Branding ist – gerade bei Übersetzung – im kommunikationsorientierten Geschäft ein entscheidender Wettbewerbsfaktor.

Solopreneure oder Künstler müssen sich dieser Entwicklung ebenso stellen wie mittelgroße Unternehmen und Konzerne. Eine eindeutige Positionierung mit einer klar wiedererkennbaren Unternehmenspersönlichkeit, die in Corporate Identity und Corporate Language ihren Ausdruck findet, verleiht Produkten und Marken ein Gesicht, das weit über die traditionellen Formen von Reputation hinausgeht.

Ist dieses einzigartige Image im eigenen Land aufgebaut, stellt sich die Frage nach seiner Übertragung auf internationaler Ebene. Das Branding ist ein Mosaik aus zahlreichen Detailpunkten, die sich zu einem stimmigen Bild fügen müssen. Dementsprechend ist seine Übersetzung eine komplexe Aufgabe, die allen Teilchen Rechnung tragen muss.

Die Unternehmenssprache – die Corporate language – setzt sich nicht nur aus dem internen Gebrauch von Fachterminologie und Funktionsbezeichnungen zusammen.

Wortwahl, Ansprache von Kunden und Partnern, Tonfall der Kommunikation in all ihren Aspekten – von Werbung und Marketing über Social Media im B2C bis hin zu Gewohnheiten in der geschäftlichen Korrespondenz im B2B – prägen die Art und Weise, wie das Unternehmen objektiv und emotional rezipiert wird. Diese unzähligen, oft fast unmerklichen Elemente richtig zu bewerten und umzusetzen, ist Teil einer hochwertigen und filigranen Übersetzungsarbeit.

Die Übertragung der Idee der Marke, ihrer Persönlichkeit und der Facetten ihrer Ausdrucksweise in ein anderes Land kann ein Wagnis werden. Hier sind speziell ausgebildete Muttersprachler gefragt, die nicht nur die Texte in eine andere Sprache „kopieren“, sondern dem Konzept geeignete Worte verleihen. Für die Anpassung an die Zielgruppe – ob es sich dabei um Endkunden oder andere Unternehmen handelt – sind mehr als sprachliche oder landeskundliche Kenntnisse erforderlich. Der Sprachmittler muss wissen, wie er in dem Sprachumfeld des Ziellandes die bei der Ausarbeitung des Corporate Branding beabsichtigte Wirkung erzielt … aber auch ob dies im Sinne des Erfolgs in dieser Form möglich oder überhaupt wünschenswert ist.

Besteht der Leitspruch eines Unternehmens etwa in einem Wortspiel, wird er sich in den wenigsten Fällen unmittelbar übersetzen lassen. Stilistische Flexibilität und Kreativität, aber auch ein gutes werbliches Gespür in der eigenen Muttersprache sind dabei unerlässlich.
Negative Assoziationen, die Unternehmensnamen oder Produktbezeichnungen in Verruf bringen oder der Lächerlichkeit preisgeben könnten, müssen ebenfalls berücksichtigt werden. Während in einigen Ländern Werbung und Kommunikation vielleicht einen grundsätzlich jugendlichen und locker-unkomplizierten Touch haben, muss unter Umständen für eine andere Weltregion auf einen konservativeren Stil zurückgegriffen werden. Der Linguist ist in dieser Hinsicht auch Berater und Brückenbauer.

Außerdem muss die Übertragung einer Unternehmenskultur besonders im B2C die aktuellen Entwicklungen zeitnah miteinbeziehen. Ansprüche an Content- und Social Media-Marketing ändern sich schnell, und dies bedeutet, dass der Übersetzer sich täglich aktiv und intensiv mit den Trends sowohl des Ursprungs- als auch des Ziellands auseinandersetzen muss.

Die Übersetzung eines Brandings kann nicht auf die einfache Übertragung von Text in eine Fremdsprache reduziert werden.

Vielmehr ist der Übersetzer in diesem Kontext die feinfühlige, präzise und hochspezialisierte Schnittstelle zwischen Unternehmen, Sprache und Markt und deshalb von unschätzbarem Wert.

Auf die richtigen Worte kommt es an.

Foto: Martina Schmid

…und was sie mit der Welt des Sports verbindet.

Website-Übersetzungen gelten in der Vorstellung vieler Kunden oft als eine besonders einfache Aufgabe: Ganz gleich, ob sie sich an den B2B oder den B2C wenden, seien die Informationen, die sie vermitteln – so die vorherrschende Meinung – eher allgemein gehalten und dadurch keine große Herausforderung. Der Schein trügt. Diese besondere Disziplin verlangt vom Übersetzer ganz im Gegenteil eine Vielzahl von unterschiedlichsten Skills.

Website ist nicht Website

Bereits der Begriff „Website-Übersetzung“ ist streng betrachtet irreführend, denn er impliziert, dass diese Arbeit einem bestimmten, gleichbleibenden Schema folgt. Selbst wenn die meisten Internet-Auftritte, nicht zuletzt aufgrund der starren Bestimmungen der geltenden Gesetzgebung, in der Tat heute eine vergleichbare Struktur aufweisen, geht es nicht nur darum, standardisierte Menüpunkte und ein wenig Inhalt „dazwischen“ zu übersetzen. Domäne, Tonalität und Zielsetzung eines Stahlwerks, eines Spielzeugherstellers, eines Mode-Versands oder eines Pharma-Unternehmens haben kaum etwas gemein.

Was „Fachübersetzer“ bei Website-Übersetzungen bedeuten muss

Einen „Fachübersetzer“ für das jeweilige Thema zu beauftragen, kann zunächst als sinnvoll erscheinen, ist allerdings zu kurz gedacht, denn sehr spezielle terminologische Kenntnisse sind zwar unerlässlich, für die besondere Aufgabe der Übersetzung einer Website aber völlig ungenügend.

Soll sie ihr Ziel erreichen und erfolgreich Kunden überzeugen und gewinnen, muss der sachliche und insbesondere in den technischen Berufen mitunter trockene Duktus um die notwendigen Feinheiten einer gekonnten Stilistik erweitert werden. Fachrichtigkeit und eine angemessene, gezielt modulierte und werbende Ansprache müssen untrennbar verbunden sein.

Der Übersetzer als Mehrkämpfer

Für den Übersetzer gilt es also in der Lage zu sein, sehr präzise und sichere Fachkenntnisse mit einem in der sich rasant verändernden Welt des Marketings stets aktuellen und profunden Wissen um die neuesten Trends, sehr differenzierten stilistischen und textpsychologischen Fähigkeiten und seiner muttersprachlichen kulturellen Kenntnis des Ziellands in Einklang zu bringen.

Dies wäre schon an sich eine anspruchsvolle Ausgangslage – und doch genügen auch diese Skills nicht: Die einwandfreie Übersetzung von Impressum, Datenschutzerklärungen, AGB und anderen Pflichtangaben gehört ebenso zur Übersetzung einer Website. Hierfür muss der Sprachmittler sehr umfassende und detaillierte stilistische und fachliche Kenntnisse im kaufmännischen und juristischen Bereich mitbringen, die die handelsgeschäftlichen und rechtlichen Deutungen und Implikationen im Ausgangs- und Zielland einschließen.

In dieser Hinsicht ist der Website-Übersetzer mit einem Mehrkämpfer zu vergleichen. Er muss in Marketing, Recht, Handel, Stilistik und der jeweiligen Branche des Kunden Fähigkeiten und Kenntnisse auf Hochleistungsniveau beweisen, in allen gleichermaßen perfekte Ergebnisse liefern und schließlich in jeder dieser Teildisziplinen ein vollwertiger Spezialist sein.

Der Übersetzer als Teamplayer

Selbstverständlich ist eine Arbeit auf so außergewöhnlichem Niveau – wie im Sport auch – nicht ohne ein entsprechendes Umfeld zu erreichen. Die Übersetzungsagentur ist hier der Stab, der zum einen entlastend den Dialog mit dem Kunden führt und auf diese Weise eine effiziente und reibungslose Zusammenarbeit ermöglicht, zum anderen ein Netzwerk pflegt, das zur Vielfalt des Know-hows beitragen kann, wenn dies nötig ist, und letztlich dem Übersetzer dadurch die Freiheit gibt, sich voll und ganz auf seine Leistung zu konzentrieren.
Zu diesem wichtigsten Ansprechpartner gesellen sich die eigenen Quellen, Recherchenmöglichkeiten und Kontakte, die jeder gute Übersetzer unterhält, um jederzeit mit perfekten Texten im Dienste des Kunden sein zu können.

Außerdem muss der Übersetzer in der Lage sein, neben eigenen Entscheidungen die Notwendigkeit einer Beratung des Kunden in rechtlich oder landeskundlich kritischen Fällen einzuschätzen und durchzusetzen – er muss also wissen, wann er den Ball abgeben sollte.

Website-Übersetzungen sind ein ganz falscher und harmlos klingender Sammelbegriff für eine sehr komplexe, komplette und differenzierte Hochleistungsdisziplin, die durchaus olympische Qualitäten erfordert, wenn der Kunde im Wettbewerb selbst auf dem Podest stehen soll.

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Warum die Übersetzungsbranche vielen Theorien längst voraus ist.

Gemeinplätze werden nicht dadurch unwahr, dass sie wohlbekannt sind. Die Bedeutung von Übersetzungen für den Fortschritt in vergangenen Zeiten gehört sicherlich zu jenen eher langweiligen Selbstverständlichkeiten, die vielleicht als gegebenes Grundwissen nicht unbedingt wiederholt werden müssten. Und doch sind sie ein Indikator für die Bedeutung, die die Entwicklung der Übersetzungsbranche für unsere wirtschaftliche und geschäftliche Zukunft im Hinblick auf Globalisierung und Industrie 4.0 hat. Tatsächlich arbeiten Übersetzer schon heute daran, die Welt von morgen zu erfinden.

Übersetzungen als Motor des Fortschritts

Die Handelsbeziehungen des antiken Ägyptens mit seinen Partnerländern erforderten einen schnellen und eindeutigen Austausch und trugen nicht zuletzt dazu bei, ein transparentes sprachliches, rechtliches und buchhalterisches System einzuführen, das unserer Auffassung eines geschäftlichen und kaufmännischen Regelwerks und einer erfolgreichen und gewinnbringenden internationalen Kommunikation erstaunlich nahekommt. Die Fortschritte der Archäologie und der Geschichtsschreibung dank der Entschlüsselung des Rosetta-Steins sind legendär und haben weit mehr als nur die geisteswissenschaftliche Forschung beflügelt. Die Entstehung der Seidenstraße ist für die berufliche und wirtschaftliche Netzwerkbildung des 21. Jahrhunderts noch immer ein relevantes und faszinierendes Vorbild.

Übersetzung und Buchdruck

Der gegenseitige Antrieb, den Übersetzung und Buchdruck aufeinander ausübten, hat unsere Informationsgesellschaft, wie wir sie heute kennen, begründet. In den beiden vergangenen Jahrhunderten ermöglichten Übersetzungen die rasche und effiziente Verbreitung der unzähligen neuen Erkenntnisse, durch die Chemie, Physik, Medizin, Industrie jeden Tag ein wenig mehr und in einem rasanten Tempo die Welt veränderten. Es ist also durchaus nichts Falsches daran, ein Klischee zu wiederholen: Ohne Übersetzungen sähe unser Leben im Jahre 2017 nicht so aus, wie wir es kennen.

Übersetzung als Motor einer florierenden Wirtschaft

Aber auch in den letzten 30 bis 50 Jahren trug die Übersetzungsbranche maßgeblich dazu bei, die Rahmenbedingungen für einen allgemeinen Aufschwung zu schaffen. Diplomatische und politische Verträge sicherten einen Frieden, in dem sich die Wirtschaftskraft frei entfalten konnte. Patente wurden dank Übersetzungen international zugänglich gemacht, internationale Normen, die die Qualität und Sicherheit der Produkte sichern, die wir täglich nutzen, wären ohne Übersetzungen wirkungslos.

Eine unvergleichlich rege internationale Kommunikation schließlich ermöglichte die Erschließung vielfältiger Märkte und entfachte nicht zuletzt den Wettbewerb – Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft … und somit den Umsatz. Das, was wir als Globalisierung bezeichnen, unsere heutige Wirtschaft, wurde also von Übersetzern erschaffen.

Übersetzungsprozesse als Vorbild für die künftige Arbeitswelt

Neben diesen konkreten Fakten werden zur Zeit viele Vorgehensweisen und Überlegungen, die unter dem Begriff Wirtschaft 4.0 zusammengefasst werden, bereits seit Jahren von Übersetzern erprobt, mitentwickelt und praktiziert.

Die Digitalisierung von Arbeitsvorgängen, die in Industrie und Unternehmensverwaltung als große Neuerung angepriesen wird, gehört in der Übersetzungsbranche durch die stetige Entwicklung von CAT-Tools seit fast 20 Jahren zum Alltag. Die digitale Speicherung und Archivierung, der Vergleich, die selbsttätige Analyse und Nutzung von großen Datenmengen sind hier längst gängige und funktionierende Prozesse, von denen Cloud Working und Big Data lernen können. Auch systematisches, ökonomisches und effizientes Arbeiten, wie die Kanban- und Lean-Methoden es empfehlen, sind hier seit vielen Jahren gelebte Praxis.

Genauso, wie die Branche seinerzeit als erste das Outsourcing, das Home Office, das digitale Nomadentum und die Zielgruppe erfand, musste sie nicht erst dazu ermahnt werden, dass der Mitarbeiter von morgen ohne stetige und ständige Fort- und Weiterbildung nicht mehr auskommen wird und lebenslanges Lernen notwendig wird – ein Übersetzer lernt jeden Tag bewusst und gezielt Neues hinzu, und die ganze Branche hat bereits vor geraumer Zeit hierfür entsprechende, vielfältige und wirkungsvolle Strukturen und Maßnahmen geschaffen. Agilität und Qualitätssicherung sind in einem von Dienstleistungsgedanken und sehr erheblichem Wettbewerb geprägten Beruf seit einem Jahrzehnt keine Option mehr, sondern überlebensentscheidende Wirklichkeit. Auch in diesem Bereich ist die Übersetzungsbranche den Theorien längst voraus.

Geführte Teilautomatisierung (Industrie 4.0), wertbringende Analyse von großen Datenmengen (Big Data), effizientes und wirtschaftliches Arbeiten (Lean), weltweite Verflechtung von Wirtschaft und Kultur (Globalisierung), aktive Pflege von Beziehungen mit Spezialisten und Quellen (Networking), Steuerung der Arbeit von jedem Ort aus über Internet und Smartphone, lebenslange Lernbereitschaft, schnelle Reaktions- und Anpassungsfähigkeit an die Bedürfnisse und Wünsche der Kunden (Agility), gemeinsames und ortsunabhängiges Arbeiten mit anderen an einem Projekt (Cloud Working) … all diese Begriffe und Anforderungen, von denen gesagt wird, dass sie als Wirtschaft 4.0 die Produktionswege von morgen verändern sollen und werden, unsere Zukunft also, haben die Übersetzer längst erfunden.

Einmal mehr.

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Foto: Martina Schmid, Astronomische Uhr – Cathédrale Notre-Dame de Strasbourg

Übersetzungen unterliegen einem Wandel

Im Laufe der Jahrhunderte hat es immer wieder Wandel in der Auffassung dessen gegeben, was eine Übersetzung sein soll und welche Kriterien sie zu erfüllen hat. Man könnte und dürfte durchaus sagen, dass auch die Arbeit des Übersetzers Moden und Zyklen unterworfen ist. Dies bleibt für sein Selbstbild, seine Prinzipien und die Nutzbarkeit der Übersetzung nicht ohne Folgen.

Bis in die 60er Jahre des 20. Jahrhunderts musste alles der Vorstellungswelt des Ziellandes angepasst werden. Es wurde davon ausgegangen, dass landestypische Begrifflichkeiten nicht verstanden werden würden, und so wurde Sandwiches munter zu Butterbroten und Croissants zu süßen Brötchen umdeklariert.

Lokalkolorit

In den folgenden Jahrzehnten wiederum wurde immer mehr Lokalkolorit zugelassen. Nicht nur in literarischen Werken, sondern auch in geschäftlichen Dokumenten wurde Wert darauf gelegt, die Tonalität und die Vorstellungswelt des Ursprungslands sorgfältig und detailreich und -getreu zu erhalten und so anschaulich wie möglich wiederzugeben. Dem Übersetzen kam eine exklärende und beratende Funktion zu.
Heute wird in erster Linie verlangt, dass eine Übersetzung so gelesen werden kann, als sei sie ein im Zielland entstandener Originaltext.

Berufsethos im Wandel

Der Hintergrund dieser Forderung ist verständlich und legitim und ist Ausdruck des Wunsches, einen flüssigen, syntaktisch, semantisch, stilistisch und grammatikalisch fehlerfreien Text zu erhalten, der einwandfrei und schnell verständlich ist – sozusagen „barrierefrei“, wie es sich für eine grenzüberschreitende Tätigkeit nun einmal gehört.
Dieser durchaus nachvollziehbare und berechtigte Anspruch ist jedoch nicht ohne Tücke, und dies berührt nicht zuletzt ebenso das Berufsethos des Übersetzers wie die Qualität der internationalen Kommunikation.
Wird dieser Grundsatz allerdings zu Ende gedacht und gelebt, stellt sich die Frage nach der Vollständigkeit der Textübertragung und ihren Konsequenzen. Der Ausgangstext wird bei dieser Vorgehensweise von allem „bereinigt“, was im Zielland als nicht „natürlich“ und selbstverständlich empfunden wird. Dies bedeutet nichts anderes, als dass er auf die Aspekte seines Inhalts reduziert wird, die länder- und kulturübergreifend sind. Was übrig bleibt, ist die reine Information: Daten und austauschbare Allgemeinplätze, ohne Zwischentöne, ohne ländertypische Kommunikationsmerkmale und folglich ohne Verständnis oder Interesse für das Gegenüber – ein Desaster im Marketing und auf geschäftlicher und diplomatischer Verhandlungsebene. Eine Übersetzung, die wie ein in der Zielsprache verfasster Text anmutet, ist Vieles, nur keine Übersetzung: Sie ist entweder eine Exzerption rein faktischer Inhalte, oder sie ist ein ganz neu geschriebener Text, bei dem das Original nur vage als Materialkiste dient.

Linguisten, Soziologen und Neurobiologen wissen längst, dass unterschiedliche Sprachen Bereiche unterschiedlicher Denkart und -struktur, unterschiedlicher Kultur und unterschiedlicher Wertvorstellungen kennzeichnen. Wird vom Übersetzer ein Text verlangt, der genau diese Besonderheiten weglässt, sagt dies nichts anderes aus, als dass die Begrifflichkeiten des Über-Setzens und des Sprachmittlers keinen Bestand mehr haben.

Globalisierung

Auch in Zeiten der Globalisierung und der Informationsgesellschaft ist unsere Kommunikation nicht grenzfrei geworden. Und so schillernd und vielfältig wie die Kulturen, die Menschen und ihre Texte sollten auch die Übersetzungen sein und bleiben, die sie uns zugänglich machen. Sie sollten die Unterschiede nicht zerstören, nicht „wegglätten“. Sie sollten vermitteln, wie faszinierend diese sind und wie wertvoll es ist, sie zu erspüren und zu verstehen. Nur so kann die berufliche, geschäftliche, kulturelle und politische Zusammenarbeit für alle Seiten frei von Frust, Hintergedanken und Missverständnissen und somit langfristig erfolgreich funktionieren.

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Die Wiedererkennbarkeit von Unternehmen macht gerade in Zeiten der Globalisierung einen Großteil ihres Marktwerts aus.

Was die großen internationalen Marken längst vorgelebt haben, ist heute auch für Kleine und Mittlere Unternehmen ein nicht nur wesentlicher, sondern sogar unumgänglicher Aspekt ihres Marketings. Wiedererkennbarkeit und Branding vermitteln den Eindruck von Beständigkeit und Seriosität, schaffen Vertrauen und Vertrautheit und binden den Kunden nicht zuletzt durch ein Gemeinschafts- und Zugehörigkeitsgefühl.
Das wichtigste Werkzeug einer systematischen und erfolgreichen Wiedererkennbarkeit ist die Corporate Identity mit ihren Bestandteilen: Corporate Communication und Corporate Language, Corporate Culture, Corporate Behaviour, Corporate Philosophy und Corporate Design. Die Werte und die visuelle Identität des Unternehmens sollen so einheitlich und international wiedergegeben werden und weltweit intern und extern dasselbe Firmenimage abbilden und transportieren.
Ganz gleich wie stimmig und schlüssig die Corporate Identity sein mag, und wie vermeintlich gut sie von vornherein auf das internationale Geschäft hin ausgelegt wurde, können sich jedoch erhebliche Schwierigkeiten ergeben, wenn Unterlagen übersetzt werden sollen.
Viele Unternehmen schreiben zum Beispiel in ihren Kommunikationsleitlinien bestimmte Formulierungen und Formate vor, die konzern- und also weltweit einzuhalten sind.
Mitunter umfassen diese Vorgaben auch Detailpunkte, wie zum Beispiel typographische Regeln für die Schreibung von Zahlen, Preisen, Uhrzeiten, Telefonnummern, Anschriften und Anreden in der Korrespondenz. Nicht immer aber entsprechen diese Vorstellungen den Gepflogenheiten im Zielland, und Anpassungen sind aus Sicht des landeskundigen Sprachmittlers unumgänglich. Besteht der Auftraggeber unter dem Vorwand der Corporate Identity dennoch unbedingt darauf, dass alles so geschrieben wird, wie die Firmenvorschriften es vorsehen, wird der Vorteil der Wiedererkennbarkeit und der Tugenden, die damit einhergehen, ins Gegenteilige verkehrt, führt zu Peinlichkeiten – in einigen Fällen sogar zum Marketing-Desaster. In der internen Kommunikation zeichnet dies das Bild eines steilhierarchischen, wenig dialog- und beratungsoffenen Konzerns mit begrenztem Interesse an den Eigenheiten der Partnerländer und einem unter Umständen eher geringen Verständnis für die Gedanken des eigenen Personals. In der externen Kommunikation erscheint die Marke als ungebildet, oder schimmer noch unwillig, sich auf die Zielgruppe sorgfältig vorzubereiten, was ein ansonsten positives Image schnell vernichten kann.

Ein weiterer Problempunkt ist die Einhaltung von Layouts in Publikationen wie Firmenzeitungen, Broschüren und Prospekten.

Soll ein deutscher oder englischer Text etwa in eine romanische Sprache übersetzt werden, kann der Wunsch, Layout-Abschnitte unverändert in allen Sprachen zu übernehmen, oft nicht erfüllt werden: Texte in diesen Sprachen werden um bis zu 20% länger als das Original. Sind nicht ausreichend Freiräume vorgesehen, um diese zusätzliche Länge auszugleichen, oder lässt der Kunde im Namen der Corporate Identity die Verwendung eines kleineren Schriftschnitts nicht zu, müssen Inhalte gekürzt werden. Informationen werden geopfert, Formulierungen gestrafft und dadurch weniger differenziert positioniert. Die Qualität des Textes leidet unvermeidlich, was auch Zweifel an der Qualität des Unternehmens im Allgemeinen aufkommen lässt.
So verständlich und legitim der Wunsch nach einem einheitlichen Auftreten in allen Ländern für ein Unternehmen auch ist – internationale Kommunikation darf niemals die landeskundlichen Aspekte vergessen. Hier sind eine gewisse Flexibilität und Dialogbereitschaft unerlässlich, wenn Corporate Identity nicht zu einem kontraproduktiven und sinnentleerten Korsett verkommen soll. Umso wertvoller ist eine entsprechende Beratung durch einen kompetenten Muttersprachler und eine erfahrene Agentur.

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Das Aufkommen verschiedener Typen von Übersetzungssoftware hat zu der Vorstellung geführt, der Übersetzer sei entweder ganz und gar entbehrlich, oder er sei nur noch ein Gehilfe, der die Arbeit des Computers lediglich für alle Fälle überwacht und ab und zu lässig eine Taste betätigt. Der Grund für diese Annahmen liegt in einer Reihe von Missverständnissen.

Tatsächlich muss zunächst zwischen zwei Arten von Übersetzungssoftware unterschieden werden.

In der maschinellen Übersetzung werden Texte in ein Textfeld eingegeben oder einkopiert und automatisch in der Fremdsprache ausgegeben. Unabhängig davon gibt es Werkzeuge, die eine halbautomatische, computerunterstützte Übersetzung ermöglichen, die sogenannten CAT-Tools.
Jeder, der schon versucht hat, in den Social Media oder in der entsprechenden Funktion der weltgrößten Suchmaschine Texte – und seien sie noch so kurz und einfach – selbsttätig übersetzen zu lassen, konnte feststellen, dass dies alles andere als der Weisheit letzter Schluss ist. Abhängig von dem gewünschten Sprachpaar fallen die Ergebnisse qualitativ recht unterschiedlich aus. Selbst in den vorteilhaftesten Kombinationen, was in den meisten Fällen bedeutet, dass eine der Sprache das Englische ist, darf der Zieltext als verbesserungsbedürftig betrachtet werden: Wörter mit mehreren Bedeutungen werden nach dem Zufallsprinzip übersetzt, syntaktische und grammatikalische Strukturen scheint ein Würfelwurf entschieden zu haben.
Die so erhaltenen Übersetzungen sind nicht selten als erheiternd zu bezeichnen – einige schaffen es als Urlaubsfoto in Form von Stilblütensammlungen und Horrorkabinetts auf Facebook oder führen zu nicht minder belustigenden Wutanfällen bei dem Versuch, eine Aufbauanleitung für ein Möbelstück oder ein elektronisches Gerät zu verstehen.
Solche Programme sind zwar bis zu einem gewissen Grad nützlich, um die groben Züge eines Textes in einer völlig unbekannten Sprache in etwa erahnen zu können, aber mehr als den Wert einer radebrechenden Unterhaltung mit Händen und Füßen erreichen sie nicht. Wer also einen wirklich verwendbaren Text braucht, sollte nicht auf solche Mittel vertrauen – und seien sie noch so schnell, zugänglich und kostenlos.

CAT-Tools wiederum haben einen anderen Ansatz.

Sie sollen den Übersetzer in seiner Arbeit unterstützen, und dies geschieht auf mehreren Ebenen.
Zum einen ermöglichen sie es, bereits übersetzte Texte in Datenbanken zu speichern, zu analysieren und mit neuen Texten zu vergleichen. Ist etwa in der Vergangenheit ein Absatz in identischer Form übersetzt worden oder befindet sich ein Satz in ähnlicher Form im Archiv, erkennt es das Programm zuverlässig und schlägt dem Übersetzer vor, die hierfür bereits angefertigte Übersetzung zu verwenden. Die Entscheidung, nach thematischem und stilistischem Kontext den Vorschlag anzunehmen, die gegebene Übersetzung anzupassen oder zu verwerfen, obliegt dem Übersetzer.
Für den Kunden ist die Verwendung von CAT-Tools und Translation Memory-Software durch den Übersetzer deshalb von Vorteil und heute sogar unentbehrlich, weil so die größtmögliche Einheitlichkeit seiner internationalen Kommunikation gewährleistet ist.
Ebenso kann der Übersetzer für jeden Kunden spezielle Glossare anlegen und muss sich nicht auf sein Gedächtnis verlassen, um über Jahre hinweg und angesichts einer großen Auftragsvielfalt eine einheitliche und perfekt abgestimmte Terminologie einzuhalten. Dies ist sowohl im technischen Bereich als auch bei Rechts- oder Online-Texten von eminenter Bedeutung.
Ist es dem Übersetzer eines Tages nicht möglich, einen Auftrag für einen Stammkunden zu übernehmen – zum Beispiel im Krankheits- oder Urlaubsfall – können die gespeicherte Terminologie und die grundsätzlichen Texte an einen Kollegen weitergeleitet werden: Auf diese Weise kann der Auftraggeber sicher sein, dass seine Übersetzungen immer seinem Standard und seiner individuellen Unternehmenssprache, dem Wording, entsprechen.
CAT-Tools sind für den Übersetzer also ein sprechendes Archiv und eine rasant schnelle Gedächtnisstütze, die einwandfreies und effizientes Arbeiten ermöglichen. Völlig unbekannte Texte selbstständig übersetzen können sie natürlich nicht. Des Weiteren funktionieren sie – wie alle Werkzeuge – nur dann einwandfrei, wenn sie regelmäßig und systematisch gepflegt werden, was mitunter sehr aufwändig und komplex sein kann.
Ob eine (sehr) rohe Übersetzung mit Hilfe eines maschinellen Diensts versucht wurde oder ein Übersetzer sich eines CAT-Tools bedient – Handarbeit ist im Kommunikationsbereich nicht zu ersetzen, und sie wird es mancher Hoffnung zum Trotz auch in absehbarer Zeit nicht sein. Computerprogramme sind sinnvolle Hilfsmittel, aber zu einem differenzierten Sprachgefühl, landeskundlichen Skills und stilistischen Entscheidungen, die die wirkliche stilistische Qualität und die zielführenden Eigenschaften eines Textes sichern, sind solche Systeme bei allem Fortschritt der Künstlichen Intelligenz angesichts der Komplexität des Objekts „Sprache“ weiterhin nicht fähig.