostet. Sicher, es war ein gewagtes, vielleicht sogar nicht ganz überlegtes Unterfangen, aber wenn ich heute zurückblicke, sehe ich in dieser Anekdote in erster Linie das, was eurolanguage Fachübersetzungen bis heute auszeichnen sollte und was ich in den jungen Gründern und ihren Start-ups erkenne: bedingungslose Leidenschaft und Enthusiasmus.

Ein wenig Zufall und viel Leichtigkeit

Zugegeben – alles war damals anders.

In der Dienstleistungsbranche herrschte Aufbruchstimmung. Vielmehr noch: Dienstleistung war „das ganz große Ding“ dieser Jahre, regelrecht ein Modewort, und auch wenn es heute sicher lächerlich klingt, Dienstleister zu sein war gewissermaßen „cool“ und hatte eine beinah glamouröse Aura. Es zeigte, dass man die Zeichen der Zeit erkannt hatte, dass man sich bewusst für die neue Richtung entschied, die sich in der Wirtschaft als zukunftsträchtig und gewinnbringend abzeichnete. Service sollte nicht mehr eine leere Worthülse sein, der Kunde sollte endlich wirklich König werden; ihm zu dienen und alles, aber auch alles für ihn tun zu wollen, sich Tag und Nacht für ihn einzusetzen, schien Ehre und Gebot zugleich. Teil an dem Hype zu haben, machte einen so wahnsinnig stolz. Die junge Romanistin, die in der Wiener Linzerstraße ihren ersten Firmensitz haben sollte, dachte da nicht anders. Wie Sie vermutlich gerade, muss auch ich in diesem Augenblick darüber schmunzeln.

Hindernisse gab es kaum, Vorschriften nur wenige. Von DSGVO, Impressumspflicht, UWG, UrhG, Abmahnungen und Co. war nicht die Rede. Diese Aussicht, durch das eigene Geschäft auch das eigene Leben frei gestalten zu können, war allgegenwärtig und fühlte sich leicht und gut an.

Der Bedarf an Übersetzungen war zudem enorm. Die EWG war im Grunde kürzlich erst zur EG geworden, und aus den neuen Bestimmungen, Regelwerken und Verpflichtungen, die sich aus dieser Umgestaltung ergaben, erwuchs für die Übersetzungsbranche ein weit geöffneter Horizont unendlicher Möglichkeiten.

Eine Prise Glück

Die ersten Aufträge ließen nicht lange auf sich warten: Ein guter Studienfreund hatte meine neu gegründete Übersetzungsagentur empfohlen (es hieß noch nicht „Networking“ oder „Empfehlungsmarketing“ …), und so gewann ich schnell erste, erfreulicherweise sehr gute Kunden. Mit einigen von ihnen arbeite ich tatsächlich heute noch zusammen, was mich an diesem Jubiläumstag mit großer Dankbarkeit und ein wenig Rührung erfüllt.

Rasant ging es weiter

Mein Startkapital bestand aus einem bescheidenen Sparbuch, das eigentlich für den Erwerb eines gebrauchten Kleinwagens gedacht war. Aber mit einem Auto kann man nicht übersetzen und auch keine Aufträge verwalten, und nur das hatte ich im Sinn. Ich investierte also kurzerhand den gesamten Betrag in einen „Zauberkasten“, einen gebrauchten Computer mit einem aus heutiger Sicht lächerlich winzigen Speicher.

Nun blickte mir das kleine viereckige Apple-Gesichtchen lächelnd von einem kleinen Bildschirmchen entgegen, und ich konnte tatsächlich anders als mit der Schreibmaschine ganze Zeilen und Textabschnitte korrigieren, komplett löschen, neu formatieren und mehrfach ausdrucken … Der Kleine machte mich so stolz und euphorisch, wie der ursprünglich geplante VW-Käfer es niemals vermocht hätte.

Bald kam das Internet. Wurden unsere Übersetzungsarbeiten bislang per Schneckenpost oder Fax ausgeliefert, so änderte sich auf einmal alles: Es begann die zeitnahe, direkte Kommunikation mit den Kunden. Die Taktung wechselte von SLOW auf ULTRASPEED. Dienstleistung war nunmehr weniger Inhalt als zeitliche Dimension: Die Aufträge wurden nicht mehr „bis Ende dieser Woche, Anfang nächster Woche“ erwartet, sondern „heute um 14:30 Uhr“, auf die Minute genau.

Auf in Richtung Zukunft

Internationalisierung, Globalisierung, Kommunikation ohne Grenzen – dazu haben Übersetzer/innen im zurückliegenden Vierteljahrhundert einen wesentlichen und großartigen Beitrag geleistet.

Und heute?

Die Branche befindet sich (wieder einmal) im Wandel: CAT-Tools haben uns die Arbeit erleichtert, Künstliche Intelligenz und neuronale Übersetzungssoftware werden als das nächste „ganz große Ding“ gehandelt. Solange aber maschinelle Übersetzungen Komik, Ironie und Humor nicht treffend wiedergeben, juristische Texte nicht rechtssicher in eine andere Sprache übertragen können, idiomatische Ausdrücke gar nicht erst verstehen und interkulturelle Kompetenz für sie ein buntes Fragezeichen bleibt, wird es das Übersetzungsbüro eurolanguage geben.

Einige ganz persönliche Zeilen

Zur Schau getragene Emotionalität ist meine Sache nicht. An einem solchen Tag aber, an dem sich doch Nostalgie und private Erinnerungen mit geschäftlicher Bilanz ein wenig vermischen, bitte ich um Nachsicht, wenn ich eine Ausnahme mache.

Ihnen allen gebührt für diesen langen Weg mein Dank: Ihnen, meinen Kunden, natürlich, aber auch den vielen Übersetzern/innen aus und in allen Ecken der Welt. Ohne Ihre Kompetenz, Ihre Zuverlässigkeit und Ihre Loyalität gäbe es eurolanguage nicht. Ich verlange von Ihnen allen sehr viel, und manches Mal mag ich überkritisch sein, aber ich hoffe, Ihnen allen dennoch eine gute Auftraggeberin und Kollegin zu sein.

Nein, ich hatte mir wirklich nicht viel dabei gedacht an jenem 6. März 1995 und mich einfach kopflos in ein Abenteuer gestürzt. Dass es allerdings so spannend und erfüllend werden würde, hätte ich mir niemals träumen lassen. Und ich würde nichts ändern wollen. In diesem Sinne:

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office@eurolanguage.net und geben Sie den Code —> euro25language an.

10 Kriterien für mehr Transparenz in der Wahl Ihres Übersetzungspartners

Klar, wir loben uns selbst: auf der Website, auf Facebook, auf Twitter, im Blog, im persönlichen Gespräch mit Interessenten. Immer wieder bezeichnen wir uns selbst als „gute Übersetzungsagentur“. Doch was bedeutet das überhaupt? Verbirgt sich dahinter mehr als eine floskelhafte Behauptung aus reinen Gründen des Marketings?

Wann eine Übersetzungsagentur eine gute Übersetzungsagentur ist, und woran Sie als Auftraggeber den Unterschied erkennen können, erklären wir in diesem Artikel.

1. Eine gute Übersetzungsagentur hört zu

Nicht nur Texte und Themenbereiche unterscheiden sich: Jeder Übersetzungskunde ist anders, d.h. er hat andere Bedürfnisse.
Die Bearbeitung Ihres Projekts darf sich nicht darauf beschränken, Ihren Ausgangstext stumm entgegenzunehmen und an einen Übersetzer weiterzuleiten. Denn nur Sie kennen die Situation, aus der heraus Sie Ihren Auftrag erteilen. Jede Information und jeder Wunsch, die Sie einbringen möchten, sind wichtig. Ob Sie beschließen, eine lange Arbeitsanweisung zu schreiben, in der für Sie wichtige Angaben wie Zielgruppe, Verwendung, Kontext, besondere Empfindlichkeiten des Lesers, beabsichtigte Textwirkung oder zu berücksichtigende Formate minutiös aufgezählt werden, oder nur in aller Kürze am Telefon zusammenfassen, was unbedingt in die Umsetzung einfließen muss, spielt keine Rolle: In jedem Fall darf nichts von diesen Informationen verloren gehen, und sie müssen einbezogen werden.

An diesem Punkt übrigens unterscheiden sich virtuelle und menschengeführte Übersetzungsbüros erheblich. Auch wenn Künstliche Intelligenz eines Tages möglicherweise weitere Fähigkeiten entwickeln wird, sind digitale Agenturen ohne die Möglichkeit eines persönlichen Kontakts kaum etwas anderes als ein toter Briefkasten oder eine zeitgenössische Version eines Rohrpostsystems, und wirklicher Dialog ist hier nicht möglich.

Dass Ihnen zugehört wird, zeigt nicht nur, dass Ihr Anliegen ernstgenommen wird, sondern sichert auch die individuelle, maßgeschneiderte Bearbeitung Ihres Übersetzungsauftrags.

2. Eine gute Übersetzungsagentur interessiert sich wirklich für Ihren Erfolg

Ein Übersetzungsauftrag kann auf vielfältige Weise bearbeitet werden.

Für eine gute Übersetzungsagentur geht es nicht darum, Textzeilen in der Fremdsprache nach dem „Dienst nach Vorschrift“-Prinzip gegen einen Geldbetrag zu tauschen. Vielmehr ist das Ziel eines jeden Projekts, dass der Kunde sich nicht nur oberflächlich betrachtet gut bedient fühlt, sondern messbar und spürbar von der Übersetzungsarbeit profitiert, einen eindeutigen Mehrwert für sein Geschäft registriert.

Konkret bedeutet das, dass ein Übersetzungsprojekt mehr als die Übertragung des Textes selbst impliziert. Eine gute Übersetzungsagentur macht Sie gegebenenfalls aktiv auf Probleme aufmerksam, die sich aufgrund von kulturellen Unterschieden ergeben könnten, unterstützt Sie bei der Umsetzung von Claims, Wortspielen und Corporate Identity, berät Sie und ist lebender Teil Ihrer internationalen Strategie.

3. Eine gute Übersetzungsagentur lebt Dienstleistung

Arbeit erfordert heute in allen Branchen die größte Flexibilität, und Sie können es sich nicht leisten, dem Tempo nicht zu folgen. Ein gute Übersetzungsagentur weiß das und ist immer erreichbar, wenn Sie sie brauchen. Aufträge am Wochenende oder Express-Übersetzungen über Nacht müssen selbstverständlicher Teil des Angebots sein. Ganz unmerklich das Unmögliche möglich zu machen gehört dazu. Als Partner Ihres Berufsalltags sieht eine gute Übersetzungsagentur auch eine ihrer essentiellen Aufgaben darin, Sie durch eine ganzheitliche Leistung zu entlasten, damit Sie sich auf den Kern Ihres Geschäfts konzentrieren und Ihre Internationalisierungsaufgaben vertrauensvoll delegieren können.

4. Eine gute Übersetzungsagentur ist mit Leidenschaft, Energie und Einsatz dabei

Qualität entsteht nicht von allein. Ständige Fortbildung ist nicht nur ein Schlagwort unserer Zeit, sie ist Bedingung und Ausdruck eines wahrhaftig professionellen Verhaltens.

Eine gute Übersetzungsagentur begnügt sich nicht damit, auf Ihre Aufträge zu warten und sie nach dem immer gleichen Ablauf zu bearbeiten. Die Ausrüstung in Soft- und Hardware muss zwingend dem neuesten Stand der Technik entsprechen, damit Sie als Kunde von allen Entwicklungen nahtlos profitieren können und Ihre Internationalisierung mit der Schnelllebigkeit unserer Welt Schritt halten kann.

Auch die Kartei einer Übersetzungsagentur muss permanent um die besten Übersetzer erweitert werden, denn es entstehen immer neue Themenbereiche, die Fachkompetenzen auf höchstem Niveau erfordern. Klimaschutz ist nur eines von zahlreichen Beispielen dieser neueren Wirtschaftsfaktoren, die noch vor einigen Jahren keine zentrale Rolle gespielt haben, doch zunehmend an quantitativer Relevanz gewinnen. Eine Agentur, die nicht in der Lage ist, schnell auf solche Entwicklungen zu reagieren, kann Ihnen nicht die Unterstützung zukommen lassen, die Sie in Ihrer ganz speziellen Branche benötigen. Sich täglich fortzubilden, diese Informationen unmittelbar und aktiv aufzugreifen, um hinter den Kulissen die besten Voraussetzungen für Ihren nächsten Auftrag zu schaffen, ist nur möglich, wenn die Agentur mit Herz und Überzeugung den Beruf lebt.

5. Eine gute Übersetzungsagentur versteht etwas von Sprachen

Was wie ein Gemeinplatz klingt, ist alles andere als selbstverständlich. Viele Agenturen werden von Personen geleitet, deren Ausbildung fremdsprachenfern ist: Sie haben einen betriebswirtschaftlichen oder juristischen Hintergrund und können nicht wirklich nachvollziehen, was das Besondere am Umgang mit Sprachen, Kulturen und Geschäftspraktiken auf internationaler Ebene ausmacht. Bei den größeren Agenturen auf dem Markt sind auch die sogenannten Projektmanager oft eher kaufmännisch ausgebildet als textkulturell kundig oder gar interessiert.

Eine gute Übersetzungsagentur wird von Menschen geführt, die wissen, was Internationalisierung bedeutet und welche Stolpersteine sich für ihre Kunden daraus ergeben können. Nur so können sie Sie effektiv beraten und den für Ihr Projekt geeigneten Übersetzer auswählen.

6. Eine gute Übersetzungsagentur schont Ihr Budget

Jedes Unternehmen möchte „verkaufen“. Doch einem Kunden nutzlose Produkte ohne Rücksicht und Verstand aufzudrängen, ist wenig seriös.

Eine gute Übersetzungsagentur wird niemals versuchen, Sie zu Aufträgen zu überreden, die Sie im Grunde gar nicht brauchen. Sie wird Sie im Gegenteil immer sehr konkret beraten und Ihnen helfen, herauszufinden, welche Texte Sie dringend benötigen, und welche später übersetzt werden können, bzw. ob ein Text komplett übersetzt werden muss oder eine andere, finanziell schonendere Lösung gefunden werden kann, wie viele Sprachen Ihre Website braucht… Eine gute Übersetzungsagentur wird Ihnen aufzeigen, wie Sie Ihr Übersetzungsbudget richtig planen, und worauf Sie beim Kostenvoranschlag für Ihren Übersetzungsauftrag achten sollten.

7. Eine gute Übersetzungsagentur hat für jeden Auftrag den passenden Übersetzer

Die Kartei einer guten Übersetzungsagentur ist fundiert zusammengestellt, vielseitig, differenziert und immer aktuell gehalten. Zu wissen, wer für ein Übersetzungsprojekt am besten geeignet ist, wer welche Skills umsetzen kann, erfordert die Berücksichtigung vieler Faktoren und ist nicht immer eine einfache Aufgabe. Langjährige Erfahrung, Menschenkenntnis und eine eigene sprachliche Ausbildung sind dabei von zentraler Bedeutung. Die Qualitäten, die Übersetzer mitbringen müssen, sind vielfältig, und doch ist auch zu entscheiden, wann Teamarbeit notwendig sein könnte oder demografische Kriterien eine Rolle spielen müssen: Dass ein Übersetzer kurz vor dem Rentenalter sich aktiv und gern mit den neuesten Phänomenen der Jugendsprache beschäftigt, ist zwar nicht unmöglich, jedoch nicht sehr wahrscheinlich.

8. Eine gute Übersetzungsagentur zahlt ihren Übersetzern faire Preise

Neben der Fähigkeit, die Qualifikation, die Kompetenz und das Können eines Übersetzers richtig einzuordnen, muss eine gute Agentur auch dafür sorgen, dass die besten der Branche den Wunsch haben, dauerhaft für sie zu arbeiten. Angemessene Honorare und pünktliche Bezahlung sind wichtig, um talentierte und engagierte Mitarbeiter zu binden, die sich ganz und gar, d. h. gern, leidenschaftlich und flexibel in den Dienst Ihrer Projekte stellen, die – wir haben es in unserem vorherigen Artikel erwähnt – bereit sind, die sogenannte Extrameile zu gehen und sich Ihrem Erfolg verpflichtet fühlen.

9. Eine gute Übersetzungsagentur arbeitet konsequent und systematisch

Eine einheitlich gute Übersetzungsqualität ist die Summe vieler kleiner Mosaiksteine. Zwei von ihnen allerdings nehmen eine besondere Bedeutung ein.

Dazu gehört, dass Ihre Projekte immer von derselben Person verwaltet und bearbeitet werden. Dies verkürzt nicht nur zeitlich die auftragsbedingte Kommunikation, sondern erhöht auch die Qualität der Zusammenarbeit insgesamt. Ihr persönlicher Ansprechpartner muss jeden Tag für Sie erreichbar sein. Ständig wechselnde Projektmanager, die bestenfalls halbtags, auf Minijob-Basis oder schlimmstenfalls nur bis zum Ende ihres Praktikums für Sie da sind, sind nicht zielführend. Sie sollten zudem darauf achten, dass nicht während eines Projekts mehrere oder wechselnde Freelancer mit der Betreuung Ihrer Übersetzung betraut werden. So kann nur ein Kommunikationschaos entstehen, das qualitativ und terminlich Ihr Geschäft gefährdet.

Eine zentrale und effiziente inhaltliche Projektverwaltung, die über die bloße Auftragsannahme hinaus geht, ist ebenfalls unerlässlich.

10. Eine gute Übersetzungsagentur führt ein informatives Blog

Möglicherweise betrachten Sie diesen Punkt als nebensächlich. Es gehört, nun ja, einfach zum heutigen Marketing dazu, ein Blog zu führen. Ob dies für den Kunden relevant ist, steht vielleicht an zweiter Stelle.

Wenn Sie eine gute Übersetzungsagentur aussuchen möchten, ist dies aber nicht ganz so zweitrangig, wie Sie es glauben.
Achten Sie bei der Beauftragung einer Übersetzungsagentur nicht nur darauf, ob ein Blog betrieben wird, sondern auch wie. Das Blog sollte regelmäßig gepflegt werden und einen erkennbaren Mehrwert bieten, d.h. für die Verwaltung Ihrer Übersetzungsprojekte sinnvolle, aktuelle sowie langfristig hilfreiche Informationen bereitstellen. Dies zeugt von Dialogbereitschaft, Engagement und Interesse jenseits der Minimalanforderungen des Geschäfts und von dem Willen, den Kunden aktiv und in allen zur Verfügung stehenden Formen zu unterstützen.

Wir hoffen, Ihnen mit diesem Überblick ein handliches und praktisches Werkzeug für die Wahl Ihres künftigen Übersetzungspartners gegeben zu haben. Vielleicht erkennen Sie in diesem stichpunktartigen Porträt bereits die Agentur Ihres Vertrauens. Vielleicht fühlen Sie sich nun in Ihrer Überlegung bestärkt, sich neu zu orientieren. Wenn wir Ihnen heute den Weg ein wenig ebnen konnten, freuen wir uns sehr.

Foto: @canva

Sprache im Allgemeinen und speziell die Interaktion von Sprechern verschiedener Sprachen war von Beginn an ein Gebiet, auf das die, damals schlicht als „Informatik“ bezeichnete Wissenschaft, ein ganz besonderes Augenmerk legte. Die unglaublich verlockende Vorstellung, eine Maschine könnte irgendwann einmal das menschliche Denken perfekt imitieren und sich autonom verständigen, faszinierte die Denker vom ersten Tag an. Sie war Utopie und Ansporn zugleich. Und ja, heute ist der Traum in vielen Bereichen Wirklichkeit geworden, der Begriff „Künstliche Intelligenz“ ist das Zauberwort der Neuzeit. Was bedeutet er für das internationale Business? Schwer zu überblicken? Mit diesem kleinen Abriss möchten wir unseren Kunden helfen, Tatsachen von Vermutungen und Gerüchten –Pardon: Fake News natürlich! – zu unterscheiden.

Künstliche Intelligenz und Übersetzung – von gestern bis heute

Sprachen als Spiel- und Übungsplatz der 60er und 70er Jahre

Als in Japan das erste sprechende „Elektronengehirn“, das brav grüßen und auf ein paar Grundfragen scheinbar selbständig antworten konnte, enthüllt wurde, keimte in der Presse bereits die Überlegung auf, ob in absehbarer Zeit Roboter als Dolmetscher fungieren könnten, und die Antwort der Ingenieure war ein klares optimistisches „Ja“. Gerade Übersetzer vermochten dies nicht zu glauben, zu komplex seien Sprachstrukturen und -nuancen, zu wichtig die interkulturelle Kompetenz, als dass eine Maschine sie beherrschen könne. Auch das Versprechen, mit immer größeren Computern immer mehr Daten und somit Wortschatz und Grammatik implementieren zu können, wusste die Skepsis nicht ganz zu vertreiben. Zumindest herrschte in unserer Branche darüber Konsens, dass es, wenn überhaupt jemals, nicht ganz so bald sein könne.

Von den netten Spielzeugen der 80er Jahre zu den Übersetzungshilfen der 90er

Angesichts der freundlichen kleinen weißen zweibeinigen Blechfreunde mit den lustigen blauen Augen, die auf Industriemessen mit hölzernen Sätzen und erheblicher Sprechverzögerung eher durch ihre Niedlichkeit punkteten, schien das Thema jedoch nicht im engen Sinne vorrangig.
Mitte der 90er Jahre allerdings kamen erste Programme auf, die für die Übersetzer zunächst eine große Arbeitserleichterung darstellen sollten. „CAT-Tools“ in Form von Translation Memory-Software schienen das Gebot der Stunde.

Wie das Übersetzungswerkzeug im neuen Jahrtausend zum double-edged tool wurde

Ein zweischneidiges Schwert spaltete von nun an nach und nach die Übersetzergemeinde – demographisch und kaufmännisch. Während die Mehrheit der Übersetzer darüber erfreut war, sich nicht mehr nur auf das eigene Gedächtnis verlassen zu müssen und dadurch Zeit zu gewinnen, die sie bisher für die Suche in ihrem Archiv nach bestimmten Textabschnitten, internen Firmenfachterminologien oder Formulierungen aufgewendet hatten, blickten einige mit Zurückhaltung und Misstrauen auf die neuen Arbeitshelfer. Tatsächlich sind die Pflege der Datenbanken oder die Vorbereitung von Dateiformaten auf den zweiten Blick nicht viel weniger zeitraubend als die bisherigen Prozesse; bereits übertragene Sätze können je nach Kontext nicht blind übernommen werden, wie die Werbung es versprach, sondern müssen ohnehin per Hand angepasst und redigiert werden; die benötigten materiellen und finanziellen Ressourcen sind erheblich. Erfahrene Übersetzer vor allem monierten, dass dadurch die Qualität von Übersetzungen zu sinken drohe, wenn nicht eine sehr beachtliche Mehrarbeit investiert würde, für die kein geldwerter Ausgleich angeboten würde.

Licht und Schatten: CAT-Tools im Dienste der Internationalisierung und Globalisierung

Wie immer im Leben haben Medaillen und Werkzeuge immer zwei Seiten.

CAT-Tools sind ein Segen für den Übersetzungskunden im B2B

Für Geschäftskunden sind CAT-Tools ein Segen: Sie bekommen ihre Übersetzungen schneller; sie können sicher sein, dass ihre Fachterminologie in allen Texten beachtet und systematisch verwendet wurde; sie sparen Geld, denn zu einem früheren Zeitpunkt bereits bearbeitete Textteile werden rechnungsmindernd berücksichtigt; sie können ihre Übersetzungsbudgets besser steuern, da die Berechnung oft nach der Wortzahl des Ausgangstextes erfolgt und Kostenvoranschläge in vielen Fällen überflüssig macht. Es ist Dienstleistung in Vollendung.

Es ist nicht alles Gold …

Vereinfacht ausgedrückt: Die Vorstellung auf der Bühne der Übersetzung wirkt müheloser und ist sehr viel kundenorientierter, effizienter und perfekter geworden. Dies ist nicht zu bestreiten, und Künstliche Intelligenz hat daran einen großen Anteil.
Wie im Theater oder im Ballett auch steckt hinter dieser Leichtigkeit allerdings eine große Menge sehr harter Arbeit … die hinter den Kulissen geschieht, nicht gesehen, und somit auch nicht (mehr) entlohnt wird. Es ist kein Geheimnis, dass sich die Übersetzungshonorare im deutschen Sprachraum in den letzten zehn Jahren halbiert haben. Die Übersetzer müssen also, um ihre Existenz zu sichern, mehr Kunden finden und Aufträge annehmen, während ihre Leistung immer kleiner geredet wird.
Diese brancheninterne Situation bedeutet im Umkehrschluss aber auch, dass der Kunde mehr denn je wirklich sicher sein muss, dass er es mit einem zuverlässigen, kompromisslos seriösen Übersetzungspartner zu tun hat, der bereit ist, trotz nicht mehr uneingeschränkt blühender Arbeitslandschaft höchste Qualität zu liefern und nicht die Meinung vertritt, er müsse nur das tun, wofür er tatsächlich bezahlt würde, sondern von sich aus willens ist, zusammen mit dem Kunden die sogenannte Extrameile zu gehen, der sich dem Erfolg des Kunden verpflichtet fühlt.

In unserem nächsten Blogartikel im Februar werden wir Ihnen daher genau erklären, woran Sie eine gute Übersetzungsagentur und ein seriöses Geschäftsgebaren in der Übersetzungsbranche erkennen können.

Bei allen Vor- und Nachteilen: Natürlich tragen CAT-Tools auf sehr wirksame Weise zur Internationalisierung und zur Globalisierung bei, denn sie unterstützen einen in Corporate Language und Corporate Wording einheitlichen internationalen Auftritt. Damit sind sie allerdings nicht mehr allein.

Internationalisierung auf Knopfdruck – ein Traum der 2010er Jahre?

Automatische Übersetzung und neuronale automatische Übersetzung sind die neuen Stichwörter der letzten Jahre und lassen das Thema CAT-Tools beinahe obsolet erscheinen: Ist es möglich, ganz ohne Übersetzer auszukommen? Auf allgemein (sogar mitunter kostenfrei) verfügbare Software zurückzugreifen und Texte ganz ohne den Menschen zu übersetzen? Kann KI Sprachstrukturen mittlerweile so gut erkennen und in eine andere Sprache übertragen, dass MI entbehrlich ist?
Eine Antwort auf diese Frage kann nur seriös sein, wenn sie absolut objektiv ist – und wir haben sie an anderer Stelle in diesem Blog gegeben.

Grenzen der KI im internationalen Geschäft: Suchmaschinen verweigern die Globalisierung

Alle Kontinente sind einen Tastenklick entfernt

Das Internet als Netzwerk verbindet uns mit der ganzen Welt. Die Grenzen unserer Mikrokosmen und Universen scheinen verschwunden. Europa feiert nicht nur Thanksgiving und Halloween, sondern auch Black Friday und Cyberweek. Unsere Geschäftspartner müssen sich nicht mehr zu uns bemühen, Videokonferenzen ermöglichen die simultane Unterzeichnung von Verträgen über Tausende von Kilometern hinweg. Ob dies eher kritisch oder als beispielloser Fortschritt zu betrachten ist, spielt keine Rolle: Es ist die Realität, in der wir leben.
Doch wie international ist diese Realität wirklich? Wie nah sind unsere Geschäftspartner wirklich?

Ernüchternde Erkenntnis: KI versteht die Globalisierung nicht

Im internationalen Geschäft – und dies betrifft gleichermaßen das B2B und das B2C – zeigt sich, dass wir nicht annähernd so weit gekommen sind, wie wir es glauben möchten. Einige Fakten machen deutlich, dass KI Internationalisierung und Globalisierung weniger fördert als behindert.

Regionale Werkzeuge täuschen die große weite Welt vor

Suchmaschinen etwa sind entgegen der geläufigen Meinung keineswegs global ausgerichtet. Die in Europa bekannteste von ihnen ist in Asien oder Russland kein Wirtschaftsfaktor, was die Automatisierung von SEO-Arbeit zunichtemachen kann.

Des Weiteren zeigen die sogenannten „Filterblasen“, wie regelrecht provinziell Künstliche Intelligenz sein kann: Grundsätzlich werden bei der organischen Suche nur Ergebnisse aus der eigenen geografischen Zone angezeigt, auch wenn die Frage in einer Fremdsprache formuliert und in Anführungsstriche gesetzt wird. Um dies zu umgehen, müssen sowohl die Zielsprache als auch das Zielland unter „Einstellungen“ speziell angekreuzt werden.
Bei diesem Schritt wiederum sind die Optionen begrenzt. Es ist nicht möglich, nach Zulieferern in allen französischsprachigen Ländern oder im gesamten hispanischen Bereich zu suchen oder mehrere Länder gleichzeitig auszuwählen. Diese Parameter müssen außerdem nach einem Sitzungsabbruch (also Schließen der Suchmaschine) neu eingegeben werden. Suchmaschinen gehen davon aus, dass der Nutzer etwas in seiner Nähe finden möchte. Die Welt da draußen bleibt für sie offenbar fern und fremd.

Social Media – liken und versinken

Gleiches ist beispielsweise auf Twitter zu beobachten. Wurde zwei oder drei Konten etwa von englischen Kulturinstitutionen gefolgt, schlägt Twitter in der Spalte „Wem folgen?“ konsequent ausschließlich Nutzer aus Großbritannien vor. Auf die Idee, dass das Interesse vielleicht dem Thema in aller Welt und nicht dem geographischen Bereich gilt, kommt das System keine Sekunde – Internationalisierung und Globalisierung … Fehlanzeige.

Andere Denkmuster sind nicht vorgesehen, und hier enthüllt KI genau die Unflexibilität und den Gespürmangel, die sie zum heutigen Stand der Technik je nach Textkategorie und Anspruch noch immer zum Übersetzer dritter, vierter und fünfter Klasse degradiert.

Künstliche Intelligenz spielt in der Globalisierung dahingehend eine Rolle, dass sie den Business-Akteuren mitunter eine schnellere, effizientere und stimmigere Umsetzung der Internationalisierungsstrategie eröffnen kann. Sie bleibt allerdings ein Werkzeug, das die Menschenhand noch braucht, und ist noch sehr weit davon entfernt, uns die Welt objektiv und kulturell angemessen zu Füßen zu legen oder Internationalität selbst und autonom zu gestalten.
Ob Chancen oder Grenzen überwiegen, könnte Gegenstand langer Diskussionen sein.

Gerne laden wir Sie dazu ein, uns Ihre Meinung zu diesem Artikel und zu den zwei Seiten der KI im internationalen Geschäft zukommen zu lassen, die wir gern unter Einhaltung eines strengen und nach Ihren Vorstellungen steuerbaren Datenschutzes in diesem Blog veröffentlichen, wenn Sie es wünschen.

Foto: @canva

 

Das Jahr 2018 bereits hatte bei eurolanguage viele Veränderungen mit sich gebracht, und unsere Strategie für 2019 war nicht minder anspruchsvoll. Die gute Nachricht: Wir haben unsere Ziele erreicht.

Unser Blog wird zum Maßstab

Mit Genugtuung und Stolz konnten wir feststellen, dass keine andere Übersetzungsagentur vergleichbarer Größe so systematisch und konsequent publiziert, wie wir es tun. In diesem Jahr wurde unser Blog immer mehr zu einem nutzvollen Informationsportal, das Ihnen neben unseren eigentlichen Übersetzungsleistungen das internationale Geschäft noch ein wenig mehr erleichtern soll. Unsere Artikel kommen gut bei Ihnen an, wie wir aus vielen Stimmen wissen – und das ist für uns sicher das Schönste überhaupt. Wir verstehen uns als Partner Ihrer internationalen Kommunikation, und Ihre Worte haben uns gezeigt, dass Sie uns eben als solche wahrnehmen. Es freut uns, und wir nehmen dies voller Dankbarkeit zur Kenntnis.

Eine aufregende Reise über zwölf Monate

Im Januar haben wir die Ferien-Messe in Wien besucht und hatten die Möglichkeit, vor Ort, inmitten des Alltags unserer Kunden der Touristikbranche, zu spüren und zu sehen, wie unsere Übersetzungen zum Leben erweckt werden, wie sie aus unseren Händen in die Welt hinausgleiten, wie sie eine ganze Industrie bereichern und prägen – ein erhebendes Gefühl!

Wir haben spannende und erfolgreiche Gespräche geführt und konnten manchem potenziellem Partner aufzeigen, welchen Beitrag wir zu seiner Arbeit leisten können.

Vielleicht ist es eben so, wenn die Arbeit Spaß macht: Der Gedanke an den Urlaub schien uns wie ein roter Faden wahrhaftig durch das ganze Jahr zu begleiten.

Im Juli etwa startete unsere große Sommer-Challenge, die uns virtuell durch viele Länder führte. Das war unsere Art, unseren Bloglesern ein wenig von der guten Laune und Leichtigkeit wieder- und zurückzugeben, die wir aus der Zusammenarbeit mit Kunden und Übersetzern ziehen.

Unterwegs waren wir auch im Herbst – in Wien allerdings, wo wir die Business Maniacs, Österreichs größtes Gründer-Event (veranstaltet von der WKO), besucht haben. Es waren anregende Stunden mit vielen Begegnungen mit Gründern verschiedenster Ausrichtungen, deren Visionen, Idealismus und Motivation regelrecht ansteckend waren. Wir konnten Kontakte knüpfen und dürfen hoffen, bald vielen Start-ups bei ihren ersten Schritten auf dem internationalen Parkett helfen zu können.

Die Reise ging auch online in den Social Media zügig voran – auf Twitter vor allem, wo wir unsere Präsenz ausgebaut und verfeinert haben. Zur Zeit kehren wir also gern nach Hause zurück … unser Adventskalender auf Twitter und Facebook ist vollgepackt mit kleinen Geschenken und lustigen Weihnachtsanekdoten aller Art.

Der künftige Kurs: die ganze Welt … von morgen

Zeichnete einer unserer ersten Blogartikel im Jahre 2017 neue Wege des Übersetzens nach, so haben wir, gemeinsam mit unseren Kunden und unseren Übersetzern, seither eine bemerkenswerte Strecke zurückgelegt, haben uns in diesem Jahr intensiv mit den Bedürfnissen auseinandergesetzt, die Digitalisierung und Wirtschaft 4.0 für die Internationalisierung und die Welt der Übersetzung von morgen bedeuten. Als Dienstleistungspartner sind wir gut aufgestellt, um die neuen Entwicklungen zu begleiten.

Unsere Reiseroute für 2020 steht bereits fest. Unser Blogkalender sieht insbesondere viele Ratgeberartikel vor: Wir werden Ihnen die Zusammenhänge zwischen Künstlicher Intelligenz und Internationalisierung erklären, Ihnen verraten, was der Begriff „gute Übersetzungsagentur“ überhaupt bedeutet, warum falsch und schlecht in der Übersetzungsarbeit nicht immer gleichbedeutend sind, wie Sie bei Ihren Übersetzungsaufträgen Zeit und Geld sparen können, Probleme von Übersetzungen in der Presse aufdecken, und vieles mehr.

Der Höhepunkt unseres Jahres 2020 wird aber auf jeden Fall unser Silberjubiläum sein:

25 Jahre eurolanguage …

25 Jahre Übersetzungsbüro eurolanguage

Das muss natürlich gefeiert werden! Um unseren treuen, langjährigen Kunden zu danken, werden wir das ganze Jahr über besondere „Extrameilen“ als Gratisleistung zu Ihren Aufträgen dazugeben. Auch Neukunden können von vielen Jubiläumsrabatten profitieren. Mehr wird vorerst nicht verraten.

Doch bevor wir uns in eine spannende und agile Zukunft stürzen, möchten wir allen, die hier lesen, eine schöne Adventzeit und leuchtende und stimmungsvolle Feiertage wünschen – ganz gleich, welcher Sprachkultur, welcher Religion, welcher kleinen oder großen Ecke der Welt Sie angehören. Unseren Übersetzern danken wir für die immer begeisternde Zusammenarbeit in diesem Jahr, unseren Kunden für ihr Vertrauen und für die unvergleichlichen Möglichkeiten, Teil ihres internationales Erfolgs zu sein.

Ihnen allen eine schöne Zeit und ein glückliches, erfolgreiches Jahr 2020

wünscht Martina Schmid

Klischees über den Beruf des Übersetzers* gibt es viele: Sie sitzen im stillen Kämmerlein hinter einem Berg von Nachschlagewerken, sie haben wenig Kontakt mit der Außenwelt und sie konzentrieren sich in ihrem Elfenbeinturm ausschließlich auf ihre eigenen Wortgefüge und Formulierungen. Dass sie heute nicht mehr stimmen, ist nicht nur auf das durch den Computer ermöglichte papierlose Arbeiten zurückzuführen. Die Einsamkeit des Gelehrten ist aus unzähligen Gründen ein überholtes Konstrukt.

Heutzutage sind Übersetzer immer auch Teamplayer.

Wie die Übersetzungsagentur den Dialog mit dem Kunden moderiert

Übersetzungsaufträge bestehen aus vielen Elementen: sprachliche, stilistische, aber auch kaufmännische. Auch wenn der Übersetzer nicht in persönlichem Kontakt mit dem Kunden steht, entwickelt sich dennoch zu allen Aspekten des Projekts ein ausführlicher Austausch, der von der Projektleitung des Übersetzungsbüros organisiert, geführt und festgehalten wird. Fragen und Anmerkungen von beiden Seiten werden hier gebündelt, so ausformuliert, dass sie zum schnellstmöglichen Ergebnis und zur bestmöglichen Verständigung führen.

Dies entlastet den Kunden, für den die Übersetzungsagentur sozusagen „mitdenkt“, eventuelle Probleme im Vorfeld abklären kann und darauf vertrauen kann, dass hinter den Kulissen genau die Übersetzung entsteht, die seinen Erwartungen uneingeschränkt gerecht wird. Dadurch werden auch die Übersetzer entlastet: Sie können sich ganz ohne Zeitverlust auf ihre eigentliche Aufgabe – das Übersetzen – konzentrieren.

Doch auch jenseits dieser perfekt eingespielten „Dreierbeziehung“ nimmt die Teamarbeit weitere Formen an.

Teamarbeit dank CAT-Tools

In den letzten Jahren haben viele Hilfsmittel dazu beigetragen, dass die Übersetzungsarbeit im Sinne und zum Wohle des Kunden deutlich effizienter und konsistenter wurde. CAT-Tools zum Beispiel ermöglichen nicht nur die systematische Einhaltung von Firmenterminologie und Corporate Language, sondern auch wesentlich kurzfristigere Termine, denn der Übersetzer nicht mehr mühsam altes Material nach Textvergleichen durchsuchen.

Dies hat auch zur Folge, dass der Auftraggeber und seine Projekte an Unabhängigkeit gewinnen: Ist ein Übersetzer im Urlaub oder krank, kann ein Kollege ohne Einarbeitungszeit seine Aufgaben übernehmen. So ist jeder Übersetzer, der Texte für einen bestimmten Kunden bearbeitet, Teil eines Teams, das durch Software und die Übersetzungsagentur zusammengeführt und geleitet wird.

Wenn es schnell gehen muss: Arbeitsteilung im Team

Teambesprechung bei eurolanguage Fachübersetzungen

Trotz der Fortschritte in Kategorien von Wirtschaftlichkeit und Flexibilität, die CAT-Tools in die Welt des Übersetzens gebracht haben, bleiben einige Projekte eine zeitliche Herausforderung. Wenn ein Text von etlichen Seiten innerhalb von ein paar Stunden oder über Nacht bearbeitet werden soll, sind die Grenzen des Realistischen auch bei bester Ausstattung erreicht – erst recht, wenn das Thema komplex oder ungewöhnlich speziell ist und auch ein erfahrener Übersetzer eingehend recherchieren muss.
In diesem Fall muss der Ausgangstext manchmal unter mehreren Übersetzern aufgeteilt werden.
Dank der Moderation durch die Übersetzungsagentur und der von den vielen heutigen Softwares eröffneten Möglichkeiten ist dies durchaus möglich und qualitativ absolut unbedenklich. Die verschiedenen Teile werden zusammengeführt, die Einheitlichkeit von Stil und Duktus geprüft, gegebenenfalls überarbeitet und fristgerecht geliefert.

Auch für die Dauer des Auftrags müssen die Übersetzer über den Projektmanager des Übersetzungsbüros permanent miteinander in Kontakt stehen: etwa wenn Begriffe aus Gründen der Konsistenz eine Abstimmung erfordern, oder wenn ein Teil der Übersetzung für einen anderen am Projekt beteiligten Kollegen besondere Relevanz haben könnte.

Ein Übersetzungsauftrag, aber viele Themen?

Neben dem quantitativen und zeitlichen Aspekt kann auch ein anderer Umstand Teamarbeit erfordern.
Nicht jeder Übersetzungsauftrag bildet eine thematische und stilistische Einheit. Bei einer Website-Übersetzung zum  Beispiel geht es in erster Linie um Marketing. Der Text muss ansprechend und fließend, einwandfrei und idiomatisch für die vorgestellten Produkte oder Leistungen werben. In diesem Fall sind Übersetzer gefragt, die mit sprachlichem Image, Branding und interkulturellen Marktlandschaften vertraut sind. Allerdings ist dies eine etwas unvollständige Sicht der Dinge. Mitunter kann das Thema so spezifisch sein, dass ein weiterer Fachübersetzer miteinbezogen werden muss. Die Übersetzungsarbeit erfolgt redaktionell im Team: Hier verschmilzt technisches Fachwissen mit den Leseerwartungen der Zielgruppe und der Vermittlungsabsicht des Kunden.

Zudem besteht auch eine einfache Website heutzutage nicht nur aus Marketingtexten: AGB, DSGVO-gerechte Datenschutzerklärung, Impressum sind Seiten, für die eine auch im Zielland rechtssichere Übersetzung unerlässlich ist.

Ebenso verlangt eine Imagebroschüre nach einem bestimmten Schreibstil, aber wenn es sich um Investment oder Medizin handelt, ist es für einen Marketingübersetzer bei aller gebotenen Vielseitigkeit unter Umständen nicht ohne Weiteres möglich, sich die notwendige fachspezifische Wissenstiefe anzueignen. Eine enge Zusammenarbeit mit einem Kollegen ist dann nicht nur wünschenswert, sondern unumgänglich und für den Kunden eine zusätzliche Qualitätsgarantie.

Ob aus quantitativer, inhaltlicher oder organisatorischer Sicht also: Übersetzungsarbeit ist kein einsames Werk im Elfenbeinturm, sondern immer in irgendeiner Form Teamwork. Die Übersetzungsagentur ist hierbei zugleich Moderatorin, Projektleiterin und Vermittlerin zwischen den Übersetzern einerseits, interpretierendes Scharnier zwischen Kunden und Übersetzern andererseits, und als Ansprechpartnerin aller Beteiligten das lebendige Bindeglied, das – wie könnte es passender sein? – an der Schnittstelle zwischen interner Kommunikation und externer Verständigung ein Übersetzungsprojekt zu einem stimmigen und schlüssigen, einwandfreien Ganzen formt und qualitativ überwacht.

*Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wurde in diesem Artikel die männliche Form gewählt, sie bezieht sich selbstverständlich auf alle Geschlechter.

Foto: @unsplash / Annie Spratt und @canva