Es ist Valentinstag. Dieser Tag polarisiert.

Die einen verachten ihn als unerfreulichen Auswuchs hemmungsloser Kommerzialisierung und unkritischer Übernahme unnötiger amerikanischer Traditionen, die anderen sehnen ihn herbei und feiern überschwänglich ihre Zweisamkeit; weitere wiederum bezweifeln, ob sie das Richtige tun werden und ob dies überhaupt möglich ist. Schließlich wird es für einige die Gelegenheit sein, ihre Bildung wortreich zu demonstrieren und ihrer vermutlich gar nicht so aufmerksamkeitswilligen Umgebung die ganze Geschichte eines Römers namens Valentinus zu erzählen, der der Heilige Valentin werden sollte. Feiern oder nicht feiern, das ist hier die Frage. Wie auch immer: Liebe ist in der Luft, Karten und Pralinen werden gekauft, verschickt, überreicht … In Comics und Cartoons florieren nun von kandierten Früchten umrandete Sprechblasen. Doch die wichtigste Sprache dieses Tages ist diejenige der Blumen.

Sind Blumen die besseren Übersetzer?

Botschaften in Worte zu kleiden – erst recht, wenn es um Gefühle geht – fällt nicht jedem leicht. Schließlich sollen sie nicht zu kitschig sein und auf keinen Fall dürfen sie peinlich werden. Es muss genug gesagt werden, aber nicht zu viel. Gewisse Dinge sollen ausgedrückt werden, aber maßvoll und angemessen, und so, wie die geliebte Person es sich wünscht. Richtig verstanden zu werden, ist wichtig.
Übersetzern kommen diese Vorgaben bekannt vor, sind doch Inhalt, Stil und Zielgruppe ihr ganzes Dasein …
Aber heute werden sie nicht gebraucht: Blumen werden ihre Aufgabe übernehmen.
Rote Rosen werden von Leidenschaft dichten, zarte Sträußchen und helle Frühlingsblüten den schüchternen, unsicheren oder heimlichen Bewunderern die schwierige Aufgabe abnehmen, überdimensionale Gestecke werden um eine zweite Chance flehen, und unverfängliche Primelchen oder Topfhyazinthen den goldenen Mittelweg gespielter Unbeteiligtheit zwischen Freundschaft und mehr öffnen.

Warum Übersetzer auf Blumen nicht immer gut zu sprechen sind

Dass am Valentinstag Blumen die Tätigkeit des Übersetzers überflüssig zu machen drohen, sieht man in unserer Branche eher gelassen. Darüber besteht Konsens.
Nicht ganz so einstimmig fällt das Urteil, wenn es um Texte geht.
Tatsächlich kann es durchaus vorkommen, dass ein Übersetzer einen Auftrag mit der Begründung ablehnt, der Text sei ihm „zu blumig“.

Doch was bedeutet das?

Wann ist ein Text „blumig“?

Es gibt drei Arten von „blumigen“ Texten.

Dichtung kann mitunter als blumig bezeichnet werden, wenn sie sich besonders adjektiv- und assoziationsreich und damit opulent und bildhaft gibt.

Aber auch Texte, die keinerlei literarischen Anspruch haben, können als „blumig“, ja „zu blumig“ empfunden werden. Gemeint ist zumeist, dass sie, wie ein zu schweres blumiges Parfüm eben, schwülstig und überladen wirken. Hier muss zwischen objektiver Textrezeption und subjektiver Textbeurteilung unterschieden werden.

Affektiertheit und Preziosität können ein gewolltes Stilmittel und eine Stilabsicht sein. Dies ist in einigen Fach- und Textbereichen durchaus der Fall. In der geschäftlichen Korrespondenz wiederum muss der textpsychologische Faktor hinterfragt werden: Eine manierierte Ausdrucksweise kann als Einschüchterung und demonstrative, ja theatralische Überheblichkeit eingesetzt werden und muss dann auch als Teil der Botschaft in der Zielsprache sorgsam erhalten bleiben.
In der privaten Korrespondenz kann eine gezierte Sprache schlicht Ausdruck der Persönlichkeit des Autors sein und somit ein Stück Authentizität, persönliches Statement oder ein wichtiges Charaktermerkmal darstellen.

Selbstverständlich kann ein gewundener und umständlicher Stil Symptom stilistischen Unvermögens sein.

Oft jedoch sind „blumige“ Texte einfach floskelüberladene oder jargonhafte Texte, bei denen die Diskrepanz zwischen einem übermäßig komplizierten Schreibstil und einem quantitativ und qualitativ recht übersichtlichen Inhalt allzu auffällig ist. Es kann sich um Texte aus Fachbereichen handeln, die sich immer einer sehr unnötig künstlichen Sprache bedienen, um einen Stilmangel, oder um den gezielten, wenn auch wenig geschickten Versuch, einer sehr dünnen Materie etwas mehr Konsistenz zu verleihen.

Wenn aus Blumen keine Liebe wird …

Grundsätzlich sollte ein guter Übersetzer in der Lage sein, jede Art von Text in seinem Fachgebiet zu übersetzen. Auch eine blumenreiche Sprache und eine affektierte Ausdrucksweise muss er stilistisch umsetzen können, und dies ist auch unbedingt notwendig, wenn in privaten, literarischen Texten oder Korrespondenz der vermeintliche Stilmangel Absicht, Charakterzug oder Symptom ist. Diese Wandelbarkeit gehört zu den fundamentalen stilistischen Fähigkeiten, die Kunde und Agentur von ihm erwarten dürfen.
Ebenso muss eine gute Agentur für diese eher schwierigen Texte den passenden Übersetzer zu vermitteln wissen, der einer solchen Aufgabe gewachsen ist bzw. sie sogar bevorzugt übernimmt.

Wenn ein Übersetzer aber einen Auftrag mit der Begründung ablehnt, der Ausgangstext sei ihm zu blumig, meint er in der Regel etwas anderes.

Soll der Zieltext zum Beispiel im Marketing verwendet werden, ist die Übernahme von stilistischen Schwächen nicht wünschenswert. Natürlich obliegt es dem Übersetzer, den Text bis zu einem gewissen Grad zu adaptieren, aber eben da liegt das Problem: Ist der Text allzu gekünstelt oder so umständlich geschrieben, dass er nicht mehr immer eindeutig verständlich ist, wird diese Adaption nicht ohne Weiteres möglich sein. Schlimmstenfalls klingt der Text so unnatürlich, dass sich der Sinn nicht mehr flüssig erschließt und Tausende von Rückfragen nötig wären, um daraus eine übersetzbare Grundlage zu machen. Es ist dann durchaus sinnvoll, mit dem Kunden Rücksprache zu halten und über die Möglichkeit einer Komplettredaktion des Ausgangstextes zu sprechen. Dies gilt auch, wenn eine jargonbetonte Corporate Language die Übertragung der Corporate Identity in bestimmte Zielländer unmöglich macht, weil diese Sprachebene abschreckend und somit kontraproduktiv wäre.

Und doch: Jeder Mensch liebt Blumen, und wir in der Übersetzungsbranche sind keine Ausnahme. Wenn uns ein zufriedener Kunde nach einem gemeinsamen Projekt als Dank einen Blumenstrauß zukommen lässt, dann freut uns das unendlich – und wir fühlen uns regelrecht wie am Valentinstag. Aber das ist eine andere Geschichte …

Übrigens übersetzen wir auch gern Ihre Liebesbriefe, denn Liebe kennt keine (Sprach)Grenzen. Heirats- und Geburtsurkunden übersetzen wir auch ;-)

Foto: www.unsplash.com

Kunst und Kultur sind für die Übersetzungsbranche kein Themenfeld wie jedes andere.

Zum einen ist ihre Rezeption in der öffentlichen Meinung geographisch recht widersprüchlich: Während sie in Deutschland etwa eher stiefmütterlich behandelt werden, genießen sie in vielen romanischen Ländern oft ein unverhältnismäßig hohes Ansehen. Des Weiteren ist die Vielschichtigkeit ihrer Rolle als Bewahrer und Vermittler in den letzten Jahrzehnten um viele Komponenten erweitert worden, die ihnen einen neuen Platz in der allgemeinen Wirtschaft geben und nicht zuletzt polarisieren. Für Übersetzer ist die Bearbeitung von Texten aus diesem Fachgebiet immer etwas ganz Besonderes, nicht selten ein persönliches Anliegen und eine gelebte ehrenvolle Verpflichtung.

Eine kaum vorstellbare Textvielfalt

Kennzeichen des musealen und kulturellen Textes ist in erster Linie die faszinierende Vielfalt seiner Facetten. In diesem Bereich ist der Text nicht Ergänzung und Vorstellung allein. Um den Text und durch den Text organisieren die kulturellen Institutionen auf sehr individuelle und bewusste Weise alle Aspekte ihrer Beziehung zur Außenwelt. Dabei steht die Notwendigkeit im Vordergrund, Ziele und Zielgruppen differenziert, angemessen und fehlerfrei zu bedienen.
Leihgesuche, Kataloge, Broschüren, Prospekte, Datenblätter, Pressemitteilungen, wissenschaftliche Abhandlungen, pädagogisches Material, Verträge, Sponsoring-Dossiers zeugen von einem pulsierenden Innen- und Außenleben und von der Komplexität der Aufgaben in Duktus und Inhalt.

Eine breite Palette unterschiedlichster Klangfarben

Die Suche nach einer gewissen Popularisierung in der Präsentation, die sich an die breite Öffentlichkeit richten soll – ob im Internet oder auf Papier –, der naturgemäß gelehrtere Ansatz der Catalogues raisonnés oder wissenschaftlicher Publikationen, das Bemühen um pädagogische Vermittlung im Kindern und Schulen zugedachten Material, die notwendigerweise diplomatische Sprache von Leihgesuchen, die zielführende Korrespondenz mit Kollegen, Kunstsammlern und Galeristen, die dynamische Prägnanz von Pressematerial, sind nur einige der stilistischen Facetten, die mit der täglichen Textarbeit einer kulturellen Institution untrennbar verbunden sind.

Warum viele Übersetzungsagenturen die Arbeit für Kunst und Kultur scheuen

Viele Agenturen führen die Fachbereiche Kunst und Kultur gar nicht erst in ihrem Leistungsverzeichnis auf. Dies ist symptomatisch und hat mehrere Gründe.
In Kategorien von Übersetzung gilt die Vielseitigkeit, die die aufregende Arbeit solcher Institutionen kennzeichnet, vielerorts auch als unkalkulierbarer Schwierigkeitsfaktor. In der Tat verfügen viele Agenturen, die sich für gewöhnlich hauptsächlich mit technischen, wirtschaftlichen, medizinischen oder juristischen Texten beschäftigen, nicht über Mitarbeiter, die in diesem anspruchsvollen thematischen Gebiet ausreichend qualifiziert sind. Einige versuchen im Falle einer Anfrage, diese Lücke mit vermeintlichen Allgemeinübersetzern zu schließen. Diese sind allerdings oft zu unerfahren, und ihre Fachkenntnisse und fachstilistischen Fähigkeiten sind ungenügend, um dem hohen Niveau der Texte gerecht zu werden.
Sogenannte literarische Übersetzer zeigen wiederum nur ein begrenztes Interesse für diese Aufträge, die nicht nur sehr präzise terminologische Kenntnisse und eine große linguistische und stilistische Flexibilität erfordern, sondern auch umfangreiche, als zu langwierig und umständlich erachtete Recherchen implizieren.
In beiden Fällen gestaltet sich die Zusammenarbeit als unerfreulich und das Ergebnis ist unbefriedigend.

Was eine gute Übersetzung des musealen Textes bedeutet

Wenn eine gute Übersetzung niemals eine wörtliche Übersetzung sein kann, so gilt dies für Übersetzungen im Bereich Kunst und Kultur in ganz besonderem Maße. Die individuelle Arbeit, die jede hochwertige Übersetzung ausmacht, wächst hier noch um zusätzliche Dimensionen.
Grundlage sind immer eine tiefgehende Analyse von Stil, Textabsicht und Kontext, zudem eine sehr individuelle und ausführliche Untersuchung der Bedürfnisse und Erwartungen des Lesers im Zielland oder in der Zielsprache. Ein Leihgesuch etwa muss die eventuellen Empfindlichkeiten, Schwach- und Hebelpunkte des Adressaten ebenso berücksichtigen wie seinen Rang und Einfluss, seinen Hintergrund, seine persönlichen Forschungsgebiete und Vorlieben und den Stellenwert des angefragten Werkes für die angeschriebene Institution.
Die terminologische Recherche kann zuweilen sehr technische Ebenen einschließen. In der Malerei spielen chemische Untersuchungen von Farben und Pigmenten oder Bildabtastungsmethoden sowie Restaurierungs- und Konservierungstechniken eine Rolle. Die Archäologie wird immer interdisziplinärer und bedient sich Sonographie, virtueller Darstellung und naturwissenschaftlicher Methoden. Der Übersetzer muss sich ständig fortbilden und auch in Themenfeldern, die nicht von vornherein kunst- und kulturtypisch sind, ein extrem hohes Bildungsniveau vorweisen können.

Museale Kommunikation geht über Firmenkommunikation weit hinaus

Die Arbeit einer kulturellen Institution ist eine filigrane und schwer zu meisternde Gratwanderung: zwischen Politik und Philosophie, Öffentlichkeitsarbeit und Selbsttreue, geisteswissenschaftlicher Forschung und pädagogischer Bildung. Sie lebt von einer Vielzahl sehr nuancierter Entscheidungen, die das Gleichgewicht eines bestimmten Images sorgfältig steuern und schützen. Dieser tägliche und äußerst waghalsige Balanceakt zwischen wirtschaftlichen Zwängen und künstlerisch-kultureller Integrität, zwischen wissenschaftlichem Auftrag und Vermittlung darf durch die Übertragung der Texte in eine andere Sprache in keiner Weise gefährdet werden. Jeder Satz muss in kunsthandwerklicher Perfektion Inhalt und Ton wiedergeben.
Auch die typographischen Aspekte von Publikationen und ihre Wirkung in der Zielsprache müssen vom Übersetzer in diesem von ästhetischen Werten geprägten Textuniversum zuverlässig beurteilt und berücksichtigt werden.

Übersetzungen für Museen, Künstler und kulturelle Institutionen sind immer aufregend und für jede Agentur, die diese Aufträge einzuschätzen und zu schätzen weiß und die in der Lage ist, sie kompetent zu vermitteln, Ehre und Freude zugleich. Das Gefühl, Teil eines wichtigen Projekts zu sein, die große Unmittelbarkeit der Empfindungen, die jeder Mensch mit Kunst und Kultur verbindet, sind mit nichts zu vergleichen.

Das Übersetzungsbüro eurolanguage ist gern der Ansprechpartner von Kunst und Kultur.

Weil wir über erfahrene und geeignete Übersetzer verfügen, für die diese Themen nicht nur ein „Job“ sind, sondern gelebte Leidenschaft.

Foto: www.unsplash.com/claus grunstaudl/Thank you, merci, danke! – Kunsthistorisches Museum Wien

Ob kalt oder mild, trüb oder nass – der Winter ist die Zeit der Ferienträume.

Frühbucher-Rabatte locken allenthalben, Fernweh durchzieht den Alltag, und auch in Unternehmen ist mit dem Januar bereits die Zeit der Urlaubsplanung gekommen. Gewitztes Jonglieren mit Brückentagen wird zum allseits beliebten Volkssport, hoffnungsvoll werden online und offline Kataloge gewälzt. Für Reisebüros, Hotels und Tourismus-Marketing-Gesellschaften ist es an der Zeit, den potentiellen Gast mit originellen und attraktiven Angeboten zu verführen. Vielfalt muss angesichts eines immer bunteren Wettbewerbs hierbei mit Perfektion einhergehen – auch und vor allem international.

Internationale Kommunikation ist die Seele der Touristik-Branche

Tourismus-Marketing-Gesellschaften als Meister der Kommunikation

Als Schnittstelle zwischen Gemeinden, Logistikunternehmen, Personenverkehrsbetrieben, Hotellerie und Gastronomie, Reiseveranstaltern, aber auch Kulturämtern und -institutionen, Messeveranstaltern, Freizeit-, Sport- und Unterhaltungsanbietern müssen Tourismus-Marketing-Gesellschaften in der Lage sein, in den unterschiedlichsten Bereichen überzeugend und mühelos zu kommunizieren. Die Bandbreite und Heterogenität ihrer Ansprechpartner erfordert nicht zuletzt eine extreme stilistische Flexibilität und zielgruppenorientierte Anpassungsfähigkeit – und diese muss auch auf dem internationalen Parkett einwandfrei gewährleistet sein.

Hier sind außergewöhnliche Übersetzer gefragt, die diese schwierige Klaviatur stil- und zielsicher beherrschen und ein weites Spektrum an speziellen Kenntnissen mitbringen. Agilität ist in einer sich stetig und rasant verändernden Branche gerade für die Übersetzungsarbeit von unermesslicher Bedeutung. Über Neologismen des Reise- und Veranstaltungswesens muss sich der Übersetzer aktiv und konstant auf dem Laufenden halten, die Trends und Entwicklungen permanent beobachten und sprachlich umsetzen können.
Zudem muss ein Fachübersetzer für die Touristikbranche in der Lage sein, die Vielseitigkeit und Wandelbarkeit an den Tag zu legen, die auch den Alltag seiner Auftraggeber bestimmt und ausmacht, und genauso mühelos die Projektinhalte und -absichten der Marketing-Gesellschaften und die Erwartungen der jeweiligen Zielgruppen gleichermaßen bedienen können.
Weitere unerlässliche Skills sind schnelles Arbeiten, eine sehr gute allgemeine und kulturelle Bildung und Kreativität, sowie sprachdiplomatische Fähigkeiten.

Hotels, Resorts und B&B – der direkte Kontakt zum Gast entscheidet über den Erfolg im In- und Ausland

Die Kommunikation zwischen Hotel im weiteren Sinn und Gast erfolgt über zwei Ebenen: die Selbstdarstellung und den Dialog.

Das, was die Visitenkarte eines Hotels ausmacht, sind nicht nur (und immer weniger) Fotografien, denen mittlerweile mäßig Glauben geschenkt wird. Das Hotelporträt in Form von Website-Texten und Auslegeinformationen oder Apps muss das angestrebte Image und das Ambiente des Hauses aussagekräftig, getreu und feinfühlig wiedergeben. Eine mittelmäßige Übersetzung in die Zielsprachen ist angesichts des steigenden Wettbewerbs dabei keine Option. Texte, die den ausländischen Gast überzeugen sollen, müssen zwingend dieselbe Qualität haben wie die Ausgangstexte selbst.

Zudem nimmt der unmittelbare Austausch mit dem Gast erheblich an Bedeutung zu. In Zeiten des Empfehlungsmarketings kommt ihm ein besonderer und viel beobachteter Platz zu, der auch den internationalen Gästen gegenüber nicht vernachlässigt werden darf. Englisch allein genügt nicht mehr, der breite Einsatz von Fremdsprachen wird belohnt.
Dass Dokumentation und Korrespondenz nicht in der Sprache des Gastes verfügbar gemacht wurden, kann auf den ausschlaggebenden Portalen schnell einige Sterne kosten.
Auch Antworten auf Lob und Kritik oder auf Fragen in den Social Media und auf Portalen sollten in der Sprache des Gastes erfolgen. Dies ist aus der Sicht potentieller Interessenten und künftiger Besucher ein Mehrwert, der unter Umständen aus einem kleinen Unterschied einen großen machen kann.

Kleiner Planet – unendliche Textwelten

Dass unser Planet, wie der Gemeinplatz es will, immer kleiner wird, hat in der Touristikbranche zu einer Vervielfältigung der Textuniversen geführt.
Im Wettlauf um Gäste und Ideen, um Originalität und Einzigartigkeit müssen Nuancen und Nutzabsichten dieser Texte in allen Sprachen auftraggeber- und zielgruppengerecht übertragen werden. Dies betrifft Stilebenen, Inhalte und Sprachniveau, textpsychologische Wirkung und Streubreite.
Dabei spielt es keine Rolle, ob sie als Salesguide dem B2B zwischen Veranstaltern und Städten dienen sollen, der Korrespondenz mit dem Gast auf traditionellem Wege, über ein Buchungsformular oder die Social Media, oder der Information in Form von Themenheften, Audioguides oder Saisonmagazinen. Jede Textart trägt zum Kommunikationsmosaik eines lebendigen Tourismus’ bei und muss in der Zielsprache so umgesetzt werden, dass sich daraus das gleiche selbstverständliche, stimmige und marketingwirksame Bild ergibt wie im Original auch.

Eine gute Übersetzungsagentur zeichnet sich dadurch aus, dass sie für jeden Aspekt der besonderen Vielfalt an Aufgaben, Erfordernissen und Ergebniszielen dieser ungewöhnlichen und facettenreichen Branche über einen perfekt geeigneten Übersetzer verfügt, und auch im weiteren Umfeld der Übersetzungsarbeit wichtige Zusatzleistungen anbietet: Lektorat und Korrektorat gehören neben sprachkultureller Beratung unter anderem dazu.

eurolanguage ist gern der Partner der Touristikbranche – gerade, weil es sich um ein anspruchsvolles und unglaublich vielseitiges Themengebiet handelt, das die ganzen Qualitäten der nur allerbesten Übersetzer fordert. Wir bei eurolanguage teilen die Ansprüche dieser Branche an Stil- und Zielsicherheit, an Perfektion in Image und Kommunikation. Wir verstehen ihre Zwänge und helfen individuell und konkret bei der Umsetzung ihrer Ideen. Unsere Leidenschaft für die internationale Kommunikation, ihre Spannungsfelder und Herausforderungen ist das, was uns verbindet.

eurolanguage goes global & local!

eurolanguage wird die Ferien-Messe besuchen, die zwischen dem 10. und dem 13.01.2019 in Wien stattfindet. Sie möchten, dass wir Sie ansprechen und Ihren Stand besuchen? Nehmen Sie Kontakt mit uns auf! Wir freuen uns darauf, Sie zu treffen. Auch wenn Sie keinen konkreten aktuellen Übersetzungsbedarf haben und uns vorerst nur kennenlernen möchten. Gerne erzählen wir Ihnen, was wir alles für Sie tun können …

Ob beim Hausbau, beim Klempnerbesuch oder bei der Urlaubsbuchung: Ungeplante Kosten sind immer eine unliebsame Überraschung, die berechtigterweise für Unmut sorgt. Im Unternehmen können sich daraus noch wesentlich unerfreulichere Konsequenzen ergeben, die die Gewinnmarge und schlimmstenfalls die Liquidität gefährden können. Im Übersetzungsbereich insbesondere, in dem die Preisgestaltung dem Kunden nicht immer vertraut ist, sind Firmen auf zuverlässige Kostenvoranschläge und Angebote angewiesen, um ihr Budget sicher planen zu können. In diesem Artikel geben wir Ihnen eine kleine Übersicht der Punkte, die Sie selbst beachten können, um sich vor unerwarteten zusätzlichen Kosten zu schützen.

Ist die Übersetzungsagentur, für die Sie sich entschieden haben, real oder virtuell? Wurde der Kostenvoranschlag durch eine Software oder einen Menschen erstellt?

Virtuelle Übersetzungsagenturen sind verführerisch. Sie bieten nicht nur niedrige Preise und regelmäßig reizvolle Sonderangebote, sie versprechen auch Kostenvoranschläge in Sekundenschnelle: Der Kunde kann seinen Text in ein Eingabefeld kopieren oder eine Datei hochladen, muss noch auf eine Qualitätswunschstufe und ein Fachgebiet klicken, und ein Computer berechnet am anderen Ende der Datenleitung umgehend den voraussichtlichen Preis. Es klingt wunderbar, zeitgemäß und unkompliziert.
Tatsächlich wird der Text im Falle der Auftragserteilung in den meisten Fällen von einem echten Übersetzer bearbeitet. Sprache und Text sind aber ein lebendiges Material, das bei allen Fortschritten der Künstlichen Intelligenz nur Menschen wirklich zu beurteilen vermögen. Ergibt sich in der wirklichen Welt deutlich Mehrarbeit, als die Software zu vermuten in der Lage war, steigen die Kosten entsprechend, und das Angebot, das ohnehin nicht selten im Kleingedruckten als „unter Vorbehalt“ oder „Erstangebot“ gekennzeichnet wird, wird gegenstandslos.

Auch wenn Sie nicht vorhaben, die Übersetzungsagentur, die Sie beauftragen, je persönlich aufzusuchen, und die Projektkorrespondenz ausschließlich per eMail stattfindet, sollten Sie einen Blick auf Kontaktmöglichkeiten und Impressum werfen. Denn nur Menschen sind in der Lage, eine Übersetzungsdienstleistung in vollem Umfang einzuschätzen.

Kann die Übersetzungsagentur auf eine langjährige Erfahrung zurückblicken?

Neben dem „menschlichen Faktor“ spielt Berufserfahrung in der Übersetzungsbranche eine wesentliche Rolle. Eine alteingesessene Agentur, die auf eine jahrzehntelange Praxis und Abertausende von übersetzten Seiten für die unterschiedlichsten Kunden unter den verschiedensten Bedingungen zurückblicken kann, weiß einfach, welche Arbeitsschritte, eventuelle Probleme, Besonderheiten und andere Details in die Kalkulation einfließen müssen. Eine erfahrene Agentur wird auch eher in der Lage sein, die richtigen Rückfragen vorab zu stellen, die einen Einfluss auf den Preis Ihres Projekts haben könnten.

Was ist im Übersetzungspreis inbegriffen?

Übersetzungsprojekte können sich aus den unterschiedlichsten Elementen zusammensetzen. Aufwändige terminologische Recherchen, Druckfahnen-Korrektur, Dateiformat, aber auch Dringlichkeit, Vier-Augen-Korrektur, Transcreation sind die Teile eines Puzzles, auf die Sie achten sollten.
Ebenso kann der Kostenvoranschlag je nach Agentur Hinweise auf die Qualitätsstufe, die Ihnen angeboten wird, beinhalten. Einige Agenturen mit vermeintlich niedrigen Preisen erheben manchmal Zuschläge für die Übersetzung durch einen Muttersprachler, greifen bei den günstigeren Varianten auf Studenten zurück oder liefern für den Grundpreis lediglich eine Informationsübersetzung oder einen Rohtext, der gegen entsprechenden finanziellen Mehraufwand nachbearbeitet werden muss. Hier lohnt es sich also, genau darauf zu achten, ob all Ihre Wunschleistungen wirklich im angebotenen Preis inbegriffen sind.

Wie genau und aussagekräftig waren Ihre Angaben bei der Anfrage?

Natürlich kann auch bei höchster Seriosität die Antwort auf die Frage, was eine Übersetzung kosten wird, nur so genau sein, wie Ihre Angaben es waren.

Idealerweise sollten Sie den Text nicht nur grob beschreiben, sondern ihn als fertige Datei zur Begutachtung durch die Agentur zusenden. Es ist daher ratsam, auch nicht die Vorgängerversion eines Textes für die Einschätzung zu verwenden, sondern lieber zu warten, bis Sie den wirklich fertigen Text vorlegen können. Was Ihnen möglicherweise als geringfügiger Unterschied zwischen Textversionen vorkommt, ist für die Übersetzungsarbeit vielleicht relevanter, als Sie denken.

Die Genauigkeit des Kostenvoranschlags für Ihr Übersetzungsprojekt ergibt sich aus dem Zusammenspiel zwischen Ihren Angaben einerseits und der Erfahrung und Seriosität der Agentur andererseits.

Um Ihnen zu helfen, Ihr Übersetzungsprojekt und Ihre Wünsche so präzise und ausführlich wie möglich zu beschreiben – und so ein wirklich aussagekräftiges und zuverlässiges Angebot zu erhalten, geben wir Ihnen in unserer kostenlosen PDF Kostenvoranschlag für Ihren Übersetzungsauftrag. Checkliste für Ihre Anfrage eine Reihe von Denkanstößen und Fragen, die Ihnen helfen werden, bereits vom ersten Gespräch oder E-Mail-Austausch an nichts zu vergessen, was bei der Planung Ihres Übersetzungsbudgets wichtig sein könnte.

Unser Tipp: Halten Sie diese Checkliste in der Vorbereitungsphase Ihres nächsten Übersetzungsprojekts bereit.

Das Outfit ist die Visitenkarte und das Statement eines jeden Menschen. Es sagt viel über uns aus: Es zeigt unser Selbstbild und Wunschbild, aber auch was wir von uns vermitteln wollen, und ist mehr noch als Gesichtsausdruck oder Benehmen für den „ersten Eindruck“, den ersten Schritt in der Art, wie uns andere wahrnehmen, von ungeheurer Bedeutung. Wertvorstellungen, soziale Stellung, Geschmack, Beruf, Persönlichkeitsmerkmale sind an Farben, Stil und Umfang der Garderobe abzulesen. Die Mechanismen, die die Wahl des richtigen Outfits steuern, finden sich auch im Bereich der internationalen Geschäftsstrategie wieder.

Outfit und Kontext – weder underdressed noch overdressed

In Gartenkleidung in die Oper oder in Abendgarderobe auf Wandertour zu gehen, kommt für niemanden wirklich in Frage. Dies wäre weder praktisch noch passend. Unsere Kleidung sollte weitgehend die Situation widerspiegeln, in die wir uns begeben.

Die meisten Menschen beherrschen diese Konventionen intuitiv. Neben diesem gesellschaftlich gewachsenen Instinkt nehmen wir beruflich übliche Dresscodes als selbstverständlich an: Kostüm und Anzug herrschen in der Bank vor, die IT-Branche inszeniert sich gern im Casual-T-Shirt oder Hoodie, die Modebranche setzt auf das bewährte Etuikleid.

Angemessenheit ist auf jeden Fall das oberste Gebot, um bei Kollegen, Vorgesetzten, Kunden oder im sozialen Umfeld nicht negativ aufzufallen. Das passende Outfit auszusuchen bedeutet, Respekt, aber auch soziale Kompetenz zu demonstrieren.

In der internationalen Kommunikation ist das Prinzip der Angemessenheit ebenso entscheidend und setzt sich aus mehreren Faktoren zusammen

– der fachspezifischen Zielgruppe und ihren Erwartungen und Bedürfnissen

– den Gepflogenheiten und  kulturellen Hintergründen im Zielland

Ihrem eigenen Statement.

Der Übersetzer fungiert hier nicht zuletzt als Stilberater. Er weiß, in welchem Umfeld Sie sich bewegen werden und wie Sie sich zu geben haben, um Ihren Auftritt vom ersten Eindruck bis zum letzten Dialog erfolgreich zu gestalten.

Ein Outfit ist nur dann ein Outfit, wenn es ein Outfit ist

Die Grundausrichtung ist noch nicht alles. Nur komplett wirkt ein Outfit als solches. Es setzt sich aus Bausteinen zusammen, die sorgfältig ausgesucht und aufeinander abgestimmt werden und nur als Ganzes ein sinnvolles und stimmiges Gesamtbild ergeben. Hose oder Kleid, Jacke, Mantel, aber auch Schal, Aktentasche und Schuhe müssen in Stil und Farbe zueinanderpassen. Ansonsten hat man es mit einem bunt gewürfelten, unruhigen und widersprüchlichen Mix zu tun, aus dem sich weder eine konsequente Linie noch eine konkrete, verständliche Aussage herauslesen lässt. Der Eindruck wird verschwommen, minderwertig, möglicherweise auch unnatürlich, künstlich, und damit unaufrichtig.

Genauso wichtig ist es, dass Ihr internationaler Auftritt den Eindruck von Vollständigkeit und Harmonie vermittelt. Nur so entsteht das Bild eines souveränen und kundigen Unternehmens.

Nonverbale Kommunikation: was ein unvollständiges Outfit entlarvt …

Ihre Website übersetzen zu lassen, aber Broschüren und Kataloge – ob auf Papier oder im Downloadbereich – in nur einer Sprache anzubieten, ist zum Beispiel keine gute Idee. Die Versuchung ist zwar groß, hier aus ökonomischen Überlegungen heraus den weniger aufwändigen Weg zu gehen, aber genauso wie ein perfekt durchgeplantes Outfit über den Abschluss eines Geschäfts entscheidet, kann Sparsamkeit am falschen Platz über Ihren internationalen Erfolg entscheiden. Es fällt schwer, einem Unternehmen zu vertrauen, das das internationale Geschäft nur abwartend und zweifelnd in der Warteschleife hält und nur das Nötigste dafür tut. Unvollständiges Marketing- und Verkaufsmaterial signalisiert, dass Sie entweder den Schritt auf das internationale Parkett nicht wirklich ernstnehmen und sich bestenfalls eher weiterhin als regionaler Anbieter verstehen, der nur widerwillig den großen Zeh ins Ausland streckt, weil es sich heute so gehört, schlimmstenfalls dass Sie selbst nicht davon überzeugt sind, im Ausland reüssieren zu können, oder dass Sie die finanziellen Mittel nicht aufzubringen vermögen, um das Vorhaben bis zum Ende konsequent durchzuführen. In jedem Fall wirft es kein gutes Licht auf Ihr Unternehmen und lässt potentielle Kunden berechtigterweise an Ihrem Interesse an einer geschäftlichen Beziehung und an Ihrer Seriosität zweifeln –ein hoher Preis für einige Hundert Euro Übersetzungskosten, die Ihnen das Tor zum Weltmarkt eröffnen können.

Nicht zu unterschätzen ist auch eine schlüssig gehaltene Ansprache der Zielgruppe. Ähnlich wie Ihr persönlicher Kleidungsstil sollte die Aussage Ihrer internationalen Firmenkommunikation auf sprunghaftes Verhalten verzichten und eine klare, erkennbare und aussagekräftige Linie zeigen. Eine einheitliche Terminologie und ein gleichbleibender Duktus sind wichtige Faktoren in der Beurteilung Ihres Images. Auch deshalb ist die langfristige Zusammenarbeit mit derselben Agentur ein eminenter Baustein Ihres Erfolgs.

Accessoires und Beauty – gepflegt bis ins kleinste Detail

Gerade die kleinen Dinge sind für das perfekte Outfit wichtig. Krawatte, Schal, Manschettenknöpfe und Schmuck müssen als positive Verstärkung eingesetzt werden und das Gesamtbild so abrunden, dass sie als kleines „Extra“ das bieten, was in der Wirtschaft als Mehrwert bezeichnet würde.  Ein vernachlässigtes Erscheinungsbild – ungepflegte Haare oder Fingernägel, übertriebenes oder missglücktes Make-up – können die Wirkung des schönsten Outfits in Sekunden zunichtemachen.

Detailliebe ist auch für Ihren internationalen Auftritt von unermesslicher Bedeutung. Selbstverständlich müssen Ihre Texte fehlerfrei sein – hier können Sie auf unsere Lektorat- und Korrektoratdienste vertrauen.

Wichtig kann es außerdem sein, dass Layout und Corporate Identity nicht mit den Erwartungen des Ziellandes kollidieren. Stilistisch, terminologisch, sprachpsychologisch und landeskundlich einwandfreie Übersetzungen können nur dann ihre volle Außenwirkung entfalten, wenn sie angemessen präsentiert werden.

Erfolg oder Misserfolg Ihrer Kommunikation beginnen mit dem ersten Eindruck, mit den ersten Sekunden also, in denen Ihr Unternehmen wahrgenommen wird. Gerade auf dem internationalen Parkett wird Ihr Unternehmensoutfit besonders kritisch begutachtet. Es muss deshalb in der Lage sein, sofort Zweifel und Misstrauen abzubauen und angenehm zu überraschen. Es muss sowohl Ihre Werte und Inhalte in ihrer gesamten Bandbreite vermitteln, als auch ein offenes, zuverlässiges, weltmännisches und der Ziellandsituation angemessenes Benehmen demonstrieren. Nur so wird es zum Schlüssel Ihres Wachstums auf dem internationalen Markt. Für unsere Kunden sind wir gern Stilberater, Einkäufer und Stylisten zugleich.

Es ist schon seltsam: Wir Übersetzer arbeiten in einer Branche, die es im Grunde nicht mehr gibt.

Seien wir ehrlich: Der Hype der 1990er Jahre um die schillernde und alles versprechende Welt der Dienstleistung ist Geschichte. Dienstleistungen haben längst aufgehört, sexy zu sein, und werden nicht selten als schrulliges Relikt einer vergangenen Epoche eher müde belächelt. Doch ist es wirklich so? Werden Übersetzungs-Dienstleistungen einfach nicht mehr gebraucht? Sind wir nur noch ein verstaubtes Kuriosum in der disruptiven Wirtschaftswelt?

Was war denn eigentlich „Dienstleistung“?

Dienstleistung verstand sich zu jenen glanzvollen Zeiten in erster Linie als Dienst am Kunden. Es ging darum, Kundenwünsche zu erfüllen. Der Dienstleister sah sich als gute Seele, als Butler, und war zu allem bereit: Hingabe, Einsatzwille, eine gewisse Demut und gewollte oder akzeptierte Unsichtbarkeit bildeten die Eckpunkte einer Arbeitseinstellung, deren Stolz in der Zufriedenheit des Kunden kulminierte. Für uns Übersetzer galt dies in ganz besonderem Maße. Wir waren diejenigen, die Grenzen überwanden, Internationalität ermöglichten, Tore zu anderen Welten aufstießen. Die fleißigen Ameisen im Hintergrund waren wir gern, und die Ameisenhaufen in Form von Übersetzungsagenturen schossen wie die sprichwörtlichen Pilze aus dem Boden – es konnten auch gar nicht genug sein, um die überwältigende Nachfrage zu befriedigen.

Ist Übersetzung als Dienstleistung obsolet?

Solche Aufgaben erscheinen heute recht überflüssig. Die Welt ist ein Taschentuch geworden, in dem jeder mit jedem auf irgendeine Weise schon vernetzt ist oder es auf Knopfdruck werden kann, Software und Apps stehen in Hülle und Fülle zur Verfügung, und Online-Dienste bieten in Sekundenschnelle Übersetzungen an. Dem Übersetzer als (Sprach)Mittler und Brückenbauer wird oft vor Augen geführt, wie einfach auch ohne ihn alles gehen könne. Tatsächlich könnte man angesichts der viel gerühmten Fortschritte der sogenannten Künstlichen Intelligenz schnell Angst bekommen, man habe die Zeichen der Zeit nicht erkannt und würde ähnlich wie wandernde Regenschirmflicker und Messerschärfer in einem sinnlos gewordenen Beruf verharren.

Sprache ist nicht Mathematik

Die Fakten sehen anders aus. Allen Versprechungen und Prophezeiungen entgegen sind im Internet kostenlos verfügbare Übersetzungsprogramme noch sehr weit davon entfernt, wirklich verwendbare, geschweige denn hochwertige Übersetzungsergebnisse zu liefern. Sprache ist weit differenzierter und daher schwerer zu erfassen und wiederzugeben, als Naturwissenschaftler, Physiker und Programmierer es gerne hätten. Der Weg zu einer perfekten Übersetzung von Computerhand scheint zum jetzigen Zeitpunkt wenn nicht endlos, doch sehr, sehr lang und beschwerlich. Automatische Übersetzungen mögen bestenfalls zur groben Orientierung über die Inhalte eines Textes informieren können, veröffentlichungsreife Texte können sie nach wie vor nicht bieten. Jeder, der versucht hat, ein einfaches Anschreiben oder eine Gebrauchsanweisung zum besseren Verständnis auf diese Weise übersetzen zu lassen, weiß um die Unzulänglichkeiten dieser Lösung, die nicht selten zu zwerchfellentspannenden Lachanfällen führen.

Qualität ist Wachstum

Dass eine gute Übersetzung Handarbeit bleibt, ist keine Frage traditionalistischer oder ewiggestriger Denkmuster, sondern eine qualitative Notwendigkeit: In einer von Wettbewerb, Agilität, Image, permanenter Vergleichbarkeit und immer höheren Ansprüchen geprägten Wirtschaft kann sich de facto kein Unternehmen leisten, durch schlechte Texte aufzufallen. Das Unternehmensbild muss heutzutage im Ganzen stimmen und gerade eine perfekte Kommunikation ist im B2B wie im B2C ein wichtiger, vielleicht der wichtigste Baustein des Erfolgs. Texte, die sprachlich einwandfrei, der Zielgruppe angepasst und kundengewinnend sind, schaffen Vertrauen und sind der wirtschaftliche Faktor, der zwischen sicherem, zukunftsführendem Geschäft und verzweifeltem Dumpingpreiszwang entscheidet.

Übersetzung – von Mensch zu Mensch

Kommunikation und Übersetzung sind eine Sache zwischen Menschen. Und nur der Mensch weiß, wie es wirklich geht. Übersetzung impliziert auch präzise landeskundliche Kenntnisse, ein tiefes psychologisches Verständnis der Zielgruppe und ihrer Erwartungen und ein feines, ja seismographisches Gespür für die Wirkung und Rezeption eines Textes. Eine Übersetzung entsteht nicht im luftleeren Raum. Sie ist das Zusammenspiel vieler Facetten, die nur richtig zusammenkomponiert das gewünschte Ergebnis und den angestrebten Erfolg bringen.
Hierbei beschränkt sich die Aufgabe des Übersetzers und der Agentur bei weitem nicht auf die bloße Bearbeitung des Textes. Persönliche Beratung und Rücksprache sind ebenso Teil des Prozesses. Gerade für Übersetzungen, die in Marketing und Corporate Image eingesetzt werden und daher emotionale Seiten der Business-Kommunikation berühren, ist ein konsequenter und feinfühliger Dialog unerlässlich.

Übersetzung – von der Dienstleistung zur Partnerschaft

Tatsächlich sind die Entwicklungen der letzten Jahre nicht spurlos an der Übersetzungsbranche vorbeigegangen. Mit der zunehmenden Bedeutung der internationalen Kommunikation im globalisierten Wettbewerb hat sich die Übersetzung von der servilen Dienstleistungseinstellung der 1990er Jahre befreit. Der Übersetzer versteht sich nicht mehr allein als Linguist, sondern als kompetenter Experte, aufmerksamer Ansprechpartner, präsenter Berater und aktiver Mitgestalter des Unternehmenserfolgs. Die Arbeit im Dienste des Kunden bleibt und wird nirgends mehr als in der Übersetzungsbranche zu einem wertvollen wirtschaftlichen Beitrag auf höchstem Niveau. Wir sehen es als unsere Aufgabe, die Bedürfnisse des Kunden zu antizipieren und ihn zu unterstützen, seine Arbeit und sein Leben zu erleichtern. Wir möchten mehr als das Wohlwollen des Kunden, wir möchten die Ermöglicher seines Erfolgs sein. Indem sich die Übersetzungsbranche von dem Wort „Dienstleistung“ verabschiedet, zeigt sie auf eindrucksvolle und selbstbewusste Weise, wie konstruktiv und unentbehrlich Partnerschaft in der internationalen Unternehmenskommunikation geworden ist.

Aller Selbstbedienung zum Trotz: Manches bleibt, und vermeintlich alte Werte kommen nicht aus der Mode. Für den Kunden alles zu tun und das Unmögliche wahr zu machen, gehört weiterhin dazu.
An dieser Stelle sei etwas Hochmut erlaubt. Die erfreuliche Wahrheit ist: Übersetzer sind nicht nur wegen des Lokalkolorits, aus Gewohnheit oder aus Verbundenheit und Mitleid mit einem alten Handwerk noch da. Wir sind noch da und mehr denn je, weil es ohne uns schlichtweg nicht geht. Weil wir auf dem internationalen Parkett der einzige Garant für Qualität und Erfolg sind und bleiben.

Die Dienstleistung ist tot – es lebe die Dienstleistung.