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10 Kriterien für mehr Transparenz in der Wahl Ihres Übersetzungspartners

Klar, wir loben uns selbst: auf der Website, auf Facebook, auf Twitter, im Blog, im persönlichen Gespräch mit Interessenten. Immer wieder bezeichnen wir uns selbst als „gute Übersetzungsagentur“. Doch was bedeutet das überhaupt? Verbirgt sich dahinter mehr als eine floskelhafte Behauptung aus reinen Gründen des Marketings?

Wann eine Übersetzungsagentur eine gute Übersetzungsagentur ist, und woran Sie als Auftraggeber den Unterschied erkennen können, erklären wir in diesem Artikel.

1. Eine gute Übersetzungsagentur hört zu

Nicht nur Texte und Themenbereiche unterscheiden sich: Jeder Übersetzungskunde ist anders, d.h. er hat andere Bedürfnisse.
Die Bearbeitung Ihres Projekts darf sich nicht darauf beschränken, Ihren Ausgangstext stumm entgegenzunehmen und an einen Übersetzer weiterzuleiten. Denn nur Sie kennen die Situation, aus der heraus Sie Ihren Auftrag erteilen. Jede Information und jeder Wunsch, die Sie einbringen möchten, sind wichtig. Ob Sie beschließen, eine lange Arbeitsanweisung zu schreiben, in der für Sie wichtige Angaben wie Zielgruppe, Verwendung, Kontext, besondere Empfindlichkeiten des Lesers, beabsichtigte Textwirkung oder zu berücksichtigende Formate minutiös aufgezählt werden, oder nur in aller Kürze am Telefon zusammenfassen, was unbedingt in die Umsetzung einfließen muss, spielt keine Rolle: In jedem Fall darf nichts von diesen Informationen verloren gehen, und sie müssen einbezogen werden.

An diesem Punkt übrigens unterscheiden sich virtuelle und menschengeführte Übersetzungsbüros erheblich. Auch wenn Künstliche Intelligenz eines Tages möglicherweise weitere Fähigkeiten entwickeln wird, sind digitale Agenturen ohne die Möglichkeit eines persönlichen Kontakts kaum etwas anderes als ein toter Briefkasten oder eine zeitgenössische Version eines Rohrpostsystems, und wirklicher Dialog ist hier nicht möglich.

Dass Ihnen zugehört wird, zeigt nicht nur, dass Ihr Anliegen ernstgenommen wird, sondern sichert auch die individuelle, maßgeschneiderte Bearbeitung Ihres Übersetzungsauftrags.

2. Eine gute Übersetzungsagentur interessiert sich wirklich für Ihren Erfolg

Ein Übersetzungsauftrag kann auf vielfältige Weise bearbeitet werden.

Für eine gute Übersetzungsagentur geht es nicht darum, Textzeilen in der Fremdsprache nach dem „Dienst nach Vorschrift“-Prinzip gegen einen Geldbetrag zu tauschen. Vielmehr ist das Ziel eines jeden Projekts, dass der Kunde sich nicht nur oberflächlich betrachtet gut bedient fühlt, sondern messbar und spürbar von der Übersetzungsarbeit profitiert, einen eindeutigen Mehrwert für sein Geschäft registriert.

Konkret bedeutet das, dass ein Übersetzungsprojekt mehr als die Übertragung des Textes selbst impliziert. Eine gute Übersetzungsagentur macht Sie gegebenenfalls aktiv auf Probleme aufmerksam, die sich aufgrund von kulturellen Unterschieden ergeben könnten, unterstützt Sie bei der Umsetzung von Claims, Wortspielen und Corporate Identity, berät Sie und ist lebender Teil Ihrer internationalen Strategie.

3. Eine gute Übersetzungsagentur lebt Dienstleistung

Arbeit erfordert heute in allen Branchen die größte Flexibilität, und Sie können es sich nicht leisten, dem Tempo nicht zu folgen. Ein gute Übersetzungsagentur weiß das und ist immer erreichbar, wenn Sie sie brauchen. Aufträge am Wochenende oder Express-Übersetzungen über Nacht müssen selbstverständlicher Teil des Angebots sein. Ganz unmerklich das Unmögliche möglich zu machen gehört dazu. Als Partner Ihres Berufsalltags sieht eine gute Übersetzungsagentur auch eine ihrer essentiellen Aufgaben darin, Sie durch eine ganzheitliche Leistung zu entlasten, damit Sie sich auf den Kern Ihres Geschäfts konzentrieren und Ihre Internationalisierungsaufgaben vertrauensvoll delegieren können.

4. Eine gute Übersetzungsagentur ist mit Leidenschaft, Energie und Einsatz dabei

Qualität entsteht nicht von allein. Ständige Fortbildung ist nicht nur ein Schlagwort unserer Zeit, sie ist Bedingung und Ausdruck eines wahrhaftig professionellen Verhaltens.

Eine gute Übersetzungsagentur begnügt sich nicht damit, auf Ihre Aufträge zu warten und sie nach dem immer gleichen Ablauf zu bearbeiten. Die Ausrüstung in Soft- und Hardware muss zwingend dem neuesten Stand der Technik entsprechen, damit Sie als Kunde von allen Entwicklungen nahtlos profitieren können und Ihre Internationalisierung mit der Schnelllebigkeit unserer Welt Schritt halten kann.

Auch die Kartei einer Übersetzungsagentur muss permanent um die besten Übersetzer erweitert werden, denn es entstehen immer neue Themenbereiche, die Fachkompetenzen auf höchstem Niveau erfordern. Klimaschutz ist nur eines von zahlreichen Beispielen dieser neueren Wirtschaftsfaktoren, die noch vor einigen Jahren keine zentrale Rolle gespielt haben, doch zunehmend an quantitativer Relevanz gewinnen. Eine Agentur, die nicht in der Lage ist, schnell auf solche Entwicklungen zu reagieren, kann Ihnen nicht die Unterstützung zukommen lassen, die Sie in Ihrer ganz speziellen Branche benötigen. Sich täglich fortzubilden, diese Informationen unmittelbar und aktiv aufzugreifen, um hinter den Kulissen die besten Voraussetzungen für Ihren nächsten Auftrag zu schaffen, ist nur möglich, wenn die Agentur mit Herz und Überzeugung den Beruf lebt.

5. Eine gute Übersetzungsagentur versteht etwas von Sprachen

Was wie ein Gemeinplatz klingt, ist alles andere als selbstverständlich. Viele Agenturen werden von Personen geleitet, deren Ausbildung fremdsprachenfern ist: Sie haben einen betriebswirtschaftlichen oder juristischen Hintergrund und können nicht wirklich nachvollziehen, was das Besondere am Umgang mit Sprachen, Kulturen und Geschäftspraktiken auf internationaler Ebene ausmacht. Bei den größeren Agenturen auf dem Markt sind auch die sogenannten Projektmanager oft eher kaufmännisch ausgebildet als textkulturell kundig oder gar interessiert.

Eine gute Übersetzungsagentur wird von Menschen geführt, die wissen, was Internationalisierung bedeutet und welche Stolpersteine sich für ihre Kunden daraus ergeben können. Nur so können sie Sie effektiv beraten und den für Ihr Projekt geeigneten Übersetzer auswählen.

6. Eine gute Übersetzungsagentur schont Ihr Budget

Jedes Unternehmen möchte „verkaufen“. Doch einem Kunden nutzlose Produkte ohne Rücksicht und Verstand aufzudrängen, ist wenig seriös.

Eine gute Übersetzungsagentur wird niemals versuchen, Sie zu Aufträgen zu überreden, die Sie im Grunde gar nicht brauchen. Sie wird Sie im Gegenteil immer sehr konkret beraten und Ihnen helfen, herauszufinden, welche Texte Sie dringend benötigen, und welche später übersetzt werden können, bzw. ob ein Text komplett übersetzt werden muss oder eine andere, finanziell schonendere Lösung gefunden werden kann, wie viele Sprachen Ihre Website braucht… Eine gute Übersetzungsagentur wird Ihnen aufzeigen, wie Sie Ihr Übersetzungsbudget richtig planen, und worauf Sie beim Kostenvoranschlag für Ihren Übersetzungsauftrag achten sollten.

7. Eine gute Übersetzungsagentur hat für jeden Auftrag den passenden Übersetzer

Die Kartei einer guten Übersetzungsagentur ist fundiert zusammengestellt, vielseitig, differenziert und immer aktuell gehalten. Zu wissen, wer für ein Übersetzungsprojekt am besten geeignet ist, wer welche Skills umsetzen kann, erfordert die Berücksichtigung vieler Faktoren und ist nicht immer eine einfache Aufgabe. Langjährige Erfahrung, Menschenkenntnis und eine eigene sprachliche Ausbildung sind dabei von zentraler Bedeutung. Die Qualitäten, die Übersetzer mitbringen müssen, sind vielfältig, und doch ist auch zu entscheiden, wann Teamarbeit notwendig sein könnte oder demografische Kriterien eine Rolle spielen müssen: Dass ein Übersetzer kurz vor dem Rentenalter sich aktiv und gern mit den neuesten Phänomenen der Jugendsprache beschäftigt, ist zwar nicht unmöglich, jedoch nicht sehr wahrscheinlich.

8. Eine gute Übersetzungsagentur zahlt ihren Übersetzern faire Preise

Neben der Fähigkeit, die Qualifikation, die Kompetenz und das Können eines Übersetzers richtig einzuordnen, muss eine gute Agentur auch dafür sorgen, dass die besten der Branche den Wunsch haben, dauerhaft für sie zu arbeiten. Angemessene Honorare und pünktliche Bezahlung sind wichtig, um talentierte und engagierte Mitarbeiter zu binden, die sich ganz und gar, d. h. gern, leidenschaftlich und flexibel in den Dienst Ihrer Projekte stellen, die – wir haben es in unserem vorherigen Artikel erwähnt – bereit sind, die sogenannte Extrameile zu gehen und sich Ihrem Erfolg verpflichtet fühlen.

9. Eine gute Übersetzungsagentur arbeitet konsequent und systematisch

Eine einheitlich gute Übersetzungsqualität ist die Summe vieler kleiner Mosaiksteine. Zwei von ihnen allerdings nehmen eine besondere Bedeutung ein.

Dazu gehört, dass Ihre Projekte immer von derselben Person verwaltet und bearbeitet werden. Dies verkürzt nicht nur zeitlich die auftragsbedingte Kommunikation, sondern erhöht auch die Qualität der Zusammenarbeit insgesamt. Ihr persönlicher Ansprechpartner muss jeden Tag für Sie erreichbar sein. Ständig wechselnde Projektmanager, die bestenfalls halbtags, auf Minijob-Basis oder schlimmstenfalls nur bis zum Ende ihres Praktikums für Sie da sind, sind nicht zielführend. Sie sollten zudem darauf achten, dass nicht während eines Projekts mehrere oder wechselnde Freelancer mit der Betreuung Ihrer Übersetzung betraut werden. So kann nur ein Kommunikationschaos entstehen, das qualitativ und terminlich Ihr Geschäft gefährdet.

Eine zentrale und effiziente inhaltliche Projektverwaltung, die über die bloße Auftragsannahme hinaus geht, ist ebenfalls unerlässlich.

10. Eine gute Übersetzungsagentur führt ein informatives Blog

Möglicherweise betrachten Sie diesen Punkt als nebensächlich. Es gehört, nun ja, einfach zum heutigen Marketing dazu, ein Blog zu führen. Ob dies für den Kunden relevant ist, steht vielleicht an zweiter Stelle.

Wenn Sie eine gute Übersetzungsagentur aussuchen möchten, ist dies aber nicht ganz so zweitrangig, wie Sie es glauben.
Achten Sie bei der Beauftragung einer Übersetzungsagentur nicht nur darauf, ob ein Blog betrieben wird, sondern auch wie. Das Blog sollte regelmäßig gepflegt werden und einen erkennbaren Mehrwert bieten, d.h. für die Verwaltung Ihrer Übersetzungsprojekte sinnvolle, aktuelle sowie langfristig hilfreiche Informationen bereitstellen. Dies zeugt von Dialogbereitschaft, Engagement und Interesse jenseits der Minimalanforderungen des Geschäfts und von dem Willen, den Kunden aktiv und in allen zur Verfügung stehenden Formen zu unterstützen.

Wir hoffen, Ihnen mit diesem Überblick ein handliches und praktisches Werkzeug für die Wahl Ihres künftigen Übersetzungspartners gegeben zu haben. Vielleicht erkennen Sie in diesem stichpunktartigen Porträt bereits die Agentur Ihres Vertrauens. Vielleicht fühlen Sie sich nun in Ihrer Überlegung bestärkt, sich neu zu orientieren. Wenn wir Ihnen heute den Weg ein wenig ebnen konnten, freuen wir uns sehr.

Foto: @canva

Software-Übersetzungen nehmen quantitativ an Bedeutung zu.

Es ist kaum verwunderlich: Viele Funktionen des Alltags, von der Stromversorgung bis zum Versandhandel über die Pizzazustellung, das Einchecken am Flughafen oder die täglichen Bankgeschäfte, sind computergesteuert. Die Apps, die den Feierabend versüßen, sind nichts ohne die benutzerfreundliche Fassade, die mehr oder minder aufwändige Programmierungen schmückt. In Unternehmen spielen Datenbanken in der Verwaltung, Kundenbetreuung, Buchhaltung, Warenwirtschaft längst eine wesentlich größere Rolle als der Mensch. Der Bedarf an Texten, die Eingabemasken, Nachrichtenaustausch und Softwaremeldungen erforderlich machen, wächst unaufhörlich.

Software-Übersetzungen brauchen Konsenswerkzeuge

Sollen diese Interface-Texte, die uns privat und beruflich jede Sekunde umgeben, übersetzt werden, muss nach einer praktikablen Möglichkeit gesucht werden, sie aus dem Code zu isolieren und dem Übersetzer in einer Form zukommen zu lassen, die er bearbeiten kann. Eine beliebte Möglichkeit, um Datenbanktexte zu extrahieren, ist das Exportieren in eine Excel-Tabelle.

Vorteile von Excel-Dateien in der Übersetzungsarbeit

Excel-Tabellen scheinen für solche eher lapidaren Texte das ideale Mittel zu sein: Sie sind eine Arbeitsumgebung, die sich nur wenig von einem klassischen Textverarbeitungsprogramm unterscheidet und dem Übersetzer vertraut ist. Der Text ist von allen codebedingten Überfrachtungen bereinigt und in der Menge schnell überschaubar.
Für den Kunden wiederum ist ein Rückimportieren in das ursprüngliche Format unkompliziert.

Nachteile von Excel-Dateien in der Übersetzungsarbeit

Problematisch ist allerdings, dass wichtige Angaben, die sich aus einem Fließtext ergeben und qualitativ für die Arbeit des Übersetzers maßgeblich sein können, aus einer solchen Tabelle nicht ersichtlich sind.
Die Texte erscheinen zum Beispiel nicht in dem Kontext, in dem sie später stehen werden.

Wenn grammatikalische Zusammenhänge aufgrund der Zerstückelung des Textes nicht eindeutig sind oder isolierte Begriffe nicht zugeordnet werden können und mehrere Auslegungen oder Verwendungen denkbar wären, sind viele Rückfragen unvermeidlich – sehr zu Lasten des Workflows.

Die Möglichkeit, kulturellkompetent zu übersetzen – die eine hochwertige Übersetzung auszeichnet –, ist in einer Excel-Datei nicht immer gegeben. Floskeln der Kundenansprache, Gepflogenheiten oder Fachterminologie können mitunter nicht so differenziert ausgewählt und eingesetzt werden, wie dies der Fall wäre, wenn der Übersetzer wüsste, wo die Texte genau stehen, in Verbindung mit welchen anderen Texten oder Elementen sie gelesen werden sollen und welchen Eindruck der Text nicht zuletzt optisch hinterlässt. Auch ist es für den Übersetzer aufgrund der listenartigen Präsentation zum Teil nur schwer möglich, immer einzuschätzen, wann Groß- und Kleinschreibung angebracht sind, wann ein Wort Teil einer Aufzählung oder für sich allein als Überschrift oder Stichwort steht – was kein Problem wäre, wenn er den Text „sehen“ würde. Unter Umständen bedeutet dies die Notwendigkeit von mehreren Hundert Rückfragen, was einen unverhältnismäßigen und für Übersetzungskunden, -agentur und -freelancer mitunter nicht realistischen zeitlichen und finanziellen Aufwand darstellen würde.

Durch das Fehlen eines optischen Kontexts ist es für den Übersetzer zudem kaum zu ermitteln, wie viel Platz (etwa in Formularen, Bildschirmmasken oder Message-Boxes) dem Zieltext wirklich zur Verfügung steht. Dies kann zu umfangreichen Nacharbeiten führen – entweder für den Programmierer, der seine Formate anpassen muss, oder für den Übersetzer, der seine Texte nachträglich kürzen oder umformulieren muss. All diese Detailfragen werden also schnell zum Zeit- und Kostenfaktor.

Ohne Kontext ist keine situative Arbeit möglich.

Für die Arbeit des Übersetzers ist Kontext nicht minder wertvoll als Wörterbücher, Glossare und Nachschlagewerke. Zu wissen, wie der Text in welcher Situation in welchem Format erscheinen soll, welche Muster die Leser oder Nutzer im Zielland an welcher Stelle gewohnt sind, welche Begrifflichkeiten sich durch die neuen Oberflächen, die unser Leben steuern, eingebürgert haben und erwartet werden, ist unerlässlich. Das gilt auch für Software-Übersetzungen.
Eine Excel-Datei allein kann diese Informationen nicht liefern.
Eine Möglichkeit besteht natürlich darin, dem Übersetzer in einer Spalte zusätzliche entsprechende Hinweise zu geben. Allerdings ist dies ein komplexer und nicht immer zielführender Weg: Neben dem erheblichen Zeitaufwand ist für den „Laien“ nicht immer erkennbar, was der Übersetzer wirklich braucht oder welche Stellen unklar sein könnten. Ob der Übersetzer wiederum die Kommentare richtig deuten und auf seine Aufgabe übertragen kann, ist ebenfalls nicht gesichert.

Wie Screenshots die Übersetzungsarbeit unterstützen können.

Ideal ist es, wenn der Auftraggeber neben der Excel-Datei Screenshots zur Verfügung stellt.
Der Übersetzer kann daran in Sekundenschnelle alles ablesen, was für ihn und den Zieltext relevant ist: Länge, Situation, Format, Nutzung.
Screenshots sind übrigens ganz allgemein für alle Texte, die auf einem Bildschirm gelesen werden sollen, eine sinnvolle Hilfe – dies gilt also auch für Website-Texte. Hier können Screenshots die kreative Komponente der Übersetzungsarbeit aktiv fördern, indem Fonts, Schriftgrößen, Farben, Platzierung des Textes und viele andere Elemente dem Übersetzer helfen, eine perfekte Harmonie zwischen Corporate Identity und Zielland zu erreichen und die dafür notwendige Distanz zum Ausgangstext und Nähe zum Zieltext entspannter ausleben zu können: Das Layout dient als Inspirationsquelle der zweisprachigen Kreativität – für noch erfolgreichere Texte in der internationalen Kommunikation.

Für eine hochwertige Übersetzung gibt es nach wie vor keine App und keinen Allzweckandroiden. Apps und Robots wiederum bleiben ohne eine gute Übersetzung nutz- und erfolglos. Letztere kann nur in feinfühliger und dezidierter Handarbeit auf dem ganzen Umfang der Klaviatur menschlicher Kommunikation entstehen. Und diese lässt sich in der Zweckmäßigkeit einer seelenlosen Tabelle verständlicherweise nur sehr ungenügend abbilden …

Layout und Text gehören untrennbar zusammen, das sollte auch bei Software-Übersetzungen nicht vergessen werden.

Rufen Sie uns an, wir beraten Sie gerne:   +43 (0) 676 5625257
Foto: www.unsplash.com

Auf die Zutaten kommt es an.

Wenn Sie in der Küche stehen und zu einem wichtigen Anlass ein aufwändiges Mahl oder ein kompliziertes Gericht zubereiten wollen und nichts schiefgehen darf, zum Beispiel weil die kritische Erbtante zum Essen kommt oder der Chef seinen Besuch angekündigt hat, kochen Sie nicht ohne Plan und Rezept drauflos. Sie denken ausführlich über eine harmonische Speisenfolge nach, berücksichtigen bei der Auswahl Vorlieben, Abneigungen und Allergien der Gäste, lesen die Rezepte mehrmals durch, stellen eine Zutatenliste zusammen, gehen rechtzeitig einkaufen, um sicherzustellen, dass nichts fehlen wird und alles in der gewünschten Qualität zu bekommen ist. Am Tag X stellen Sie griffbereit hin, was an Utensilien und Gefäßen benötigt wird, schneiden vor und folgen dem Kochbuch.

Diese Routinen, die in der Küche selbstverständlich sind, sind ein gutes Muster, um auch berufliche Projekte und ganz besonders Übersetzungen anzugehen. Soll ein Übersetzungsauftrag reibungslos ablaufen, empfiehlt es sich, genau so systematisch vorzugehen und die wichtigsten Zutaten und Utensilien zur rechten Zeit zu besorgen, vorzubereiten und bereitzustellen.

Hauptgericht des geschäftlichen Mahls ist natürlich der Text.

Ob knackig, zartschmelzend, heiß oder kalt – er sollte vor allem eines sein: fertig. Werden Zutaten während des Kochens beliebig und systemlos hinzugefügt und wieder entzogen, kann der beste Koch, in diesem Falle also der Übersetzer, kein konsequent abgerundetes Gericht zustande bringen. Wenn Fisch urplötzlich durch Fleisch ersetzt wird, kann die Gewürzpalette nicht mehr stimmen. Leiten Sie Ihre Projekte also erst dann an die Übersetzungsagentur, wenn die Texte wirklich abgabefertig sind. So sparen Sie Zeit und Geld, die für Ihre Autorenkorrekturen notwendig würden, und erhalten schnell und sicher ein stimmiges und überzeugendes Ergebnis.

Sie sollten den Koch außerdem ausführlich darüber informieren, wer zum Essen kommt und zu welchem Anlass.

So kann der Koch sein Menü nicht nur den Vorlieben und Abneigungen oder Essensgewohnheiten der Gäste – sprich der Zielgruppe – anpassen, sondern auch dem Ereignis: Eine Hochzeitsfeier ist kein Picknick, eine Website kein Mailing, eine Mitarbeiterzeitung keine Kundenzeitschrift. Manchmal sind Zielgruppe und Kontext schon durch Format und Inhalt ersichtlich, doch ist es nicht immer der Fall, und eine Hochzeitsfeier ist nach Religionszugehörigkeit, Familienverhältnissen oder Biographie auch kein austauschbarer Begriff. Details zu dem, was zum Übersetzungsauftrag führt, sind unerlässlich, damit der Übersetzer weiß, wie und von wem unter welchen Umständen sein Text gelesen werden wird, und so den perfekten Ton trifft.

Aus Resten ein schmackhaftes Essen zu zaubern, wenn Sie Besuch unvermittelt überfällt, die Zeit zum Einkaufen fehlt und der Kühlschrank nicht viel hergibt, ist immer möglich und in einem familiär-freundschaftlichen Umfeld unproblematisch. Zur allergrößten Not kann man auch noch Fastfood bestellen. Kunden sind aber keine Kumpels von früher, keine spontanen Kusinen und keine schnell zufriedenzustellenden Kinder: Um sie zu überzeugen und einen guten und professionellen Eindruck zu hinterlassen, sollten Sie ihnen schon mehr bieten als schnelle einfache Gerichte aus dem, „was da ist“. Deshalb ist es sinnvoll, Ihre Übersetzungsaufträge sorgfältig und rechtzeitig vorzubereiten und dafür die besten Zutaten zusammenzustellen.

Die Qualität des Ausgangsmaterials spielt beim Kochen und beim Übersetzen eine sehr ähnliche Rolle.

Sind die Tomaten fade, das Fleisch zäh und die Gewürze überaltert, wird das Essen nur ein blasser Abklatsch dessen sein, was es hätte werden können. Ein Text, in dem Satzteile fehlen, Zusammenhänge falsch dargestellt werden, grammatikalische Fehler unbemerkt Sinnverschiebungen ergeben, oder der andere Unbeholfenheiten oder Ungenauigkeiten enthält, kann auch in der Zielsprache zu keinem zielführenden Text werden.
Bestenfalls fallen dem Übersetzer Ungereimtheiten oder Mehrdeutigkeiten auf und er fragt nach – was natürlich Zeit kostet und unter Umständen die Deadline gefährden kann.
Schlimmstenfalls aber ist der Text entweder im Ganzen qualitativ so schlecht, dass nur mit dem gekocht werden kann, was sich bietet, oder die Probleme können dem Übersetzer deshalb nicht auffallen, weil ein Satz semantisch schlüssig und sinnbringend, wenn auch inhaltlich oder fachlich falsch ist. Eine irrtümlich eingefügte Verneinung kann genauso verheerende Folgen haben, wie die Angabe von 200 g Butter anstatt 20 g in einem Rezept.
Auch wenn es natürlich Aufgabe des Übersetzers ist, einen Text zu liefern, wie er in seiner Muttersprache hätte verfasst werden können, kann und darf er nur bedingt in die Qualität eines Originals eingreifen. Die Textabsicht und das Textniveau sollten für eine getreue Übertragung erhalten bleiben, und aus ausgetrocknetem Gemüse wird nun einmal kein saftiger Auflauf.

Als Auftraggeber können Sie also durch rechtzeitige Bereitstellung hochwertiger Zutaten und eines vollständigen und unmissverständlichen Rezepts erheblich dazu beitragen, dass Ihr Übersetzungsmenü zu einem beachteten und eindrucksvollen Erfolg wird.

Wir helfen Ihnen dabei.

Rufen Sie uns an:   +43 (0) 676 5625257

Foto: Unsplash, Chinh-le-duc, Thank you!