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In Zeiten von Corona an Internationalisierung und Globalisierung denken? Ein Widerspruch?

Ganz bewusst habe ich als Agenturchefin von eurolanguage Fachübersetzungen in diesen schweren Zeiten der Pandemie dieses Foto als Titelbild gewählt, es wurde von mir selbst letztes Jahr im November auf dem Rückflug eines Dolmetscheinsatzes aufgenommen, als noch niemand im Entferntesten an Corona dachte. Seit Monaten sind wir nun alle in unseren Freiheiten enorm eingeschränkt und träumen mehr oder weniger von der großen weiten Welt. Auch, ganz selbstverständlich, von unserem geschäftlichen Erfolg in der großen weiten Welt. Träume sind erlaubt und davon kann uns auch das Virus nicht abhalten, „hinterm Horizont geht’s weiter…“ singt Udo Lindenberg. Bei der Arbeit im Homeoffice wird Bestehendes kritisch beleuchtet: Unter anderem vergleichen wir die eigene Website mit der der Konkurrenten, Interna werden analysiert, und schnell wandern die Gedanken in Richtung Globalität. Ergäben sich da nicht ganz neue Möglichkeiten?

Und es keimt die Hoffnung auf, die Zeit der Krise für die internationale Positionierung NACH der Krise zu nutzen. Und gleich die erste Frage: Wo setzen wir an? Natürlich an unserem Fenster nach draussen, an unserem Fenster in die weite Welt – der WEBSITE.

Diese Punkte sind bei der Website-Übersetzung entscheidend:

1. Die Funktion einer Website hat sich verändert

Wurden Unternehmens-Websites vor wenigen Jahren noch ’nur‘ als erweiterte Visitenkarte, weiteres Schaufenster zur Präsentation des Portfolios angelegt, übernehmen sie heute deutlich komplexere und vielfältigere Aufgaben. Auf einer Website soll nicht nur ein Angebot beschrieben, sondern der immer größeren Vergleichbarkeit von Produkten und Leistungen Rechnung getragen werden. Die Website ist sowohl Imageträger als auch Ideenvermittler. Und vor allem muss sie in erster Linie dazu dienen, passiv Umsatz zu generieren: das Interesse potentieller Kunden gewinnen, Probleme aufdecken und Lösungen anbieten, Bedürfnisse wecken und befriedigen. Ob im B2B oder im B2C: Websiten haben sich de facto und unabhängig von ihrer Form zu eigentlichen Umsatzgeneratoren entwickelt, denn heute ist ihre Aufgabe nicht mehr nur zu präsentieren, sondern sie sollen und müssen auch aktiv verkaufen. Und die Ansprüche der Websitebesucher werden zusehends größer, sie wollen Individualität. Die einfache Erstellung und Handhabung einer WordPress-, Jimdo- oder Wix- Website hat den Effekt, dass sich die Seiten immer weniger voneinander unterscheiden. Das Theme, im Katalog nach Branchen wie Finanzdienstleister, Foodblogger oder Gärtner übersichtlich sortiert, wird schnell gefunden und angewählt, ist in wenigen Minuten installiert und braucht nur noch mit ein paar persönlichen Angaben ausgestattet zu werden. Fotos und Bilder werden mit Drag and Drop ganz schnell aus Stockmagazinen gezogen, Textblöcke und deren Anordnung sind vorinstalliert, Schriften bieten sich automatisiert an. Selbst bei kreativen Branchen wie Werbe- und Designagenturen sind diese austauschbaren Konzepte gang und gäbe, sind sie doch wie der normative Leisten eines Schuhs. Aber – und hier kommen wir ins Spiel – bei der zunehmenden Verwendung stereotyper Frames werden die Texte und die individuelle Ansprache des Kunden immer wichtiger. Gut für uns!

2. Websites brauchen Internationalität…

Abhängig von Branche und Umsatzzielen ist der Abschied vom regionalen und nationalen Ansatz der Kundenprospektion eine Frage des Überlebens. Doch entstehen aus dieser Notwendigkeit, die nicht selten den schalen Beigeschmack der Unumgänglichkeit in sich trägt, viele Fragen, die logistisch und finanziell beantwortet werden müssen:

  • Muss für jedes Land, in dem ich mir Kunden erhoffe, eine Website in der jeweiligen Sprache erstellt werden?
  • Genügt Englisch nicht einfach für alle Zielgruppen?
  • Müssen alle Seiten und Unterseiten meiner Website übersetzt werden?

Weltkugel auf orangem Hintergrund mit orangem Fernglas

…aber wie viel Internationalität ist sinnvoll?

Die schlechte Nachricht zuerst: Eine pauschale Antwort auf diese zugegebenermaßen quälenden Sorgen gibt es nicht.
Die positive Nachricht ist, dass eine gute Übersetzungsagentur, die nicht nur aus einem maschinell Kostenvoranschläge ausrechnenden Computer besteht, Ihnen sehr gezielt helfen kann, die Bedürfnisse Ihrer Website qualitativ und quantitativ richtig einzuschätzen. Um Ihnen vorab einen ersten Überblick zu verschaffen, stellen wir hier einige der Hauptentscheidungsfaktoren vor, kreuzen Sie in unserem Pdf die entsprechenden Aspekte an und lassen Sie sich anschließend von uns beraten.

3. Internationalität im B2B und im B2C – zwischen Bedürfnis und Imagegewinn

Ein entscheidender Faktor hierbei ist wie so oft Ihre Zielgruppe. Umfragen haben ergeben, dass Verbraucher in Online-Shops zu 80 Prozent lieber in ihrer Muttersprache einkaufen, auch wenn sie des Englischen mächtig sind. Die größtmögliche Internationalität Ihrer Website zu fördern, scheint im B2C also auf jeden Fall sinnvoll. Der Kunde fühlt sich sicherer und ist eher geneigt, den Anbieter als seriös und vertrauenswürdig einzuschätzen.
Im B2B wiederum kann dies in vielen Fällen etwas flexibler gesehen werden, doch wird von größeren Unternehmen und Konzernen mitunter erwartet, dass sie ihrem weltumspannenden Image gerecht werden. Eine breite Sprachauswahl auf der Website wird bewusst und unbewusst unter anderem als Zeichen von Höflichkeit und Dialogbereitschaft rezipiert und trägt so zum Bild eines weltoffenen und souveränen Unternehmens bei. Immer wieder wird auch ins Feld geführt, dass beim Google-Ranking mehrsprachige Websites einen Vorteil haben, aber bitte erwarten Sie sich nicht sofort den kometenhaften Aufstieg.

4. Einfluss und Bedeutung Ihrer internationalen Strategie

In welche Sprachen Sie Ihre Website übersetzen lassen sollten, hängt auch von Ihrer Geschäftsstrategie ab. Für einige Unternehmen sind Auslandskunden zwar willkommen, aber sie sind nicht notwendigerweise die Hauptzielgruppe, sondern werden als eine Art Laufkundschaft betrachtet, die zufällig auf die Website kommt und durchaus dort kaufen darf. Wenn dies Ihre Einstellung ist, genügt neben der deutschen Sprache in der Tat eine Version Ihrer Internetpräsenz in englischer Sprache.
Glauben oder wissen Sie hingegen, dass Ihre Produkte auf einem bestimmten Markt Erfolg haben (werden), sollten Sie gezielt eine weitere Sprache anbieten, die für den jeweiligen geographischen Bereich relevant ist. Auf dem afrikanischen Kontinent etwa sollte Ihr Angebot nicht nur in englischer, sondern mindestens auch in französischer Sprache gegeben sein. In Asien sollten Sie die Sprache des Landes oder der Länder nicht auslassen, von dem Sie sich den meisten Umsatz versprechen, etwa Chinesisch, Japanisch, Vietnamesisch… Ebenso ist zum Beispiel von unseren französischen Nachbarn bekannt, dass sie es im B2B und B2C gleichermaßen schätzen, wenn die Kommunikation in ihrer Sprache erfolgt. Vergessen Sie aber bei all diesen Überlegungen nicht, dass die potentiellen Anfragen, die Sie über den mehrsprachigen Webauftritt erhalten, dann auch in der jeweilen Sprache beantwortet werden sollten. Was nützt Ihnen eine Anfrage auf französisch, wenn Sie sie nicht verstehen und mit dem Kunden nicht kommunizieren können? (Hier finden Sie wirklich gute Tipps für Ihre E-Mail Kommunikation auf Englisch)

Ihren Übersetzungsbedarf zu definieren und einzugrenzen, kann in der Tat sehr schwierig und die Entscheidungen, die damit einhergehen, können regelrecht beängstigend sein. Als Partner Ihrer internationalen Kommunikation helfen wir Ihnen gern, ein wenig klarer zu sehen. Zudem steht Ihnen das Übersetzungsbüro eurolanguage auch in der logistischen Steuerung Ihres Projekts zur Seite und trägt durch seine langjährige Erfahrung und hochqualifizierte Sprachexperten*innen dazu bei, dass die Welt da draußen Sie so sieht, wie Sie wirklich sind. Und vielleicht können wir gemeinsam die Welt ein bisschen besser machen.

Zu unserer kostenlosen PDF  Wie viele Sprachen braucht meine Website?

Im für uns alle sehr schwierigen Jahr 2020 bieten wir Ihnen eine kostenlose (bis zu 30 Minuten) Beratungsanalyse Ihrer Website an. Senden Sie uns Ihre Webadresse, einen kurzen Abriss Ihrer Auslandsstrategie, ein paar Punkte wohin und warum Sie expandieren wollen und wir besprechen mit Ihnen, wie wir Ihnen sprachlich unter die Arme greifen können.

Machen Sie sich einen Termin aus unter: E-Mail:  office@eurolanguage.net

Ihre Ansprechpartnerin Martina Schmid

Übersetzungsbüro Wien - Martina Schmid

Fotos: @canva + Martina Schmid